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Das Interesse ließ nach, nur wenige Prominente kamen. Seitdem die Universität Erlangen-Nürnberg für die jährlich stattfindende Ballnacht aber die anderen Nürnberger Hochschulen mit ins Boot geholt hat, ist die Veranstaltung langsam aber stetig wieder gewachsen. Heuer konnte sich der Gastgeber, Uni-Präsident Karl-Dieter Grüske, sogar über ein ausverkauftes Haus freuen.
Viel Prominenz war allerdings nicht gekommen. OB Ulrich Maly (SPD) hatte krankheitsbedingt absagen müssen. Einer, über den zurzeit viel geredet wird, ließ sich ebenfalls entschuldigen: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der in den vergangenen Jahren häufig zum Winterball gekommen war, beging heuer eine Familienfeier. Oft dabei und auch 2011 zu sehen: Der Nürnberger CSU-Landtagsabgeordnete Hermann Imhof, aus Erlangen Oberbürgermeister Siegfried Balleis (CSU) und Bürgermeisterin Elisabeth Preuß (FDP). Auch Nürnbergs evangelische Regionalbischöfe waren gekommen, Elisabeth Hann von Weyhern und Stefan Ark Nitsche, außerdem Datev-Chef Dieter Kempf.
In seiner Begrüßung freute sich Uni-Präsident Grüske über „die Rekordzahl von 2000 Gästen“. „Von Ballmüdigkeit kann hier also keine Rede sein.“ Das abwechslungsreiche Programm und die kommunikative Atmosphäre im Kreis von Akademikern hätten sich in den vergangenen Jahren immer mehr herumgesprochen. Apropos Programm: Das präsentierte heuer sehr souverän Magda Luthay, der ihre Erfahrung beim TV-Sender Franken-Fernsehen an diesem Abend sicher zu gute kam. Die junge Frau arbeitet am Institut für Orientalische Philologie, wo sie bald ihre Promotion zur Entwicklung der Frauenrechte in den Vereinigten Arabischen Emiraten abschließen wird.
Wie berichtet, sollte sich heuer alles um das Thema Tanz drehen. „Sie müssen dabei nicht aufstöhnen, meine Herren“, kommentierte Grüske launig. Gemeint war damit freilich nicht das private Tanzen zur Musik der Klaus-Hörmann-Band im Großen Saal und der Tanzband Picobello im Foyer, sondern das vorzügliche Showprogramm.
Höhepunkt des Showprogrammes war aber der Stangentanz („Poledance“) von Jeannine Wilkerling. Die Diplom-Mineralogin, die an der Technischen Fakultät im Bereich Werkstoffwissenschaften promoviert, bewies dem begeisterten Publikum, dass ihr Hobby ein kräftezehrender Ausdauersport ist, der mit schummrigen Kneipen nichts zu tun hat. Der Erlös der Tombola kommt dem Unterstützungsfonds für ausländische Studenten aus Entwicklungsländern zugute.
