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Dann wurde die Strecke stillgelegt, nicht aber für den Bahnverkehr dauerhaft entwidmet.
Für den Landkreis Fürth und die Städte Oberasbach und Zirndorf ist seit Montag klar: Die Idee, der „Bibert-Bärbel“ neues Leben einzuhauchen, wird Illusion bleiben. Eine Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Nürnberg, Stein und Zirndorf, wird es mit größter Sicherheit nicht geben. Sie scheitert an immensen Kosten bei zu geringem Fahrgastaufkommen.
Auch wenn die nicht erfolgte Entwidmung die Reaktivierung juristisch erlauben würde und die Bürger entlang der Rothenburger Straße sich nichts sehnlicher wünschen, als dass Lärm und Abgase des Autoverkehrs gemindert werden, so ist endgültig klar, dass die Kommunen nicht in der Lage sind, die finanzielle Last der Wiederbelebung zu stemmen. Und der Freistaat Bayern zeigt angesichts der mäßigen Fahrgastprognose keinerlei Interesse, dort Züge zu bezahlen.
Die endgültige Entscheidung über das Thema trifft formal zwar erst der Kreistag im Lauf des Sommers, aber eines steht jetzt schon fest: Die Machbarkeitsstudie, die zwei Gutachter zur Reaktivierung des Schienenverkehrs präsentierten, hinterließ am Montag im Arbeitskreis des Zweckverbands beim Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) und am Dienstag im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistags Fürth nachhaltige Eindrücke. Das Kreisgremium nahm in einer Sondersitzung zur Kenntnis, was in einer Presseerklärung von Landrat Matthias Dießl schon vorher formuliert war: „Hohe Kosten – geringe Wirkung“.
21 Millionen Euro würde allein die technische Wiederherstellung der rund sieben Kilometer Gleis vom Bahnhof Stein bis fast nach Leichendorf kosten – Mehrwertsteuer und weitere Kosten für Lärmschutz sowie Parkplätze noch gar nicht eingerechnet. Weil nur ein 30-Minuten-Takt mit durchgehenden Zügen ab/bis Nürnberg Hbf betrieblich durchführbar wäre, reicht das errechnete Fahrgastpotential von 1230 Personenkilometern pro Kilometer Betriebslänge nicht aus, um in München die Kassen des Freistaats zum Klingeln zu bringen.
Denn die Gutachter prognostizieren aufgrund der nahezu identischen Fahrzeiten aller öffentlichen Verkehrsmittel, dass an der Stadtgrenze zu Nürnberg (an der geplanten einstigen Endstation der U3 in Gebersdorf) etwa 72 Prozent der Fahrgäste von der Bibert-Bahn auf die U3 umsteigen und 66 Prozent entlang der Strecke gleich die weiterhin nötigen vier Buslinien nutzen würden – mithin dort weit weniger als die vom Freistaat als Messlatte vorgegebenen 1000 Personenkilometer je Kilometer Betriebslänge erreicht würden.
Für Bürgermeisterin Birgit Huber (Oberasbach) und ihren Kollegen Thomas Zwingel (Zirndorf) Anlass, sich in ihrer anfänglichen Skepsis bestätigt zu fühlen. Aber auch den Kampf um eine Verbesserung der Verkehrssituation im östlichen Landkreis Fürth nicht aufzugeben, wie Landrat Dießl betonte. Auch Willi Weißkopf, Chef der Infrastrukturplanung beim VGN, zeigte sich vom Ergebnis des Gutachtens nicht überrascht.
