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Das erklärte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) gestern Abend beim Kammergespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Nürnberg. Als Beispiele für die Verwendung der Gelder nannte Söder als erstes den Wissenschaftsbereich. Neben dem Energie-Campus in Nürnberg, der zum Beispiel Speichertechnologien für erneuerbare Energien erforscht, gebe es gute Chancen, ein Helmholtz-Zentrum zu bekommen. Zudem wäre die Universität Erlangen-Nürnberg bereit, auf dem ehemaligen Quelle-Gelände ein Wissenschaftszentrum „von internationaler Qualität“ zu entwickeln. Söder erklärte weiter, sein Traum wäre eine Art „Wissenschaftsstadt“ zwischen der sogenannten Uferstadt (dem ehemaligen Grundig-Gelände) in Fürth und dem Quelle-Gelände in Nürnberg ins Leben zu rufen.
Auch im Verkehrsbereich werde in den nächsten Jahren in der Region viel investiert. „Wenn die zweite Stammstrecke in München ordentlich mit bayerischem Geld finanziert wird, dann muss das auch beim Frankenschnellweg passieren“, fordert Söder. Wenn das nicht geschehe, „dann sind wir auch selber schuld.“ Außerdem müsse der Nürnberger Flughafen weiterentwickelt werden, etwa durch ein großes internationales Kongresszentrum unter Führung der Nürnberger Messe. Derzeit sei am Rochusfriedhof in Nürnberg abends um 8 Uhr manchmal mehr los als am Flughafen, kalauerte Söder. Um dies zu ändern, sei aber auch die Nordanbindung nötig. Einmal mehr warb Söder für die Umbenennung des Flughafens in „Albrecht-Dürer-Flughafen“.
Im Kulturbereich hole Nürnberg schon jetzt immer weiter auf, betonte Söder. Dies müsse verstärkt werden. So werde in den nächsten Jahren die Kaiserburg als touristisches Ziel gestärkt. Der Saal 600 im Nürnberger Justizpalast solle zum Weltkulturerbe werden. Bis es soweit ist, soll der Saal so wiederhergestellt werden, wie er einmal war. Um die gegenwärtige Epoche abzubilden, will Söder dafür sorgen, dass Nürnberg einen neuen Konzertsaal bekommt. Söder warb dafür, dieses Projekt mit Mut, auch was die architektonischen Konzepte angeht, zu verfolgen.
Den Westen Mittelfrankens sieht Söder als möglichen Standort für eine neuerliche Behördenverlagerung; genaueres sagte Söder jedoch nicht. "Ich erlebe immer wieder, wie schnell sich für Projekte im Süden Bayerns Geldgeber finden", erklärte Söder. Das müsse auch für den Großraum Nürnberg gelten.
Mo. 07.01.13
So. 04.11.12
So. 28.10.12
Di. 25.09.12