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Seit Mittwoch wird mit der Entsorgung des Ölabscheiders – einem Betonbehälter und seinem übelriechenden Inhalt – begonnen. Die Masse ist nach Webers Aussage ein Gemisch aus Öl und Lösungsmitteln. Die Arbeiten übernimmt eine Firma aus Schrobenhausen, die sich auf die Entsorgung von Altlasten spezialisiert hat.
Zunächst wird über der Baustelle ein Zelt mit einer Filteranlage errichtet. Dies soll verhindern, dass Schadstoffe, die beim Ausbaggern hochtreten, ungereinigt in die Umgebung gelangen. Der Inhalt und der Betontrog werden in einen gasdichten Behälter gefüllt, der dann zu einer speziellen Deponie gefahren wird.
Während die Altlasten in der Vergangenheit im Behälter verblieben waren, sind Gase durch den Beton ins umliegende Erdreich getreten. Damit dieses entweichen kann, wird der Boden umgegraben. Die entweichenden Gase werden über die Filteranlage des Zeltes gesäubert. Eine Bodenluftmessung überwacht die Prozedur. Erst wenn ein Grenzwert unterschritten ist, wird das Zelt abgebaut. Die Arbeiten werden nach Angaben der Stadt voraussichtlich Ende März abgeschlossen sein.
Im November war ein Baggerfahrer bei Umbaumaßnahmen am Außengelände des neuen Erlanger Stadtarchivs auf die Grube gestoßen (die NZ berichtete). Diese stammt noch aus Zeiten, als das Gelände von Siemens-UB-Med genutzt wurde. Vor einigen Jahren schenkte Siemens das Gelände der Stadt. „Die Arbeiten auf dem Gelände liefen von Anfang an in enger Abstimmung mit der Siemens AG, die das Areal früher industriell genutzt hatte und sich auch zur Übernahme der Entsorgungskosten bereit erklärte“, heißt es im Rathaus-Report der Stadt.
Nach ersten Schätzungen bewegen sich die Kosten für die Entsorgung im niedrigen sechsstelligen Bereich. Wie teuer es letztendlich wird, kann Josef Weber noch nicht sagen. Das würde unter anderem davon abhängen, wie viel Gemisch die Grube enthält.
