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Während die Menschen auf den großen Partys in München oder Nürnberg weitgehend fröhlich und friedlich auf den Straßen feierten, kamen insgesamt acht Menschen in Bayern am Silvesterabend und am Neujahrstag ums Leben. Bei der Polizei Mittelfranken gingen über 1000 Notrufe ein. Gemeldet wurden etwa 30 Sachbeschädigungen, davon zehn durch Feuerwerkskörper. Fast 50 Körperverletzungsdelikte wurden angezeigt.
In Erlangen verletzte sich ein 70-Jähriger bei der Explosion eines selbst gebauten Silvesterböllers schwer. Wie das Landeskriminalamt (LKA) in München mitteilte, zog sich der Mann in seinem Hobby-Labor schwere Augenverletzungen und leichte Verbrennungen an den Händen zu. Er hatte im Keller seines Anwesens im Stadtteil Neuses mit erlaubnispflichtigen Chemikalien hantiert. Zur Zeit der Explosion war der Mann allein im Keller, andere Personen wurden nicht verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und ist außer Lebensgefahr.
Die Sprengstoffermittler des LKA übernahmen noch in der Nacht die Ermittlungen. Die Technische Sondergruppe des LKA stellte am Tatort eine Vielzahl von Chemikalien sicher, die in den kommenden Tagen untersucht werden sollen. Zwei Beamte der Erlanger Polizei erlitten Reizungen der Atemwege und wurden vorsichtshalber ambulant versorgt. Bis zur endgültigen Freigabe des Tatortes soll das Anwesen versiegelt bleiben.
Durch einen Rauchgas-Unfall sind in der Silvesternacht in einer Freisinger Wohnung ein 43-Jähriger und seine zehnjährige Tochter ums Leben gekommen. Die 36 Jahre alte Mutter und zwei weitere Kinder im Alter von 14 und 2 Jahren wurden gerettet.
Wie ein Polizeisprecher sagte, hatte die fünfköpfige Familie zu Silvester auf dem Balkon gegrillt. Anschließend stellten sie den Holzkohlegrill samt glühender Kohlen in die Wohnung, offenbar um den Grill noch als Wärmequelle zu nutzen. Dabei erzeugten die Reste der noch glühenden Kohle einen derart hohen Kohlenmonoxidgehalt in der Luft, dass der Vater und die Tochter daran starben.
Nahe Bad Tölz starb ein 33-Jähriger bei der Explosion eines selbst gebauten Silvesterknallers. Der Feuerwerkskörper explodierte, als er sich darüber beugte und verletzte den Mann so schwer, dass er vor Ort seinen Verletzungen erlag. Seine Angehörigen mussten von einem Kriseninterventionsteam betreut werden. In München zerfetzte ein Böller einem 63-Jährigen eine Hand und verletzte ihn an der Bauchdecke.
