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Geschichtstour mit dem Rad

26 Stationen zeigen Industriehistorie in der Region - 28.04.2012 13:53 Uhr

26 Stationen – Museen und Industriedenkmäler – liegen auf dem Themenradweg Industriegeschichte, der durch das Pegnitz- und Schnaittachtal führt. Er wird Anfang Mai  eröffnet. Zu jedem Objekt findet der Radfahrer eine Infotafel, wie hier in Lauf an der Pegnitz.

26 Stationen – Museen und Industriedenkmäler – liegen auf dem Themenradweg Industriegeschichte, der durch das Pegnitz- und Schnaittachtal führt. Er wird Anfang Mai eröffnet. Zu jedem Objekt findet der Radfahrer eine Infotafel, wie hier in Lauf an der Pegnitz. © Clemens Fischer


Vor einigen Jahren war die Zeit der großen Produktion jedoch vorbei. Die Fertigungshallen standen leer. Er wollte, erzählt Riedhammer, dass „wieder Leben auf das Gelände kommt“. Auch sein neues „Konzept“ dreht sich um Öfen – nur haben diese jetzt einige Pferdestärken unter der Haube. In einem Teil des Ofenwerks können Besitzer von Sportwagen und Oldtimern für 75 Euro im Monat ihren Wagen unterstellen und hier auch Reparatur- und Wartungsarbeiten durchführen lassen. 40 Mieter sind mittlerweile auf das Gelände und in die verschiedenen Hallen gezogen – darunter ein Versicherer sowie ein Hersteller für Pokale und ein Brillenmacher.

Kalkabbau und Eisenerzförderung, Bierbrauen und Flachsanbau: Ingrid Saal vom Entwicklungsbüro regiopol hat sich in den vergangenen Jahren damit beschäftigt, wie die Industriegeschichte der Region erlebt werden kann. Herausgekommen ist der Themenradweg Industriegeschichte. Die 70 Kilometer lange Strecke wird am 6. Mai in Lauf offiziell eingeweiht. Der Radweg, der durch das Pegnitz- und Schnaittachtal zu verschiedenen historischen und modernen Gewerbestandorten führt, ist ein Abbild von 500 Jahren industrieller Entwicklung: vom späten Mittelalter bis zur Moderne. Der Themenradweg umfasst 26 Stationen in acht Gemeinden: Museen, produzierende Unternehmen sowie Industriedenkmäler.

Die Hauptroute des Weges beginnt bei der Satzingermühle in Nürnberg und endet bei deren Pendant in Simmelsdorf. 37 Kilometer umfasst diese Strecke, auf der Radfahrer nicht nur am Stadtmuseum Conradtyhaus vorbei kommen, sondern auch an der Fränkischen Eisenstraße, die an den Eisenerzabbau in der Fränkischen Alb erinnern soll.

Jene Radfahrer mit etwas weniger Kondition können die 20 Kilometer lange Leinberg-Schleife probieren. Auf diesem Rundweg liegen unter anderem die Stationen Weiße Straße – über diese wurde früher der Kalk vom Moritzberg nach Nürnberg transportiert – die Brauerei Bub und der Flachsanbau am Moritzberg. Ein Emailschild vor jeder Station gibt einen Überblick über die Radroute und die Geschichte des Objektes.

Bis zum Sommer, erklärt Ingrid Saal, ist eine Radweg-Karte mit alternativen Routen zur Strecke geplant. Diese ist dann über die Tourismusinformation Frankenalb erhältlich. Unter www.frankenalb.de sind in der kommenden Woche auch die GPS-Daten der Strecke verfügbar. 

Christiane Fritz

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