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Strunz, Schülerin am Gymnasium in Eckental, tritt im Bereich Physik an. Mathematik, Biologie oder Arbeitswelt heißen weitere Kategorien im Wettbewerb. Wer heute in seinem Bereich Regionalsieger wird, darf Ende März nach München fahren, um auf Landesebene anzutreten. Danach folgt der Vergleich mit den Besten aus den anderen Bundesländern. Doch noch ist es nicht soweit.
Tanja Strunz reibt die Hände an der Hose, verlagert das Gewicht von einem Fuß auf den anderen. Strunz ist zum ersten Mal bei „Jugend Forscht“. Die 17-Jährige zeigt an ihrem Stand – jeder Teilnehmer muss in der Halle seinen Versuch einer Jury präsentieren – das Projekt „Schwebende Kugel im Magnetfeld“. Das Magnetfeld wird dabei von einer Spule erzeugt, unter der ein Miniatur-Erdball aus Metall schwebt. Eine Solarzelle sorgt dafür, dass die Kugel auf einer bestimmten Höhe bleibt. Denn sie registriert am Schatten, den die Kugel wirft, wenn sich deren Position verändert. Diese Information werden an einen Prozessor weitergegeben, der der Spule wiederum signalisiert: mehr oder weniger Strom.
Im Alltag, erklärt die Schülerin, könne man so das Gewicht ferromagnetischer Gegenstände in der Luft und ohne Waage messen. Auch könne dieser Vorgang eingesetzt werden, wenn Maschinen reibungslos gelagert werden müssen.
Marc Maubach, Timo Stockinger und Johannes Weppler vom Hans-Sachs-Gymnasium in Nürnberg haben es bereits auf die Bühne geschafft. Bei „Schüler experimentieren“, der jüngeren Sparte von „Jugend Forscht“, haben sie den
3. Platz im Bereich Physik belegt. „Windkraftbetriebene Seilbahn“ heißt ihr Projekt. „Die Erneuerbaren Energien werden gerade ziemlich diskutiert“, begründet Johannes Weppler, 11 Jahre, die Idee. Warum also nicht die Antriebskraft von Wind nutzen, um eine Seilbahn zu bewegen? Den Versuch haben sie mit Legobausteinen nachempfunden. Ein Paketband fungiert als Seil; die Gondeln waren früher einmal Glühbirnschachteln. Ein Fön, eingeschaltet auf Stufe zwei, mimt den Wind nach. „Wir wollen die Seilbahn stromsparend umbauen“, erklärt Johannes Weppler. Transportieren könne man so aber nur Güter, erklären die Buben. Denn der Wind hätte im Vergleich zum Strom nicht die gleiche Kraft eine vollbepackte Gondel anzutreiben. Und wenn der Wind einmal ausbleibt? Da helfe ein Ersatzspeicher, erklären die Tüftler. Und bei zu viel Wind wäre ein Stromspeicher notwendig.
Über einen Doppelsieg freuen sich Henry Winner und Marius Ruh vom Nürnberger Dürer-Gymnasium. Sie haben erforscht, wie effektiv selbstgebaute Windräder sind. Zwei Modelle, die in einem Prospekt beschrieben wurden und ausschließlich aus Schrott bestehen, haben sie nachgebaut. Das Fazit der Schüler: „Das ist eher eine schöne Spielerei“, sagt Henry Winner. Während das Fahrraddynamo-Windrad gerade einmal ein kleines Glühlämpchen aufleuchten lässt, erzeugt das Autogebläse-Windrad erst bei einer Windstärke von 6,5 Meter pro Sekunden 0,01 Volt. Mit ihrem Sieg im Bereich Technik von „Schüler experimentieren“ sind sie für den Landeswettbewerb Ende April in Dingolfing qualifiziert.
Mit ihrem Freund Luis Dirmeier räumen die beiden darüber hinaus als Regionalsieger bei „Jugend Forscht“ im Bereich Biologie ab. Die drei untersuchten: „Ziehen Männer und Frauen ihren Pullover anders aus?“ (die NZ berichtete). Dabei stellten sie fest, dass ein Großteil der Frauen die Arme vor dem Körper überkreuzt und den Pullover dann über den Kopf zieht. Die Männer zupfen und ziehen dagegen am hinteren Kragenrücken.
Gegen Ende wird dann auch der Name von Tanja Strunz aufgerufen. Weil ihr Experiment auch viele technische Komponenten enthält, gewinnt die 17-Jährige als Regionalsiegerin im Bereich Technik. Darüber hinaus werden ihr zwei Praktika angeboten. Für Strunz ein verlockendes Angebot. Sie wollte erst 2013 an die Uni. Übrigens kein Technikstudium. Tanja Strunz hat sich für Informatik entschieden.
