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Aus Deutschland und Österreich waren viele jener 1254 BHKW-Käufer persönlich angereist, die zwischen Januar und November 2010 insgesamt 60354694,31 Euro auf GFE-Konten überwiesen hatten. Andere hatten ihren Anwalt nach Nürnberg geschickt – ein Unterfranke vertrat allein über 400 Geschädigte.
Mitreisende Ehe- oder Geschäftspartner mussten zwischen 13 und 16.45 Uhr vor dem Saal bleiben. Drinnen tagte die Geschlossene GFE-Gesellschaft, draußen machten sich Ausgeschlossene Luft: „In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich, wo nur Juristen das Sagen haben?“
Insolvenz-Fachanwalt Hans Raab aus Emskirchen (Kreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) berichtete denen drinnen: Von dem überwiesenen Geld sollen noch 12,3 Millionen Euro auf Konten der GFE-Energy AG lagern. Was jener unterfränkische Anwalt nun wohl zum Anlass nehmen will, auch für diese Schweizer Firma Insolvenz zu beantragen. „Wegen der Unmöglichkeit der Leistungserbringung“, wie Raab erläuterte.
Über Erfolgsaussichten war gestern indes noch nichts zu erfahren. Einen Beschluss fassten die Geschädigten dagegen, was mit Containern, Motoren „und allem, was rumsteht“ auf dem GFE-Gelände an der Daimlerstraße passieren soll: Raab wird es meistbietend verkaufen. Zurzeit liegt das Angebot der „professionellen Verwertungsgesellschaft Carus über 1,9 Millionen Euro“ plus Gewinnbeteiligung vor. Der Verwalter hofft aber, ein großer Energiekonzern werde 50 Prozent mehr bieten.
Drei bis vier Jahre werde das Insolvenzverfahren dauern, so Raab zu den Gläubigern. Zwar hat die Veranstaltung bei vielen BHKW-Käufern zu Frustration geführt, wie eine Umfrage vor Ort ergab. Doch einige glauben weiterhin, dass die GFE-Kraftwerke funktioniert hätten, wenn die Staatsanwaltschaft nicht am 30. November die Geschäftstätigkeit beendet hätte. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, so ein Betroffener.
Do. 12.04.12
Di. 23.08.11
Sa. 06.08.11
Fr. 05.08.11
Sa. 30.07.11