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Eigentlich halten die Säugetiere während der kalten Jahreszeit Winterruhe. Der plötzliche Temperatursturz und die dauerhafte Kälte haben allerdings viele Fledermäuse aufgeschreckt – sie suchen ein wärmeres Quartier. In den vergangenen Tagen haben zahlreiche Menschen entkräftete Fledermäusen gefunden, wie Ann-Kathrin Schlesselmann vom LBV in Hilpoltstein (Kreis Roth) berichtet: „Wir haben Anrufe aus ganz Bayern erhalten.“
Auf der Suche nach einer wärmeren Alternative verstecken sich die Tiere den Anrufern zufolge etwa in der Tiefgarage, am Kellereingang, auf der Fußmatte vor dem Hauseingang – und finden sogar den Weg ins Kinderzimmer. „Die Fledermäuse brauchen nur ein fünf Zentimeter großes Loch, um in ein Gebäude hineinzukommen“, sagt die Biologin. Besonders wohl fühlen sich die Tiere an einem Ort ohne Zugluft und mit einer Temperatur zwischen null und zehn Grad.
Die Suche nach einer warmen Bleibe ist nach Mitteilung des LBV ein großes Risiko für die Fledermäuse. Finden die Tiere nicht schnell genug ein neues Winterquartier, dann landen sie entkräftet am Boden und sind dort zahlreichen Gefahren ausgesetzt.
Wenn man eine Fledermaus entdeckt, sollte man sie mit einem Küchenhandtuch in einen locker verschlossenen Karton geben und in einem ungeheizten Raum deponieren. Ann-Kathrin Schlesselmann bittet darum, dann beim LBV unter Tel. 09174/477535 anzurufen: „Wir haben in ganz Bayern Kontakt zu Fledermausexperten, die wiederum die Gegend kennen und wissen, wo es geeignete Winterquartiere gibt.“
