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Lakritzgarten, Fischpass und Faltenwiese

Die 16. Landesgartenschau in Bamberg ist eröffnet - 26.04.2012 11:00 Uhr

ERBA-Insel Rundweg. Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken.

ERBA-Insel Rundweg. Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken. © propella-design.de


Unsere Grafik der sogenannten Erba-Insel, dem Hauptgelände, soll beim Besuch der Landesgartenschau die Orientierung erleichtern. Zudem verlost die Nürnberger Zeitung in einer ihrer nächsten Ausgaben zwei mal fünf Tagestickets für die Gartenschau.

Eingang und Eintrittspreise

1. Empfangsebene: Zur Empfangsebene der Landesgartenschau gelangen jene Besucher, die mit dem Zug zum Bamberger Bahnhof reisen, mit der Buslinie 900. Autofahrer sollten den Park&Ride-Parkplatz Breitenau ansteuern. Von dort startet ein Shuttlebus. Direkt am Gartenschaugelände sind keine Parkplätze vorhanden! Eine Dauerkarte für Erwachsene kostet regulär 95 Euro. Kinder zahlen 25 Euro. Die Tageskarte für einen Erwachsenen kostet 15 Euro, für Kinder (von sechs bis 17 Jahren) sind es drei Euro. Sowohl für die Tages- als auch für die Dauerkarten gibt es Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Auszubildene oder Empfänger von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld.

Typisch Bamberg

2. Stadt, Land und Leute: In einem Pavillon präsentieren sich sowohl die Stadt Bamberg als auch die umliegenden Landkreise. Neben Informationen zur Geschichte werden auch regionale Produkte und Ausflugsziele in der Umgebung vorgestellt, wie das Schloss und Park Seehof, das Bauernmuseum Bamberger Land oder das Flussparadies Franken im Maintal.

3. Lakritzgarten: Nein, die schwarzen Schnecken gibt es hier nicht zu sehen. Dafür aber den Rohstoff, aus dem der Bärendreck besteht: das Süßholz. Ab dem späten Mittelalter bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Süßholz die wichtigste Kulturpflanze der Bamberger Gärtner. Die Süßholzwurzel ist dabei eine der bekanntesten und ältesten Kräuterheilmittel der Welt. Im Rahmen des Projekts „Urbaner Gartenbau“ wird der Pflanze durch die Bamberger Süßholz-Genuss-Gesellschaft wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

Naturschutz und Klimawandel

4. Klimawanderweg: Was ist Klima? Was bedeutet eigentlich Klimawandel und wie wirkt sich das lokale Klima auf die Flora und Fauna aus? Mit diesen Themen setzt sich der Klimawanderweg auf der Landesgartenschau auseinander. Außerdem wird gezeigt, welche Pflanzen man in den Garten setzen kann, um das Waldklima, Seenklima oder das Steingartenklima optimal zu nutzen.

5. Fischpass: Der Fischpass schlängelt sich mitten durch das Gelände. Er ist künstlich angelegt und verfolgt ein ökologisches Ziel: Er soll die Regnitz für Fische und andere Wasserlebewesen durchgängiger machen. Der Bach überwindet auf einer Länge von 1200 Metern eine Höhe von über drei Metern.

6. Bayern Arche: Der Fischpass fließt nur wenige Meter am „Bayern Arche“-Pavillon des bayerischen Umweltministeriums vorbei. Hier erhält der Besucher einzigartige Einblicke in die Unterwasserwelt. Denn eine Fischkamera in der Regnitz sendet Live-Bilder.

7. Manche Mögens Heiß: Dieser Garten steht ganz im Zeichen des Klimawandels, denn er ist ein Mustergarten. An ihm wird gezeigt, wie dem Klimawandel durch die richtige Pflanzenwahl, sparsame Bewässerungssysteme oder vorbeugenden Pflanzenschutz im Hausgarten begegnet werden kann.

Sport und Entspannung

8. Sportplatz Freak City: Einst stand hier die Färberei der Erba-Baumwollfabrik. Jetzt ist hier ein Sportplatz entstanden. Der Ort ist in den Farben der ehemaligen Färberei und des Bamberger Basketballteams Brose-Baskets gehalten. Wer sich lieber entspannen will, kann auf der Tribüne den anderen beim Sporteln zuschauen. Die Basketbälle können vor Ort (gegen eine Kaution) kostenlos ausgeliehen werden.

9. Pyramidenwiesen: Heben Sie ab! Natürlich nicht wortwörtlich. Auf der Wiese mit drei Pyramiden haben die Besucher die Möglichkeit, sich einen Überblick über das Gelände zu verschaffen. Die Pyramiden sind zwischen drei und fünf Meter hoch – und unter ihnen steckt reichlich Geschichte. Denn die Hügel bestehen nicht nur aus der Erde, die für den Fischpass abgetragen wurde, sondern sie deckeln auch Altlasten des Geländes ab. Um zu verhindern, dass Regenwasser durchsickert und belastene Stoffe ins Erdreich gelangen, wurde über die Altlasten ein Planum und mehrere Schichten aus Steinen und Sand errichtet.

10. Faltenwiese: Der Name ist hier Programm: Die Wiese mit einer Größe von 2000 Quadratmetern kommt faltig daher. Hier kann nach Belieben gelümmelt werden. Stühle und Sonnenschirme stehen bereit. Außerdem hat der Besucher von hier aus einen Blick auf eine große Veranstaltungsbühne.

Blumen und Gärten:

11. Blumenhalle: Sie heißen „Paukenschlag im Farbengarten“ oder „Schätze aus Floras Reich“: 14 Ausstellungen wird es während der Landesgartenschau in der Blumenhalle geben. Die erste trägt auch gleich den passenden Namen: „Eine ist immer die Erste.“

12. Staudenvielfalt pur: Aster, Storchschnabel, Taglilie oder Sonnenblume – jede dieser Stauden bekommt ein eigenes Beet. Je nach Thematik – das Beet soll farbig sein oder die Struktur der Staude betonen – werden weitere Stauden mit den vier Hauptdarstellern kombiniert. Das fünfte Beet gehört dem Lavendel.

13. Patchworkgärten: Bislang hatten diese Berufsgruppen rein gar nichts mit Gärten am Hut – Metzger, Strumpfhersteller oder Apotheker. Das hat sich nun geändert. Auf der Landesgartenschau sind sie mit Gärten wie dem Vegetarischen-Fleischer-Garten, dem Apotheker-Garten oder dem Beinwell-Garten vertreten. Es gibt auch einen Zuckertüten-Garten – denn seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden in Bamberg Schultüten produziert. Jeder zweite Abc–Schütze in Deutschland erlebt mit einer Tüte aus Bamberg seinen ersten Schultag.

14. Gottesgarten der Religionen: Sie wollen ein Zeichen setzen für ein Miteinander und für gemeinsame Werte. Erstmals präsentieren sich auf einer Landesgartenschau die drei großen Weltreligionen: Christen, Juden, Muslime. Der Gottesgarten steht jede Woche unter einem besonderen Motto. Zentrum dieses Gartens ist ein Zelt, in dem etwa 60 Menschen Platz finden. Das Zelt ist wie eine Blütenknospe gestaltet: Jedes Blatt steht dabei für eine Religion.

Geschichte des Erba-Geländes

15. Erba – Verwobene Geschichte: Sie gab dem Gelände schließlich seinen Namen: die Erba Baumwollspinnerei. Die Produktion begann im August 1858. Im Jahr 1992 musste die Spinnerei dicht machen. In der Ausstellung „Erba – die wechselhafte Geschichte eines fränkischen Unternehmens“ stellen Prof. Heidrun Alzheimer und Prof. Andreas Dornheim von der Universität Bamberg die Geschichte der Fabrik vor. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Menschen, die einst in der Fabrik gearbeitet haben. Die Ausstellung ist in der Batteurhalle zu sehen, in der früher die Baumwollkapseln aufgeschlagen wurden.

16. Historischer Garten: Dieser Garten gehörte einst zur Verwaltungszentrale der Baumwollspinnerei – und war für die Arbeiterinnen der Erba frei zugänglich. Ein zentraler Brunnen, große Bäume, Blumenbeete: Die Gestaltung des Gartens ist an die einer gutbürgerlichen Gartenanlage des 19. Jahrhunderts angelehnt.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

www.bamberg2012.de

Bilderstrecke zum Thema

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Das war die Eröffnung der Landesgartenschau 2012 in Bamberg

Für die Landesgartenschau 2012 hat Bamberg die Erba-Insel in eine blühende Landschaft mit einem Meer aus Blumen, mit Gewächshäusern, Schaugärten und Spielplätzen verwandelt. Am 26. April wurde die große Eröffnung mit Ministerpräsident Horst Seehofer gefeiert.




 

  

Christiane Fritz

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