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Vor genau zwei Jahren musste laut Mitteilung der Uniklinik Kinderherzchirurg Prof. Robert Cesnjevar die Dreijährige in einer Notoperation an ein Kunstherz anschließen, nachdem ihr eigenes Herz nicht mehr ausreichend geschlagen hatte.
Seitdem lebt das Mädchen unter strenger ärztlicher Überwachung auf der Kinderkardiologischen Station des Uni-Klinikums. „Lara ist ununterbrochen am künstlichen Herzen angeschlossen, hat aber seitdem einen erfreulichen Wachstumsschub gemacht“, sagte Prof. Sven Dittrich, Leiter der Kinderkardiologie. „Ihr geht es erstaunlich gut.“
An Laras „Jubiläum“ möchten die Ärzte des Herzzentrums auf die Probleme durch mangelnde Spenderorgane aufmerksam machen (die NZ berichtete).
Die Eltern von Lara leben seit zwei Jahren mit ihrer Tochter im Krankenzimmer. Ein Team aus Fachkrankenschwestern, einer Logopädin, einer Vorschullehrerin und einer Erzieherin kümmert sich neben den Ärzten um das Wohlergehen des Mädchens.
Da Lara über einen Schlauch mit dem rund 100 Kilogramm schweren Kunstherz verbunden ist, wird ihr Aktionsradius auf zwei Meter begrenzt. Trotzdem kann sie auf dem Stationsflur Fahrradfahren, wenn das Kunstherz hinter ihr her geschoben wird. Baden oder Duschen darf Lara nicht, zu groß wäre die Gefahr, dass sich der Kunstherz-Anschluss auf der Brust des Mädchens entzündet.
Im Herzzentrums des Uni-Klinikums Erlangen wurde laut Mitteilung seit 2008 sieben Kindern ein Kunstherz eingesetzt. Bei drei Kindern habe sich das kranke Herz durch die Pumpunterstützung des Kunstherzens so erholt, dass das Kunstherz entfernt werden konnte; zwei Kinder erhielten ein Spenderherz, zwei warten auf ein passendes Spenderorgan. Weltweit am längsten habe bisher ein 17-jähriger Grieche mit einem Kunstherzen überlebt: nach 902 Tagen habe er ein Spenderorgan erhalten.
