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Hans B. (Name geändert), ein vorbestrafter Betrüger (60), hatte seit 2007 über seinen Online-Shop von Neumarkt aus bundesweit Navigationsgeräte verkauft. Und obwohl er seinen virtuellen Laden schon ab Mai 2010 hätte dichtmachen müssen, weil er keine Waren mehr liefern und keine Kundengelder mehr zurückzahlen konnte, führte der Kaufmann sein Geschäft noch zwei Monate weiter.
In dieser Zeit nahm er munter Bestellungen für „Navis“ entgegen und kassierte nach wie vor die Vorauszahlungen der Kundschaft. Innerhalb weniger Wochen vertickte Hans B. 224 nicht existierende Geräte zu Stückpreisen, die sich zwischen 100 und 500 Euro bewegten. Seiner Kundschaft entstand laut Anklage ein Schaden von gut 41.000 Euro. Ende Juni 2010 stellte sich B. dann selbst bei der Polizei. Zu dieser Zeit waren dort bereits Anzeigen von Geschädigten eingegangen.
Doch die von B. signalisierte Reue währte nicht lang. Kaum liefen die Ermittlungen gegen ihn, schloss er sich mit einem Partner zusammen, um mit dem Online-Betrug weiterzumachen. Auf dessen Namen wurde nun ein ähnliches Gewerbe angemeldet. Hans B. übernahm den kaufmännischen Teil, sein Mittäter war für den Versand zuständig — doch wieder gab es keine Waren. 31 Betrugsfälle mit einem Schaden von mehr als 7000 Euro kamen also noch dazu. Die beiden Betrüger waren geständig.
