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Rätselhafte Serie: Wieder Bäume in Fürth angesägt

Und noch immer keine heiße Spur - 23.05.2012 07:00 Uhr

FÜRTH  - Kein Verdächtiger, kaum Zeugenhinweise, keine heiße Spur: Seit Monaten werden in der Region Bäume angesägt. In Fürth sind nun im Ortsteil Poppenreuth wieder angesägte Bäume entdeckt worden. Der Schaden beträgt 10.000 Euro.

In Fürth mussten angesägte Bäume nun gefällt werden.
In Fürth mussten angesägte Bäume nun gefällt werden.
Foto: Mark Johnston
In Fürth mussten angesägte Bäume nun gefällt werden.
In Fürth mussten angesägte Bäume nun gefällt werden.
Foto: Mark Johnston

Diese Tat ist nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken erst vor kurzem begangen worden. Polizeisprecher Robert Sandmann zur NZ: „Das ist frisch her.“ Mitarbeiter des städtischen Grünflächenamtes stellten während Pflegearbeiten fest, dass zwischen Donnerstag und Montagvormittag ein halbes Dutzend Stämme von Jungbäumen entlang der Schneegasse in der Nähe des Friedhofs angesägt worden waren.

Seit Ende 2011 werden in der Region immer wieder angesägte Bäume entdeckt. Der erste Fall hat sich in Abenberg (Kreis Roth) ereignet, allerdings konzentrierte sich der Täter auf Stadt und Raum Fürth. Der Unbekannte hat vor allem in der Nähe von Rad- und Gehwegen sein Unwesen getrieben. Bislang ermittelte die Polizei wegen Sachbeschädigung. Im neuesten Fall aber wurden Bäume an der Schneegasse beschädigt. Zwei der Bäume drohten auf die Fahrbahn zu kippen. Sie mussten umgehend entfernt werden. Deshalb wird auch wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.


Die Polizei spricht mittlerweile von einer Serie, allein im Bereich Fürth sind seit Jahresanfang bereits über 100 Jungbäume im Wert von etwa 200.000 Euro beschädigt worden. Die Bäume werden durch dünne Schnitte auf einer Höhe von einem und eineinhalb Metern beschädigt – durch die Methode knicken die Bäume eben oft nicht sofort um. So kann es vorkommen, dass die Tat erst Wochen oder Monate später entdeckt wird.

Eine eigene Ermittlungsgruppe befasst sich nun damit. Was ist das Motiv? Handelt es sich um einen Einzeltäter oder um mehrere Personen? Gibt es mittlerweile Nachahmer? Diese Fragen kann Robert Sandmann nicht beantworten. Schwierig gestaltet sich die Suche nach dem Verursacher. „Wir können ja nicht bei allen Bäumen sein, das ist das Schlimme an der Sache“, meint der Sprecher. Und fügt an: „Es ist nicht befriedigend.“

Die Polizei geht nun viele Wege, um den oder die Täter zu fassen. So wurde eine Koordinierungsgruppe geschaffen, zudem wurden Handzettel an Passanten verteilt. Und als kürzlich im Fürther Regnitzgrund angesägte Eichen entdeckt worden sind, haben sich die Ermittler entschieden, die Presse nicht zu informieren – auch um zu sehen, wie der Täter reagiert.

Doch alle Bemühungen haben bislang wenig gebracht. Polizeisprecher Sandmann und seine Kollegen hoffen „auf ein bisschen Glück“ – und auf aufmerksame Zeugen. Ein Auto, das über längere Zeit parkt; ein Passant, der sich komisch verhält: Wenn man seltsame Beobachtungen macht, dann möge man sich bei der Polizei melden. Robert Sandmann: „Da braucht man keine Hemmungen haben und sollte unsere Telefonnummer wählen.“

Hinweise an die Polizeiinspektion Fürth unter 0911/759050.

  

Sabine Ebinger

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Kurzbeschreibung:
Rund 160 Bäume wurden in den zwischen Herbst 2011 und März 2012 in Mittelfranken und der Oberpfalz angesägt und zerstört. Der Sachschaden geht mittlerweile in den sechsstelligen Bereich Es ist durchaus möglich, dass hinter allen Taten ein einziger Täter steckt.
Alle Informationen zu der Anschlagserie auf Bäume in der Region finden Sie in auf dieser Themenseite.

Hier schlug der Baumfrevler zu:



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