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Damit will sich die Region des südlichen Mittelfranken in der Landeshauptstadt und im Landtag stärker bemerkbar machen.
Die Idee dazu hatten die beiden mittelfränkischen Landtagsabgeordneten Helga Schmitt-Bussinger (SPD) und Manfred Weiß (CSU). Spargel aus dem Landkreis Roth und Blattgold aus Schwabach seien „Aushängeschilder für ganz Bayern“ bei der Eröffnung der Spezialitätentage. Bis Donnerstag werden in der Landtagsgaststätte Gerichte mit Rother Spargel angeboten, die nach Rezepten von Schülerinnen der Hauswirtschaftsschule Roth zubereitet sind.
„Rother Spargel ist das Gegenteil von Massenproduktion und ,Geiz
ist geil‘“, so Schmitt-Bussinger: „Er bedeutet Qualität und viel Handarbeit, die nicht zum Dumpingpreis zu haben ist.“
Dasselbe gilt für das Schwabacher Blattgold, den anderen Teil der Südmittelfranken-Präsentation im Münchner Maximilianeum. Nicht viele in München wissen, dass in der mittelfränkischen Stadt ein großer Teil des weltweit verwendeten Blattgolds hergestellt wird. Blattgold aus Schwabach findet sich zum Beispiel an der Maria-Magdalena-Kirche auf dem Ölberg in Jerusalem, am Invalidendom in Paris oder auf der „Gold-Else“ der Berliner Siegessäule.
Bei der Eröffnung der parlamentarischen Spezialitätentage im Zeichen Mittelfrankens brach Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) für die Hauswirtschaftsschulen des Freistaats eine Lanze. „Hauswirtschaft ist Wirtschaft im besten Sinne“, meinte Stamm. Unverständlich sei ihr, „wie man auf die Idee kommt, den Namen zu ändern“. Angesichts der Leistungen der Hauswirtschaftsschulen müsse man sich „nicht schämen“. Kürzlich war bekannt geworden, dass der Name dieser Einrichtungen in „Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungs-Management“ geändert werden soll, weil die bisherige Bezeichnung „verstaubt“ klinge.
Die 20 Schüler der Hauswirtschaftsschule Roth haben den kulinarischen Teil der Präsentation in München geplant und umgesetzt. Die Einrichtung wende sich an Menschen, die bereits eine Berufsausbildung haben und zusätzlich soziale und hauswirtschaftliche Kompetenz erwerben wollten, erläuterte Schulleiterin Iris Schmidt.
Landwirtschaftsminister Manfred Brunner (CSU) hob die gesundheitsfördernde Wirkung von Spargel hervor, weshalb er früher auch als Arzneimittel galt. Der angeblich 1670 nach Franken eingeführte Spargel habe außerdem den Vorteil, im Unterschied zu anderen schmackhaften Gerichten nicht zu Gewichtszunahme zu führen. „Sie können der Figur durch Spargel keinen Schaden zufügen“, so Brunner.

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