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Sie ziehen vom ländlichen Raum in die Städte, auf der Suche nach Arbeit und Unterhaltung. Wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetzt, wird die Bevölkerung bis zum Jahr 2021 um durchschnittlich drei Prozent gesunken sein, rechnet das Bayerische Landesamt für Statistik vor. In manchen Gemeinden sind es sogar mehr als zwölf Prozent.
„2004 kam die Trendwende. Seitdem verliert die Fränkische Schweiz ihre Einwohner“, sagt Werner Bätzing, Professor für Kulturgeographie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Bätzing hat den Bevölkerungsrückgang der Region in zahlreichen Studien untersucht. „Zuerst gehen die Arbeitsplätze verloren“, sagt er. In der Folge pendeln immer mehr Menschen in die umliegenden Großstädte. Wer die tägliche Fahrerei umgehen will, zieht seiner Arbeit irgendwann hinterher. Dadurch entsteht ein Teufelskreis: Wenn die Bevölkerung schrumpft, müssen erneut Läden schließen, Schulen werden zusammengelegt und die Attraktivität einer Ortschaft sinkt – die Abwanderung beginnt von Neuem. „Diese Erkenntnisse sollen keine Panik verbreiten“, warnt Bätzing. „Aber die Situation muss wahrgenommen werden, damit sich etwas ändert.“
Die NZ hat mit Menschen gesprochen, die die Folgen des Bevölkerungsrückgangs schon heute spüren und Auswege suchen. Sie wollen alles dafür tun, damit die Fränkische Schweiz als attraktive Ausflugs- aber auch als Wohnregion erhalten bleibt.
Fr. 18.05.12
Mo. 16.04.12
Sa. 10.03.12
Mi. 11.01.12