Diese seien nach Augenzeugenberichten eindeutig der Szene zuzuordnen. Wie berichtet, haben Unbekannte in der Nacht auf Freitag den Opel Vectra des langjährigen Sprechers des Gräfenberger Bürgerforums und Vorsitzenden der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion zerstört. Bereits wenige Stunden vor der vermutlich politisch motivierten Attacke seien dunkel gekleidete Personen in Gräfenberg gesichtet worden.
Diese sollen sich laut NZ-Informationen am fraglichen Abend, verteilt auf mehrere Gruppen, in der nahe dem Tatort gelegenen oberfränkischen Kleinstadt aufgehalten haben. Verschiedene Augenzeugen hätten die Personen schon vor dem Anschlag als Neonazis identifiziert. Die Polizei kann die Angaben indes nicht bestätigen: „Davon ist uns bisher nichts bekannt“, sagte Kai Hoffmann, Pressesprecher des Präsidiums Oberfranken, auf NZ-Anfrage. Allerdings werde man jedem Hinweis nachgehen.
Der Anschlag auf das Auto des Hochschullehrers sorgt derweil immer mehr für Empörung und Abscheu. „Ich habe in den vergangenen zwei Tagen sehr viel Unterstützung erhalten“, berichtete der 53-Jährige der NZ. Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen – wie Politik oder Kultur – hätten Hilfe, auch finanzieller Art, angeboten.
Denn die am Auto entstandenen Kosten von rund 4000 Euro übernimmt die Teilkasko-Versicherung als Akt von Vandalismus nicht. Da sich Sachbeschädigungen durch vermeintliche Neonazis offenbar häufen, bringt Helmbrecht die Etablierung eines Fonds ins Spiel: „Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die rechtsradikaler Gewalt zum Opfer fallen.“
Diesen müsse man im Notfall schnell unter die Arme greifen können. Die Allianz gegen Rechtsextremismus, so ihr Vorsitzender, könne zur Einrichtung eines solchen Geldtopfes maßgeblich beitragen.
