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Wie sich die Region auf der Consumenta präsentiert

Im Kreis Fürth wacht der Ritter - 02.11.2012 07:12 Uhr

NÜRNBERG  - Das Ziel ist klar: Es geht in Halle 9A und 9B. Also dort, wo sich die Metropolregion Nürnberg auf der Verbrauchermesse Consumenta präsentiert. Spezialitäten, Produkte und Dienstleistungen sollen hier gezeigt werden – und die NZ hat sich das einmal näher angeschaut.

Im Maßstab 1:15000 präsentiert sich der Kreis Fürth auf der Consumenta. Die Kinder erfreuen sich an den Playmobil-Figuren, die Erwachsenen erhalten einen Überblick über den Landkreis.
Im Maßstab 1:15000 präsentiert sich der Kreis Fürth auf der Consumenta. Die Kinder erfreuen sich an den Playmobil-Figuren, die Erwachsenen erhalten einen Überblick über den Landkreis.
Foto: Christiane Fritz
Im Maßstab 1:15000 präsentiert sich der Kreis Fürth auf der Consumenta. Die Kinder erfreuen sich an den Playmobil-Figuren, die Erwachsenen erhalten einen Überblick über den Landkreis.
Im Maßstab 1:15000 präsentiert sich der Kreis Fürth auf der Consumenta. Die Kinder erfreuen sich an den Playmobil-Figuren, die Erwachsenen erhalten einen Überblick über den Landkreis.
Foto: Christiane Fritz

Wer sich einen Überblick über den Kreis Fürth verschaffen möchte, würde wohl einen Hubschrauber empfehlen. Mit diesem ließe sich das Land einfach überfliegen. Am Stand des Kreises Fürth wird aber deutlich: Es geht auch einfacher. Die Region wird hier als Playmobil-Welt präsentiert, im Maßstab 1:15000.

An der Stelle von Cadolzburg steht etwa ein großer Holzturm, wo Ritter mit Schwert und Schild gegen unsichtbare Feinde zu Felde ziehen. Vielleicht hat sie auch nur das Flugzeug erschreckt, das bei Seckendorf auf seinen Start wartet. Oder die Klingen drohen den Badenden, die sich im Naturbad Großhabersdorf in der Sonne aalen – natürlich nur leicht bekleidet.


Quittenbrand, Kürbiskernöl oder Eierlikör: Die regionalen Aussteller setzen auf heimische Produkte.
Quittenbrand, Kürbiskernöl oder Eierlikör: Die regionalen Aussteller setzen auf heimische Produkte.
Foto: Christiane Fritz
Quittenbrand, Kürbiskernöl oder Eierlikör: Die regionalen Aussteller setzen auf heimische Produkte.
Quittenbrand, Kürbiskernöl oder Eierlikör: Die regionalen Aussteller setzen auf heimische Produkte.
Foto: Christiane Fritz

Das Modell, erklärt Regionalmanager Max Frankenberger, solle den Kreis greifbarer machen. Es entpuppt sich als Besuchermagnet: Die Kleinsten stürmen in Richtung der Spielfiguren; Mama und Papa folgen. An der Wand des Standes zeigt ein Fernseher Szenen aus der Region. Wer heute nicht nur gucken, sondern Informationen haben will, kann sich mit einem Vertreter des Landratsamts unterhalten. Weil Seniorentag ist, berät er über Betreuungsrecht und Patientenverfügung. Jeden Tag wird ein anderes Thema präsentiert, erklärt Frankenberger: Am Freitag geht es um Gesundheit; am Samstag steht Energiesparen beim Wohnen auf dem Plan.

Der Kreis Roth präsentiert sich in Rot


Der Stand des Kreises Roth fällt vor allem optisch auf: Er erstrahlt ganz in Rot. „Der Name ist hier Programm“, sagt Thomas Gruber, Leiter der Tourismusabteilung des Landratsamtes. Seit Mitte der 90er Jahre ist der Kreis auf der Consumenta vertreten. Am Stand von Gruber geht es vor allem um Freizeit und Erholung. „Für uns ist die Naherholung sehr wichtig.“ Wandern, Radfahren, Minigolf. Zur Consumenta würden die Besucher immer nach neuen Angeboten fragen. Dafür hat der Kreis den Winter-Veranstaltungskalender gedruckt – ein Anreiz, um auch zwischen November und Februar trotz kalter Temperaturen das Haus zu verlassen.


Quittenbrand, Kürbiskernöl oder Eierlikör: Die regionalen Aussteller setzen auf heimische Produkte.
Quittenbrand, Kürbiskernöl oder Eierlikör: Die regionalen Aussteller setzen auf heimische Produkte.
Foto: Christiane Fritz
Quittenbrand, Kürbiskernöl oder Eierlikör: Die regionalen Aussteller setzen auf heimische Produkte.
Quittenbrand, Kürbiskernöl oder Eierlikör: Die regionalen Aussteller setzen auf heimische Produkte.
Foto: Christiane Fritz

Ein paar Stände weiter präsentiert sich der Kreis kulinarisch im Consumenta-Bereich Original Regional. Dort verkauft ein Bauer Eis, für das er ausschließlich die Milch seiner 14 Kühe verwendet. Es gibt Lebkucheneis, Apfel-Quitten-Sorbet und Schokoladeneis. „Und es läuft sehr gut.“ Nebenan preist Martin Schnell sein Kürbiskernöl an und Kürbiskerne mit verschiedensten Geschmacksrichtungen: Vanille-Zimt, mit Sesam oder Zartbitter-Schokolade. 70 Hektar voller Kürbisse hat Schnell. Und dann wird es alkoholisch. Es folgt ein Stand gefüllt mit Spalter Bier. Und wer es härter mag, ist einige Meter weiter richtig bei den Schnäpsen und Likören. Den Quittenbrand gibt es mit 41 Prozent Alkohol.

Beim Kreis Erlangen-Höchstadt geht es in die Vergangenheit. Die Flaschen voller bunter Flüssigkeiten könnte man auf den ersten Blick für Fruchtsäfte halten, die seit einiger Zeit als Smoothies in den Regalen stehen. Auf dem Etikett steht allerdings, dass es sich hier um Shrub handelt. Shrub? Das werde Schrabb ausgesprochen, erklärt die Verkäuferin. Ein Zettel neben den Produkten bringt etwas Licht ins Dunkle: Shrub heißt nämlich so viel wie Getränk oder auch Sirup. Im 19. Jahrhundert war es in England und Amerika sehr beliebt und wurde von den Hausfrauen für die Familie hergestellt. Drei Zutaten sind für einen Shrub nötig: Früchte, Essig und Zucker.

Am Stand von Norbert Landshuter aus dem Kreis Ansbach dreht sich fast alles ums Ei. „Ich bin ein typischer Eiermann“, sagt der Direktvermarkter. Landshuter hat einen Geflügelhof. Die Eier liefert er frei Haus. Und wer will, kann auch den Eierlikör Mausendorfer Eishoppel oder Landshuter Schneeballen dazu bestellen.

Auch am Stand der Triesdorfer Lehranstalten kann der Besucher regionale Produkte kaufen, etwa frisch gepressten Apfelsaft. Triesdorf präsentiert sich vor allem als Bildungszentrum und wirbt mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Landwirtschaft, Umweltsicherung oder Wassertechnologie können dort studiert werden. In einem großen Bereich der Halle haben die Triesdorfer Anstalten extra Bäume gepflanzt und Rasen ausgelegt. Aber bitte nicht betreten! Den Hinweis ignoriert nur ein Arbeiter hartnäckig, der im grünen Overall, mit Schutzbrille und Kopfhörern inmitten einer Baumgruppe steht und eine Gartenschere zückt. Ein echter Hingucker und ein stiller Hinweis, dass Triesdorf auch Baumwartkurse anbietet. 

Christiane Fritz


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Consumenta Logo
Turnus:
jährlich
Termin:
26.10. - 03.11.2013

Zeiten:
9.30 Uhr bis 18.00 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)
Kurzbeschreibung:
Die Consumenta im Messezentrum Nürnberg ist mit 150.000 Besuchern die größte Verbrauchermesse in Bayern. Organisator ist die AFAG Messen und Ausstellungen GmbH. Jährlich zeigen rund 1000 Aussteller ihre Produkte. In Kombination mit der Consumenta werden mehrere Verbrauchermessen ausgerichtet wie z.B. die "Games for Families", LebensLust, GesundheitsPark, Faszination Pferd, die Immobilienmesse EigenHeim und die Erfindermesse iENA.
Veranstalter:
AFAG Messen und Ausstellungen GmbH
Besucher:
ca. 150.000
Teilnehmer:
ca. 1000
Eintritt:
Erwachsene: 11 Euro
Ermäßigt: 9,50 Euro
Kinder 6-14 Jahre: 6,50 Euro
Nachmittagsticket (ab 15 Uhr): 6,50 Euro
Familienkarte (2 Erwachsene und 3 Kinder): 24 Euro

Ermäßigter Eintritt von € 8,50
gegen Vorlage der ZAC-Karte von NN/NZ (pro Ausweis bis zu 2 Karten)