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1:1 bescherte den letzten fehlenden Punkt

Fürth startete Zweitliga-Abschiedstournee mit Remis beim FSV Frankfurt - 20.04.2012 21:05 Uhr

FRANKFURT  - Am Ende konnten sie die eigens gefertigten Aufstiegs-Shirts überstreifen, doch bis der letzte zum definitiven Aufstieg fehlende Punkt mit einem verdienten 1:1 (0:1) beim FSV Frankfurt eingefahren war, mussten die Spieler der SpVgg Greuther Fürth ein hartes Stück Arbeit erledigen.

Die Fürther hatten trotz des Unentschiedens allen Grund mit ihren Fans zu feiern.
Die Fürther hatten trotz des Unentschiedens allen Grund mit ihren Fans zu feiern.
Foto: Sportfoto Zink
Die Fürther hatten trotz des Unentschiedens allen Grund mit ihren Fans zu feiern.
Die Fürther hatten trotz des Unentschiedens allen Grund mit ihren Fans zu feiern.
Foto: Sportfoto Zink

Trainer Mike Büskens kam sich im Stich gelassen vor. Engagement seiner Mannschaft hatte er versprochen, um die Aufstiegssaison auch als Zweitliga-Meister abzuschließen. Doch seine Spieler schienen ihm vor dem Anpfiff nicht zugehört zu haben: In der ersten Halbzeit waren sie in der Volksbank-Arena zwar körperlich anwesend, geistig schienen die meisten aber beim benachbarten Riesenrad und Doppellooping zu weilen.

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Das Spielergebnis war zweitrangig, das Endergebnis erstklassig: Die SpVgg Greuther Fürth hat mit dem 1:1 in Frankfurt die letzten Zweifel am Aufstieg in die Bundesliga beseitigt. Die Spieler in der Einzelkritik.

Bewegungsarm und statisch, einfallslos in der gegnerischen Hälfte, insgesamt einfach leblos – so präsentierten sich die Fürther lange. Als ob ihnen die Feiern noch in den Knochen steckten. Und wenn es mal nach vorne ging, brachten sich die „Kleeblättler“ durch schlampige Abspiele um mögliche Chancen. Die 2500 mitgereisten Fans, die vor Spielbeginn noch munter „Nie mehr zweite Liga“ gesungen hatten, verstummten jedenfalls rasch.

Fürther Überlegenheit war nur optischer Natur

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Mit einem 1:1-Unentschieden beim FSV Frankfurt hat die SpVgg Greuther Fürth am Freitagabend den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga auch rechnerisch endgültig perfekt gemacht. Mit dabei waren 2500 euphorisierte Kleeblatt-Fans, die nach Ronhof und Gustavstraße nun auch den Bornheimer Hang in eine Partymeile verwandelten.

Die vom früheren Fürther Coach Benno Möhlmann glänzend eingestellten Frankfurter gestatteten den Gästen zwar eine optische Überlegenheit, standen aber hinten sicher und lauerten auf schnelle Konter. Mit denen erarbeiteten sie sich vor der Pause zwei gute Einschussgelegenheiten (Fürth: null), von denen der in Fürth großgewordene Björn Schlicke eine zum 1:0 (17.) nutzte: Als Ilian Micanski nach einer Kopfballvorlage ebenfalls per Kopf freistehend zum Zug kam, konnte Max Grün noch abwehren, doch gegen Schlickes Nachschuss war er chancenlos. Tief durchatmen hieß es 22 Minuten später erneut für das „Kleeblatt“, als FSV-Spielmacher Zafer Yelen elf Meter vor dem Tor völlig frei zum Schuss kam, aber verzog.

Auch bei Büskens’ Pausenanpfiff schienen seine Spieler auf Durchzug geschaltet zu haben. Eine Viertelstunde lang machten sie weiter wie gehabt. Doch nach einer Stunde legten die Fürther urplötzlich den Hebel um. Auf einmal gingen sie bissiger in die Zweikämpfe, kombinierten besser auf dem Holperrasen und entwickelten Druck in Richtung FSV-Tor.

Mergim Mavraj sorgte in der 50. Minute per Kopf nach einer Ecke für die erste Torchance, acht Zeigerumdrehungen später rannten sich erst der für Felix Klaus eingewechselte Tayfun Pektürk, dann Olivier Occean gegen mehrere Frankfurter fest, statt den jeweils freistehenden Sercan Sararer zu bedienen. Und zwischendurch hatte Grün gegen Bicanski gerettet, als der Mavraj überlaufen hatte (55.).


Dieser Elfmeterschuss von Bernd Nehrig, der sich dabei erneut verletzte, sicherte dem „Kleeblatt“ das 1:1 in Frankfurt und den letzten theoretisch noch nötigen Punkt zum Aufstieg.
Dieser Elfmeterschuss von Bernd Nehrig, der sich dabei erneut verletzte, sicherte dem „Kleeblatt“ das 1:1 in Frankfurt und den letzten theoretisch noch nötigen Punkt zum Aufstieg.
Foto: Sportfoto Zink
Dieser Elfmeterschuss von Bernd Nehrig, der sich dabei erneut verletzte, sicherte dem „Kleeblatt“ das 1:1 in Frankfurt und den letzten theoretisch noch nötigen Punkt zum Aufstieg.
Dieser Elfmeterschuss von Bernd Nehrig, der sich dabei erneut verletzte, sicherte dem „Kleeblatt“ das 1:1 in Frankfurt und den letzten theoretisch noch nötigen Punkt zum Aufstieg.
Foto: Sportfoto Zink

Für Aufregung sorgten dann drei Szenen im Frankfurter Strafraum: Erst wurde Gerald Asamoah geklammert, ohne dass Schiedsrichter Thorsten Schriever einschritt (69.). Dann köpfte der verbesserte Christopher Nöthe an die Latte (73.), und als Dennis Cagara Edgar Prib zu Fall brachte (und sich dabei verletzte), konnte der Referee nicht anders, als auf den Punkt zu zeigen. Der Foulende musste anschließend ebenso ausgewechselt werden wie Elfmeterschütze Bernd Nehrig, der sich bei der sicheren Ausführung des Strafstoßes verletzte (75.). Nichtsdestotrotz waren plötzlich die „Nie-mehr-zweite-Liga“-Gesänge von den Rängen zu vernehmen.

Ob der nun winkende Punkt, der auch die letzten rechnerischen Zweifelchen am Aufstieg beseitigen würde, den Gästespielern reichte? Sie schalteten jedenfalls einen Gang zurück, so dass die Frankfurter noch zu Chancen kamen, bei denen Fürths Kapitän Thomas Kleine zweimal „alt“ aussah, Grün allerdings auf dem Posten war.

„In den ersten 45 Minuten haben wir schlecht gespielt. Wir hatten zu viele Ballverluste. Da haben einige am vergangenen Montag bei der Feier mehr Engagement gezeigt“, sagte Trainer Mike Büskens, ehe er das Aufstiegsshirt überstreifte.

Frankfurt: Klandt – Huber, Schlicke, M. Konrad, Cagara (77. Teixiera) – Cinaz, Heitmeier – Görlitz, Gaus – Yelen – Micanski (81. Yun) / Fürth: Grün – Nehrig (77. Karaslavov), Kleine, Mavraj, Schmidtgal – Fürstner, Prib – Klaus (46. Pektürk), Sararer – Occean (63. Asamoah), Nöthe / SR: Schriever (Dorum) / Tore: 1:0 Schlicke (17.), 1:1 Nehrig (75. Foulelfmeter) / Zuschauer: 7120 / Gelbe Karten: – Nehrig (11), Nöthe (2). 

Florian Pöhlmann / Philipp Roser


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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13
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