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3:2 nach 0:2 - spätes Glück für die Ice Tigers

Nach Rückstand gegen den EHC München noch Sieg im Penaltyschießen errungen - 11.01.2013 23:03 Uhr

NÜRNBERG  - Der Blick richtete sich zuletzt wieder mehr und mehr Richtung Top-Sechs-Plätze. Der Sieg im "Winter Game" stärkte die Mannschaft im Glauben, noch Plätze in der Tabelle gutmachen zu können. Die darauffolgende Niederlage gegen Mannheim nahm niemand allzu tragisch. Spätestens am Freitagabend gegen den EHC München sollte schließlich der nächste Dreier auf der Habenseite der Thomas Sabo Ice Tigers verbucht werden.

Yasin Ehliz, der sich jüngst bis 2016 an die Ice Tigers gebunden hat, und Dusan Frosch wurden am Ende für ihren Kampfgeist belohnt.
Yasin Ehliz, der sich jüngst bis 2016 an die Ice Tigers gebunden hat, und Dusan Frosch wurden am Ende für ihren Kampfgeist belohnt.
Foto: Sportfoto Zink / MaWi
Yasin Ehliz, der sich jüngst bis 2016 an die Ice Tigers gebunden hat, und Dusan Frosch wurden am Ende für ihren Kampfgeist belohnt.
Yasin Ehliz, der sich jüngst bis 2016 an die Ice Tigers gebunden hat, und Dusan Frosch wurden am Ende für ihren Kampfgeist belohnt.
Foto: Sportfoto Zink / MaWi

Doch daraus wurde nichts, der Angstgegner aus der Landeshauptstadt machte den Nürnbergern einmal mehr einen Strich durch die Rechnung.

Und doch durften die Ice Tigers am Ende noch jubeln, denn nach zwei späten Toren zum 1:2 und 2:2 und einer torlosen Verlängerung war es allein Jason Jaspers, der bei insgesamt zwölf Versuchen im Penaltyschießen traf und damit seiner Mannschaft noch den zweiten Punkt rettete. Zwei Punkte, die bis zur 55.Minute schon außer Reichweite schienen, denn München führte gegen ein ziemlich neben sich stehendes Nürnberger Team mit 2:0 und sah bereits wie der sichere Sieger aus.

Schon in den beiden vorherigen Duellen in dieser Saison hatte München die Oberhand behalten (3:1 und 3:0). Und auch am Freitagabend erwiesen sich die Gäste als denkbar unbequemer Gegner, der mit wenigen Mitteln die Gastgeber relativ problemlos in Schach hielt. Selbst mehrere Überzahlsituationen halfen Reimer und Co. nicht in die Spur. Auf der anderen Seite nutzten die Oberbayern dagegen die ersten beiden Hinausstellungen der Nürnberger fast mit Ansage aus, wobei Tyler Weiman beim 0:1 eine sehr unglückliche Figur abgab.


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Irrer Abend in der Nürnberger Arena: Mit 3:2 nach Penaltyschießen gewinnen die Nürnberg Ice Tigers gegen die Red Bulls München. Bis tief ins dritte Drittel scheinen die Oberbayern der sichere Sieger zu sein, als die Nürnberger doch noch aufwachten.

Ab dem zweiten Drittel stand dann Andreas Jenike für den wohl angeschlagenen Stammkeeper zwischen den Pfosten, und nach dem letzten gehaltenen Penalty wurde Jenike zu Recht gefeiert. Sechsmal blieb er im Eins-gegen-eins-Duell Sieger – beim vorherigen 0:2 war er machtlos. Dieser Treffer, kurz vor Ende des zweiten Drittels, wirkte wie ein Genickschlag, denn zuvor hatten die Nürnberger selbst eine 5:3-Überzahl nicht nutzen können.

Es sprach nicht mehr viel für die Gustafsson-Schützlinge, die erst mit dem 1:2-Anschlusstreffer durch Patrick Reimer zu neuem Leben erweckt wurden. Und nur 130 Sekunden später traf Yasin Ehliz, mehr ungewollt mit Hilfe eines Münchner Abwehrbeines, sogar zum Ausgleich. Sollten die Ice Tigers doch noch einen Dreier bejubeln können? Nein, das wäre des Guten dann doch zu viel gewesen. Als Rob Leask zwei Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit auf die Strafbank musste, war man doch allgemein froh, wenigstens die Verlängerung erreicht zu haben.

Deren Höhepunkt war schon nach vier (!) Sekunden eine Spieldauerdisziplinarstrafe für Yan Stastny wegen Unsportlichkeit.

Tore fielen nicht mehr, auch im Penaltyschießen geizten die Schützen mit erfolgreichen Abschlüssen. Bis Jaspers anlief und mit viel Dusel die Scheibe über die Linie brachte. Die folgende Rettungstat von Jenike machte dann den erst vierten Sieg im elften DEL-Vergleich mit München perfekt.

Nürnberg: Weiman (20:00 Jenike) – Butenschön, Festerling; Pollock, Borer; Leask, Nowak; Schüle – Reinprecht, Jaspers, Bayda; P.Reimer, Stastny, James; Ehliz, Chouinard, Frosch; Rupprich, Weiß, Aab

München: J.Reimer – Sloan, Cespiva; Kavanagh, Petermann; Weber, Ejdepalm – Aubin, Ulmer, Buchwieser; Adams, Kompon, Maurer; Kathan, Morris, Dibelka; Ritter, Wichert, Pauli

SR: Hascher/Haupt (Miesbach/Kempten)

Zuschauer: 4572

Strafminuten: Nürnberg 10 (Stastny 4, Pollock, P.Reimer, Leask je 2) plus Spieldauerdisziplinar (Stastny/60:04) – München 16

Tore: 0:1 (11:14) Dibelka (5-4), 0:2 (38:48) Aubin (5-4), 1:2 (54:16) P.Reimer (Reinprecht/James), 2:2 (56:26) Ehliz (Chouinard/Frosch)

Penaltyschießen: Aubin gehalten, Chouinard gehalten, Dibelka gehalten, P.Reiemr gehalten, Buchwieser gehalten, Ehliz gehalten; Reinprecht vorbei, Dibelka gehalten, Pollock vorbei, Kathan gehalten, Jaspers 1:0, Buchwieser gehalten.

Hecht wechselt wieder in die NHL

Jochen Hecht wird den deutschen Vizemeister Adler Mannheim nun doch verlassen und seine Karriere in der NHL fortsetzen. Der 35-jährige Stürmer hat nach dem Ende des Lockouts in der nordamerikanischen Profiliga bei den Buffalo Sabres einen neuen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben. Die Sabres sind seit 2002 die sportliche Heimat des viermaligen Olympiateilnehmers, der in der NHL insgesamt 845 Spiele bestritten hat. Hätte Hecht keinen neuen NHL-Vertrag bekommen, wäre er bei seinem Heimatklub geblieben. 

Von Horst Dittmann


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Kurzbeschreibung:
Die Nürnberg Ice Tigers sind ein Verein in der Deutschen Eishockey Liga DEL; seit Mai 2009 firmiert die Mannschaft unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers. Hervorgegangen ist das Profiteam aus dem EHC 80 Nürnberg, der seit 2009 auch wieder als Stammverein fungiert. Heimspielstätte ist seit 2001 die Arena Nürnberger Versicherung.
Die größten Erfolge waren bislang die erreichten Meisterschafts-Finalserien in den Jahren 1999 und 2007, in denen die Nürnberger jeweils an den Adler Mannheim scheiterten.
Nach der enttäuschend verlaufenen Saison 2011/2012, die die Tigers nur auf dem vorletzten Platz abschlossen, wollte die Mannschaft unter Trainer Jeff Tomlinson in dieser Saison wieder vorne angreifen, was bis in den Winter hinein jedoch misslang. Bengt-Ake Gustafsson sollte Nürnbergs Kufencracks als neuer Coach nun zurück in die Erfolgsspur bringen. Leider misslang dieses Vorhaben, die Ice Tigers scheiterten bereits in den Pre-Playoffs und Thomas Sabo hatte genug gesehen: Sportdirektor Lorenz Funk und Gustafsson mussten ihren Hut nehmen, am Kurt-Leucht-Weg standen die Zeichen auf Neuanfang.


Der Ice-Tigers-Kader in der Saison 2012/13

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