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Doch daraus wurde nichts, der Angstgegner aus der Landeshauptstadt machte den Nürnbergern einmal mehr einen Strich durch die Rechnung.
Und doch durften die Ice Tigers am Ende noch jubeln, denn nach zwei späten Toren zum 1:2 und 2:2 und einer torlosen Verlängerung war es allein Jason Jaspers, der bei insgesamt zwölf Versuchen im Penaltyschießen traf und damit seiner Mannschaft noch den zweiten Punkt rettete. Zwei Punkte, die bis zur 55.Minute schon außer Reichweite schienen, denn München führte gegen ein ziemlich neben sich stehendes Nürnberger Team mit 2:0 und sah bereits wie der sichere Sieger aus.
Schon in den beiden vorherigen Duellen in dieser Saison hatte München die Oberhand behalten (3:1 und 3:0). Und auch am Freitagabend erwiesen sich die Gäste als denkbar unbequemer Gegner, der mit wenigen Mitteln die Gastgeber relativ problemlos in Schach hielt. Selbst mehrere Überzahlsituationen halfen Reimer und Co. nicht in die Spur. Auf der anderen Seite nutzten die Oberbayern dagegen die ersten beiden Hinausstellungen der Nürnberger fast mit Ansage aus, wobei Tyler Weiman beim 0:1 eine sehr unglückliche Figur abgab.
Ab dem zweiten Drittel stand dann Andreas Jenike für den wohl angeschlagenen Stammkeeper zwischen den Pfosten, und nach dem letzten gehaltenen Penalty wurde Jenike zu Recht gefeiert. Sechsmal blieb er im Eins-gegen-eins-Duell Sieger – beim vorherigen 0:2 war er machtlos. Dieser Treffer, kurz vor Ende des zweiten Drittels, wirkte wie ein Genickschlag, denn zuvor hatten die Nürnberger selbst eine 5:3-Überzahl nicht nutzen können.
Es sprach nicht mehr viel für die Gustafsson-Schützlinge, die erst mit dem 1:2-Anschlusstreffer durch Patrick Reimer zu neuem Leben erweckt wurden. Und nur 130 Sekunden später traf Yasin Ehliz, mehr ungewollt mit Hilfe eines Münchner Abwehrbeines, sogar zum Ausgleich. Sollten die Ice Tigers doch noch einen Dreier bejubeln können? Nein, das wäre des Guten dann doch zu viel gewesen. Als Rob Leask zwei Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit auf die Strafbank musste, war man doch allgemein froh, wenigstens die Verlängerung erreicht zu haben.
Deren Höhepunkt war schon nach vier (!) Sekunden eine Spieldauerdisziplinarstrafe für Yan Stastny wegen Unsportlichkeit.
Tore fielen nicht mehr, auch im Penaltyschießen geizten die Schützen mit erfolgreichen Abschlüssen. Bis Jaspers anlief und mit viel Dusel die Scheibe über die Linie brachte. Die folgende Rettungstat von Jenike machte dann den erst vierten Sieg im elften DEL-Vergleich mit München perfekt.
Nürnberg: Weiman (20:00 Jenike) – Butenschön, Festerling; Pollock, Borer; Leask, Nowak; Schüle – Reinprecht, Jaspers, Bayda; P.Reimer, Stastny, James; Ehliz, Chouinard, Frosch; Rupprich, Weiß, Aab
München: J.Reimer – Sloan, Cespiva; Kavanagh, Petermann; Weber, Ejdepalm – Aubin, Ulmer, Buchwieser; Adams, Kompon, Maurer; Kathan, Morris, Dibelka; Ritter, Wichert, Pauli
SR: Hascher/Haupt (Miesbach/Kempten)
Zuschauer: 4572
Strafminuten: Nürnberg 10 (Stastny 4, Pollock, P.Reimer, Leask je 2) plus Spieldauerdisziplinar (Stastny/60:04) – München 16
Tore: 0:1 (11:14) Dibelka (5-4), 0:2 (38:48) Aubin (5-4), 1:2 (54:16) P.Reimer (Reinprecht/James), 2:2 (56:26) Ehliz (Chouinard/Frosch)
Penaltyschießen: Aubin gehalten, Chouinard gehalten, Dibelka gehalten, P.Reiemr gehalten, Buchwieser gehalten, Ehliz gehalten; Reinprecht vorbei, Dibelka gehalten, Pollock vorbei, Kathan gehalten, Jaspers 1:0, Buchwieser gehalten.
Jochen Hecht wird den deutschen Vizemeister Adler Mannheim nun doch verlassen und seine Karriere in der NHL fortsetzen. Der 35-jährige Stürmer hat nach dem Ende des Lockouts in der nordamerikanischen Profiliga bei den Buffalo Sabres einen neuen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben. Die Sabres sind seit 2002 die sportliche Heimat des viermaligen Olympiateilnehmers, der in der NHL insgesamt 845 Spiele bestritten hat. Hätte Hecht keinen neuen NHL-Vertrag bekommen, wäre er bei seinem Heimatklub geblieben.

Di. 07.05.13
Mo. 06.05.13
Sa. 04.05.13
Fr. 03.05.13
Do. 02.05.13