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Bambergs Riesen trotzten der Liga

Trick von Quakenbrück zog nicht - 09.02. 20:17 Uhr

BAYREUTH  - 3300 Zuschauer erlebten, wie sich die Brose Baskets in einem temporeichen Basketballspiel mit 79:65 (41:41) gegen die Artland Dragons durchsetzten und ins Pokalhalbfinale einzogen.

Die Bamberger um den Ex-Nürnberger Julius Jenkins (rechts) ließen sich nicht aufhalten.
Die Bamberger um den Ex-Nürnberger Julius Jenkins (rechts) ließen sich nicht aufhalten.
Foto: Wolfgang Zink
Die Bamberger um den Ex-Nürnberger Julius Jenkins (rechts) ließen sich nicht aufhalten.
Die Bamberger um den Ex-Nürnberger Julius Jenkins (rechts) ließen sich nicht aufhalten.
Foto: Wolfgang Zink

Bemerkenswerter als der zu erwartende Sieg des derzeit besten deutschen Basketballteams war die Tatsache, dass es sein Heimspiel unfreiwillig dort austrug, wo sonst der alte Rivale BBC Bayreuth auf Korbjagd geht.

Freude herrschte an der Regnitz, als den Brose Baskets ein Pokalheimspiel zugelost wurde. Schließlich gilt der Double-Gewinner der letzten beiden Spielzeiten sowie aktuelle Bundesliga-Tabellenführer in der heimischen Stechert Arena auf nationaler Ebene als nahezu unschlagbar, die letzte Heimniederlage datiert vom Juni 2010. Welche Problematik daraus resultieren könnte, dass diese Halle am vorgesehenen Spieltermin nicht zur Verfügung stand, weil der Hallenumbau für das Daviscup-Match zwischen Deutschland und Argentinien eine Woche Vorlaufzeit benötigte, schwante Manager Wolfgang Heyder damals noch nicht.


Die Bamberger um den Ex-Nürnberger Julius Jenkins (rechts) ließen sich nicht aufhalten.
Die Bamberger um den Ex-Nürnberger Julius Jenkins (rechts) ließen sich nicht aufhalten.
Foto: Sportfoto Zink
Die Bamberger um den Ex-Nürnberger Julius Jenkins (rechts) ließen sich nicht aufhalten.
Die Bamberger um den Ex-Nürnberger Julius Jenkins (rechts) ließen sich nicht aufhalten.
Foto: Sportfoto Zink

Die Ligastatuten nämlich sind gnadenlos und fordern einen Heimrechttausch, sollte man am 8. Februar keine Halle stellen können und der Gegner, in diesem Fall die Artland Dragons aus Quakenbrück, einer Verlegung nicht zustimmen. Diese verweigerten die Niedersachsen verständlicherweise, weil dies einerseits eine zusätzliche Verlegung eines Ligaheimspiels bedeutet hätte und andererseits die Aussicht, gegen den hohen Favoriten vor eigenem Publikum zu spielen, sehr verlockend schien. „Ein Heimrechttausch kam für uns nicht in Frage, eher hätten wir hier auf einem Hartplatz gespielt“, machte Bambergs Cheftrainer Fleming zwar klar, seinem Ex-Arbeitgeber aber keinen Vorwurf: „Jeder hätte so gehandelt wie die Dragons, wenn er das Heimrecht hätte bekommen können. Ich erwarte aber von der Liga, dass sie solche Dinge anders regelt.“



So musste improvisiert und Bambergs Basketballtross nach Bayreuth umgezogen werden. Anfängliche Befürchtungen, die 4500 Dauerkarteninhaber würden sich um die Karten in der nur 4000 Leute fassenden Oberfrankenhalle prügeln, zerstreuten sich ebenso wie die Angst vor einer Heimniederlage in der Fremde. Während kostenlose Busfahrten und Lunchpakete so viele Fans lockten, dass Fleming „einen echten Heimvorteil“ spürte, riss sich das Team nach schwacher Anfangsphase am Riemen und hielt die offensivstärkste Mannschaft der Liga durch gute Reboundarbeit und Verteidigung 23 Punkte unter ihrem Saisonschnitt. 



Felix Pflaum

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Zum Thema
Brose_Teamgeist
Gründungsdatum:
1955 als Basketballabteilung des 1. FC 01 Bamberg



Kurzbeschreibung:
Die Brose Baskets sind das fränkische Aushängeschild im deutschen und internationalen Basketball. Die Bamberger treten seit der Saison 2006/2007 unter dem Namen Brose Baskets auf. Die Mannschaft wurde 1992, 2010 und 2011 Deutscher Pokalsieger und gewann in den Jahren 2005, 2007, 2010 und 2011 die Deutsche Meisterschaft.