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Club: Baders Wunschzettel für die neue Saison

Die Politik der kleinen Schritte - Klassenerhalt das Maß aller Dinge - 23.08.2012 07:13 Uhr

Club-Sportvorstand Martin Bader hält sich mit plakativen Saisonprognosen zurück. Er will den Verein in kleinen Schritten weiterentwickeln.

Club-Sportvorstand Martin Bader hält sich mit plakativen Saisonprognosen zurück. Er will den Verein in kleinen Schritten weiterentwickeln. © Sportfoto Zink


Während der FC Bayern mit aller Macht den Titel anpeilt, Dortmund zumindest wieder einen Champions-League-Platz ergattern will, die halbe Liga von Europa träumt und mindestens eine Handvoll Klubs klipp und klar den Klassenerhalt als das Maß aller Dinge ausgelobt haben, wartet der Sportvorstand des 1.FC Nürnberg mit einer Art Wunschliste auf.

„Ich weiß, manche Leute würde gerne von uns hören, dass wir jetzt den nächsten Schritt machen wollen. Das ist mir zu plakativ. Einen bestimmten Tabellenplatz einzufordern, das wäre das falsche Signal. Wir haben so viele Möglichkeiten, unseren Verein zu optimieren. Die Bundesliga-Platzierung am Saisonende ist für mich nicht der entscheidende Beleg dafür, ob man gut oder schlecht gearbeitet hat. Wenn wir Zwölfter werden, aber wieder einen Junioren-Nationalspieler mehr herausgebracht oder den Zuschauerschnitt um 1000 gesteigert haben, dann ist das unter Umständen ein besserer Jahr als eines, in dem wir Achter geworden sind“, sagt Bader und ergänzt: „Ich wünsche mir, dass die Mannschaft auch heuer wieder das eine oder andere Ausrufezeichen setzt, dass die Fans gerne ins Stadion kommen und mit dem Gefühl nach Hause gehen, dass die 20, 30, 40 Euro Eintrittsgeld gut investiert waren.“

Stellschrauben in die richtige Richtung drehen

Entscheidend dafür sei, dass man „auch weiterhin die Stellschrauben in die richtige Richtung dreht. Das ist zugegebenermaßen nicht spektakulär, doch die Summe der kleinen Veränderungen ist es, die uns immer wieder einen Schritt voranbringen wird“, glaubt Bader, der den Verein zumindest bis 2017 weiterentwickeln soll. Sein Vertrag wurde – wie mehrfach berichtet – kürzlich vorzeitig um vier weitere Jahre verlängert. „Wenn wir alles optimieren, werden wir dafür belohnt. Und als Ernte wird dann auch eine gute Bundesliga-Platzierung herauskommen“, ist der 44-Jährige felsenfest überzeugt.

Auch nach zwei weitestgehend sorgenfreien Spielzeiten als Sechster und Zehnter in der Endabrechnung weiß Bader natürlich, „dass wir mit einem Auge immer nach unten schauen müssen“. Und das nicht erst seit dem blamablen Pokal-Aus in Havelse, das Bader noch immer mächtig wurmt. „Die Mannschaft hat eine riesige Chance vertan. Das war schon eine große Ernüchterung nach der guten Vorbereitung. Dennoch darf man nach einem Spiel nicht alles in Frage stellen“, fordert er Geduld ein für die erneut nicht unwesentlich umformierte Mannschaft.

Der Club sei grundsätzlich „in der Breite stabiler geworden“, ist Bader überzeugt: „Trainerstab passt, das Nachwuchleistungzentrum und das Scouting machen einen guten Job, die medizinische Abteilung arbeitet hervorragend, im Vorstand ist Ruhe. Es wäre unlogisch, wenn man dafür nicht belohnt würde.“ Allerdings ist Bader nicht blauäugig und weiß, „dass uns auch mal wieder eine schwierige Saison blühen könnte. Die darf dann aber nicht mit dem Abstieg enden. Die Bundesliga-Zugehörigkeit ist unser Fundament, die Grundvoraussetzung für unser Konzept“. 

Von Harald Büttner

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