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Da die Partie kurzfristig ins Stadion verlegt worden war und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, blieb den Club-Profis Hohn und Spott erspart. Nicht jedoch eine geharnischte Ansprache von Trainer Dieter Hecking. „Bei uns hat man gesehen, dass der eine oder andere Spieler seinen Worten keine Taten folgen lässt“, legte er sich trotz des aufgestauten Zorns hinterher noch etwas Zurückhaltung auf. Wieder einmal wurde deutlich gemacht, dass der „Zweite Anzug“ eine schlechte Passform hat.
Der Test begann mit einstündiger Verspätung, da die Gäste auf der Autobahn in einem Stau steckten. Aber ihre jungen Kicker – das Durchschnittsalter lag bei knapp 20 Jahren – waren vom Anpfiff hellwach. „Sie haben taktisch sehr klug agiert“, lobte Hecking zu Recht. Erstaunlich, dass sich die Gäste nicht versteckten, sondern den offenen Schlagabtausch suchten.
Beim Bundesligisten waren gelungene Kombinationen und Torschüsse so selten wie die berühmte Blaue Mauritius. Die einzige nennenswerte Chance in den ersten 45 Minuten besaßen sogar die Hachinger. Für die beiden Rekonvaleszenten Javier Pinola und Hanno Balitsch war danach Schluss.
Der Trainer hatte gesehen, was er ahnte und auch einräumte: „Ich habe schon mehrfach gesagt, dass sie für das Spiel in Augsburg keine Alternativen sind.“ Aber auch die Angreifer Alexander Esswein und Albert Bunjaku, obwohl auf sie mangels Konkurrenz als Einwechselspieler kaum verzichtet werden kann.
Eine Enttäuschung war einmal mehr der aufgrund seines Talentes hoch eingeschätzte Robert Mak. Wenigstens zeigte er sich in der 87.Minute nach einem Pass von Nachwuchsmann Philipp Klement kaltschnäuzig und erzielte das einzige Tor. Ein Lichtblick war zumindest der lange Zeit verletzte Timm Klose, dem Hecking ein Lob spendete: „Er hat solide gespielt.“
Die eigentlichen Sieger des gestrigen Tests waren im Prinzip jene, die nicht mit von der Partie waren. Ernsthafte Konkurrenz sitzt ihnen jedenfalls nicht im Nacken. Auch Mike Frantz ist trotz eifrigen Bemühens noch weit von seiner früheren Form entfernt. Und so kann am Valznerweiher nur gehofft werden, dass sich kein Stammspieler verletzt.
Für den Trainer ist es bitter, dass das eine oder andere Talent – dies gilt vor allem für Esswein – sein vorhandenes Potenzial nicht abruft. Heckings Aussage, „meine Eindrücke der letzten Wochen sind leider bestätigt worden“, lassen tief blicken.
1.FCN: Stephan (46. Rakovsky) – Chandler (75. Klement), Zeitz, Klose, Pinola (46.Plattenhardt) – Mak, Balitsch (46, Judt), Frantz (59.Kamavuaka), Wießmeier (59. Mendler), Esswein – Bunjaku.

Do. 24.05.12
Do. 24.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12