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Club-Coach Hecking mit Trainingslager im Allgäu zufrieden

Ein Schritt nach vorne auf einem langen Weg - 15.07.2012 20:51 Uhr

Sechs Wochen müssen die Club-Profis noch warten, bis sie auf die Bundesliga losgelassen werden.

Sechs Wochen müssen die Club-Profis noch warten, bis sie auf die Bundesliga losgelassen werden. © Sportfoto Zink


Auch wenn die müde Vorstellung beim schmeichelhaften 3:2-Sieg gegen den Regionalligisten SSV Ulm den Gesamteindruck zum Abschluss ein wenig trübte, sieht Hecking sein Team absolut im Plansoll.

Im Allgäu wurde den Club-Profis in den täglich zwei Trainingseinheiten nicht nur konditionell einiges abverlangt, auch die taktischen Übungsformen – kollektives Verschieben, Spiel gegen den Ball, Spielverlagerung im engen Raum – erforderten ein Höchstmaß an Konzentration und Antizipation. Fortschritte attestierte der Coach seiner Mannschaft beim in der vergangenen Saison oft zu unpräzisen Passspiel. Vielleicht ein Verdienst von Heckings spezieller Erziehungsmaßnahme: Wer den Kollegen den Ball schlampig zukickte, musste prompt mit zehn Liegestützen büßen.

Neue Impulse durch Athletik-Trainer Zidek

Als „guten Mix aus spielerischen und läuferischen Elementen“ bewertete Hecking das Programm, zu dem auch der neue Reha- und Athletiktrainer Markus Zidek erste Impulse gab. „Er arbeitet sehr akribisch, ist rund um die Uhr für den Verein da und bringt sich ein. Ich glaube, da haben wir einen guten Mann dazubekommen“, lobte Hecking den Nachfolger des zu Borussia Dortmund gewechselten Andreas Beck.

Generell zeigte sich Hecking mit dem Trip ins idyllische Oberstaufen rundum zufrieden: „Die Bedingungen waren sehr gut. Die Woche hat uns einen Schritt weitergebracht.“ Positiv hob Hecking hervor, dass keine ernsthafte Verletzung zu beklagen sei. Wohlwollend registrierte er zudem das Bemühen der jungen Spieler, sich zu zeigen. Allerdings müssten einige Talente körperlich noch zulegen.

Die fünf mitgereisten Neuzugänge Marcos Antonio, Sebastian Polter, Timo Gebhart, Noah Korczowski und Roussel Ngankam sieht der Trainer auf „einem guten Weg“, auch wenn ihre Integration gewiss noch nicht abgeschlossen sei. Der Ex-Stuttgarter Gebhart etwa befinde sich noch „auf der Suche“ nach seiner künftigen Rolle im Nürnberger Spiel.

Mehr als ein kleines Zwischenfazit mag Hecking aber nicht ziehen. „Ich habe noch gar kein Gefühl“, sagte der um eine erste Einschätzung seines Kaders gebetene Trainer. Immerhin bleiben bis zum Pokalspiel in Havelse fünf lange Wochen, „da kann noch viel passieren“.

Der 47-Jährige spricht aus Erfahrung. Auch im vergangenen Sommer durfte der Club eine weitgehend sorgenfreie Vorbereitung erleben, pünktlich zum Start häuften sich dann die Ausfälle. Und ein Spieler wie Robert Mak, der sich derzeit wieder in prächtiger Frühform präsentiert, hatte auch in der Vorbereitung vor einem Jahr für Furore gesorgt – um dann in der Liga abzutauchen. Deshalb will sich Hecking von aktuellen Trends nicht blenden lassen und lieber „den Moment genießen“.

Nürnbergs Profis dürfen sich derweil in einem viereinhalbtägigen Kurzurlaub von den Strapazen erholen. Erst am Donnerstagnachmittag trifft man sich wieder, allerdings hat jeder Spieler seine Hausaufgaben in Form eines individuellen Fitness-Programms eingepackt bekommen. Nachzügler Tomas Pekhart steigt nach seinem verlängerten EM-Urlaub bereits heute wieder am Valznerweiher ein.

Im zweiten Trainingslager im österreichischen Längenfeld (27. Juli bis 4.August) will Hecking die Belastungen auf dem Platz eher zurückfahren, stattdessen sollen Gespräche und teambildende Maßnahmen im Mittelpunkt stehen. „Wir müssen auch schauen, dass wir einen Spannungsbogen hinbekommen“, erklärte Hecking. Die Saison darf dann dafür gerne wieder relativ unaufgeregt verlaufen. 

Uli Digmayer

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