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„Nach 70 Minuten war der Akku leer. Und es hat zugemacht, was zumachen kann“, gestand ein verschwitzter, aber glücklicher Balitsch nach der Partie. Bis zu seiner Auswechslung hatte der 31-Jährige erkennen lassen, warum seine Verpflichtung in der Winterpause sinnvoll war. Timmy Simons ist nun nicht mehr ganz alleine dafür verantwortlich, im defensiven Mittelfeld die Strippen zu ziehen. An seiner Seite wirkte mit Balitsch ein weiterer Stratege, der den Blick für die gewissen Momente besitzt und noch dazu weite Wege geht. „Mir fehlt nach wie vor die Wettkampfpraxis. Aber es war ein ordentlicher Anfang“, bilanzierte Baltisch selbstkritisch.
Nach vier Monaten ohne Bundesligaspiel konnte Balitsch noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sein. Trainer Hecking hatte deshalb schon im Vorfeld die Erwartungshaltung gegenüber seinem neuen Führungsspieler auf ein realistisches Maß gedämpft: „Es war wichtig, ihn auf dem Platz zu haben. Er hat 60 Minuten lang ein ordentliches Spiel gemacht und seine Aufgaben zu hundert Prozent gelöst.“
Für die Mannschaft war der Erfolg gegen Köln ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt, für Balitsch selbst die Rückkehr in den Bundesligaalltag: „Die Mannschaft hat nach dem Ausgleich Selbstvertrauen bewiesen und auf Sieg gespielt. Und sich am Ende selbst belohnt, das ist wichtig für den Kopf.“ Sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz – das müsse die Konkurrenz erst einmal aufholen: „Und es sind ja nicht nur drei Teams hinter uns.“ Vor allem für Mittelstürmer Tomas Pekhart, der seine Ladehemmung beendete hatte, freute er sich: „Es ist eine schöne Geschichte, dass ausgerechnet er das Tor gemacht hat. Er musste viel Kritik einstecken.“
Am Montag, am freien Tag, konnte Balitsch seine Beine zur Entspannung hochlegen. Bis auf Muskelkater verspürte er nach seinem ersten Pflichtspieleinsatz im Club-Trikot keine Schmerzen. „Das Spiel habe ich ganz gut weggesteckt. Die Muskeln spannen ein bisschen, aber das ist normal“, sagte Balitsch. Der Muskelfaserriss im Oberschenkel, der ihn über Wochen zum Zusehen zwang, bereitete ihm jedenfalls keine Probleme mehr.
Hecking hofft, dass Balitsch nun die Zeit nutzt, um bis zum Spiel in Bremen am Samstagabend (18.30 Uhr) weiter in Form zu kommen: „Dann reicht es das nächste Mal vielleicht schon für 90 Minuten.“

Do. 24.05.12
Do. 24.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12