24°C
Donnerstag, 24.05. - 12:19 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Club: Ein glanzloser Arbeitssieg am Festtag

1. FC Nürnberg gewann sein Jubiläumsspiel gegen Hertha BSC mit 2:0 - 22.01. 18:59 Uhr

NÜRNBERG  - Der Ligapräsident höchstpersönlich gratulierte dem Club via Grußwort in der Stadionzeitung zum stolzen Jubiläum. Mit salbungsvollen Worten würdigte Reinhard Rauball den fränkischen Altmeister als "ein Stück deutscher Fußball-Geschichte mit all ihren Höhen und Tiefen". Seinen 1000. Auftritt in der Bundesliga gestaltete der 1. FC Nürnberg durchaus erfolgreich mit Sieg Nummer 319 sowie den Toren Nummer 1306 und 1307, zur weiteren Legendenbildung taugte das 2:0 gegen Hertha BSC allerdings nicht.


Die endgültige Entscheidung: Dominic Maroh konnte den Ball unbedrängt zum 2:0 über die Linie drücken.
Die endgültige Entscheidung: Dominic Maroh konnte den Ball unbedrängt zum 2:0 über die Linie drücken.
Foto: Sportfoto Zink
Die endgültige Entscheidung: Dominic Maroh konnte den Ball unbedrängt zum 2:0 über die Linie drücken.
Die endgültige Entscheidung: Dominic Maroh konnte den Ball unbedrängt zum 2:0 über die Linie drücken.
Foto: Sportfoto Zink

Vielleicht wird man in einem guten Vierteljahr diesen Arbeitssieg, den Alexander Esswein (43.) und Dominic Maroh (86.) mit ihren Treffern manifestierten, als Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt bezeichnen. Denn mit nunmehr 21 Punkten – das ist nur ein Zähler weniger als zum gleichen Zeitpunkt in der letzten Saison, als der Club am Ende Sechster wurde – hat die Truppe von Trainer Dieter Hecking ihr Saisonziel fest im Visier.

Die Erkenntnis, dass sein Team trotz des Fehlens von sechs verletzten beziehungsweise gesperrten Profis „eine mannschaftlich geschlossene Leistung abgerufen hat“, beruhigte den Club-Coach sichtlich: „Das zeigt, dass wir keine Hektik verbreiten müssen und ich den Rekonvaleszenten die Zeit geben kann, die sie brauchen.“

Hecking: „Wir haben heute Fußball gearbeitet“

Die Nürnberger ließen zum Rückrundenauftakt zwar die große spielerische Linie vermissen, doch dafür warfen sie jene rustikalen Tugenden in die Waagschale, die im Tabellenkeller gefragt sind: Kampfkraft, Einsatzfreude, Siegeswille. „Wir haben heute Fußball gearbeitet“, konstatierte Hecking, der angesichts der guten Moral seiner Elf über die zahlreichen Stockfehler und Fehlpässe gütig hinwegsah: „Unter dem Strich zählt nur das Ergebnis.“

Bilderstrecke zum Thema
In seinem 1000. Bundesligaspiel konnte sich der 1. FC Nürnberg gegen Hertha BSC Berlin mit 2:0 durchsetzen und hat drei wichtige Punkte für den Klassenerhlat gesammelt. Die NZ-Sportredaktion verteilt Zeugnisse für die Club-Profis.

Sein Team war von Beginn an auf Wiedergutmachung für die bittere Pokalpleite gegen Fürth kurz vor Weihnachten bedacht. Doch ehe Abwehrspieler Maroh die Fans mit seinem späten Tor zum 2:0 erlöste, wurde die Geduld der 39117 Zuschauer bei nasskaltem Wetter arg strapaziert. Aufsteiger Hertha, der schon im Hinspiel mit 0:1 leer ausgegangen war, hatte phasenweise mehr vom Spiel, ließ im Angriff allerdings die nötige Durchschlagskraft vermissen.

Was fast eine Halbzeit lang freilich auch auf den 1. FCN zutraf – trotz seiner offensiven Grundausrichtung mit zwei echten Sturmspitzen (Christian Eigler und Tomas Pekhart) und zwei „gelernten“ Offensivkräften auf den Außenpositionen (Daniel Didavi und Alexander Esswein).

Didavi vergab in der zwölften Minute die erste gute Torchance, als er nach einem leichtfertigen Ballverlust von Christian Lell plötzlich freie Bahn hatte, Hertha-Keeper Thomas Kraft mit einem unplatzierten Schuss aber nicht wirklich in Bedrängnis bringen konnte. Eiglers Kopfball nach Flanke von Interims-Rechtsverteidiger Jens Hegeler ging über das Tor (32.), erst Essweins beherzter 20-Meter Schuss in der 43. Minute bescherte dem Club die verdiente Führung.

Bilderstrecke zum Thema
Mit einem 2:0-Heimsieg ist der 1. FCN erfolgreich in die Bundesliga-Rückrunde gestartet. Alexander Esswein und Dominic Maroh sicherten mit ihren Treffern den Erfolg gegen Hertha BSC.

Der Ex-Dresdener hatte bei seinem zweiten Saisontor allerdings etwas Glück, dass der Ball vom Herthaner Roman Hubnik leicht abgefälscht wurde. Die Gäste konnten ihre Auswärtsstärke (elf Punkte aus den neun vorherigen Spielen) nur zweimal andeuten, als Peter Niemeyer bei einem Konter an Club-Keeper Raphael Schäfer scheiterte (22.) und Pierre-Michel Lasogga in aussichtsreicher Position über das Tor schoss (30.).

Der Club nahm den Schwung aus den Schlussminuten des ersten Durchgangs in die zweite Halbzeit mit, hatte zunächst aber Pech bei zwei Abseitstoren von Eigler (48.) und Pekhart (65.). Der Schütze des Siegtreffers im Hinspiel hatte kurz zuvor eine Großchance leichtfertig vergeben, als er Kraft aus nächster Nähe anschoss (59.). Das Glück hatte der Club allerdings auch auf seiner Seite, als Hubnik aus kurzer Distanz an den Pfosten köpfte und Almog Cohen gegen den nachsetzenden Niemeyer gerade noch auf der Linie klären konnte.

Erst in der 86. Minute beseitigte Maroh die letzten Zweifel am sechsten Saisonsieg. Bei einem Freistoß von Neuzugang Adam Hlousek hatte sich der Innenverteidiger zum langen Pfosten „weggeschlichen“ und staubte völlig unbedrängt aus wenigen Metern zum 2:0 ab. In der Nachspielzeit meldeten sich die Rekonvaleszenten Per Nilsson und Mike Frantz zurück – ein Indiz dafür, dass sich das Club-Lazarett langsam lichtet.


Video zum Thema
Der 1. FC Nürnberg startet mit einem 2:0 Heimerfolg gegen den Hauptstadtclub aus Berlin. Die Fans zeigten sich dementsprechend euphorisiert und voller Freunde. Adrian Drechsel und Tobias Lang für nordbayern.de

Während sich der Club mit dem Jubiläumssieg um drei Plätze auf Rang zwölf verbesserte und einigermaßen gelassen nach Hannover fahren kann, muss sich Hertha spätestens seit Samstag wieder mehr nach unten orientieren. Ein klassischer Fehlstart für den neuen Trainer Michael Skibbe, der sich sein Bundesliga-Comeback ganz anders vorgestellt hatte.

Nürnberg: Schäfer – Hegeler, Maroh, Wollscheid, Hlousek – Didavi (90. Frantz), Cohen (90.+2 Nilsson), Simons, Esswein – Eigler, Pekhart (82. Bunjaku) / Berlin: Kraft – Lell (83. Torun), Hubnik, Janker, Kobiaschwili – Ottl, Niemeyer (76. Djuricin) – Ebert, Ramos, Ronny (46. Ben-Hatira) – Lasogga / SR: Gagelmann (Bremen) / Tore: 1:0 Esswein (43.), 2:0 Maroh (86.) / Zuschauer: 39117 / Gelbe Karten: Pekhart (4) – Niemeyer (3), Ebert (4). 



Harald Büttner

Ihr Kommentar

Name:
 
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.



Zum Thema
Logo 1. FC Nürnberg
Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
12.000


Kurzbeschreibung:
Der 1. FCN - genannt "der Club" - hat folgende Titel errungen:
Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968
DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2011/12

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

Die Club-Gegner in der Saison 2011/12

Galerie Gegner 1. FC Nürnberg 2011/12