Im Liga-Alltag blieben solche Sternstunden des von Meister Borussia Dortmund gekommenen Mittelfeldmannes dann aber aus. Feulners Vorrundenbilanz liest sich auf den ersten Blick ganz passabel: 13 Mal kam der 29-jährige Routinier zum Einsatz, wurde dabei viermal aus- und dreimal eingewechselt.
Beim 3:3 gegen Ex-Verein Mainz erzielte Feulner sein bislang einziges Bundesliga-Tor für den FCN, zudem zieren zwei Vorlagen die persönliche Statistik. Den erhofften Sprung zum absoluten Leistungsträger hat der stille Oberfranke, der zwischenzeitlich auch immer wieder von kleineren Blessuren ausgebremst wurde, am Valznerweiher aber noch nicht geschafft.
Allerdings schätzt Trainer Dieter Hecking den kampfstarken Strategen vor allem für dessen taktisches Verständnis, das ihn flexibel verwendbar macht. Nach diversen Positionen im Mittelfeld musste Feulner beim 3:0-Coup in Leverkusen sowie der 0:1-Pokalpleite gegen Fürth als Rechtsverteidiger aushelfen und erledigte diesen Job durchaus ordentlich. Dass zum Rückrundenstart gegen Hertha BSC Berlin (2:0) Jens Hegeler die rechte Abwehrseite übernahm, war allein Feulners Gelb-Sperre geschuldet.
Hecking attestierte Nothelfer Hegeler zwar eine ansprechende Leistung, wird am Freitagabend (20.30 Uhr) bei Hannover 96 aber doch lieber wieder Feulner die Vertretung des weiterhin verletzten US-Nationalspielers Timothy Chandler übertragen. „Markus hat gezeigt, dass er sich auf dieser Position deutlich wohler fühlt als Hegeler“, findet Hecking, der sich vom erfahrenen Profi auch offensiv Impulse erhofft: „Er hat im Spiel nach vorne eine Qualität, die uns helfen kann.“
Feulner selbst hat sich mit seiner Versetzung in die Viererkette schnell angefreundet. „Kein Problem, mir gefällt das“, versicherte der Allrounder, der bereits im Jugend- und Amateurbereich des FC Bayern Erfahrungen als Rechtsverteidiger gesammelt hat.
In Hannover will Feulner mit seinen Kollegen an die jüngsten Erfolgserlebnisse gegen Leverkusen und Berlin anknüpfen und Nürnbergs Platz im Mittelfeld der Tabelle festigen. Der Europa-League-Teilnehmer aus Niedersachsen hat auf Rang sieben lediglich drei Punkte mehr gesammelt als die zwölftplatzierten Gäste. „Es ist unsere Aufgabe, diesen Abstand nicht größer werden zu lassen.
Die ersten sechs Mannschaften sind weg in der Tabelle, aber der Rest ist richtig eng zusammen“, gab sich Hecking vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Verein dezent angriffslustig. Feulner hingegen schielt lieber noch vorsichtig nach unten: „Wir haben nichts zu verschenken.
Jeder muss wissen, dass das hier Abstiegskampf ist.“ Er selbst könnte in der Rückrunde viel dazu beitragen, dass die Mission Klassenerhalt gelingt – egal, ob als furioser Freistoßschütze oder verlässliche Defensivkraft.

Do. 23.02.12
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Mi. 22.02.12
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