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Club: Hecking fordert gegen Stuttgart Wiedergutmachung

Viele Fragen – nur eine passende Antwort - 28.09.2012 20:26 Uhr

Nicht schlecht staunten „Co“ Armin Reutershahn, Cheftrainer Dieter Hecking, „Co“ Dirk Bremser und Torwarttrainer Adam Matysek ob der Darbietung des 1.FC Nürnberg beim 1:4 in Hannover.

Nicht schlecht staunten „Co“ Armin Reutershahn, Cheftrainer Dieter Hecking, „Co“ Dirk Bremser und Torwarttrainer Adam Matysek ob der Darbietung des 1.FC Nürnberg beim 1:4 in Hannover. © Sportfoto Zink


Spätestens bis eine Stunde vor Anpfiff, so schreiben es die Statuten vor, muss aber auch Hecking selbst Antworten auf heikle Personalfragen gefunden haben. Dass es Veränderungen in der Aufstellung geben wird, kündigte er bereits an. „Es ist klar, dass so ein Spiel nicht ohne Folgen bleibt. Die Mannschaft hat das Spiel in einer Art und Weise gegen die Wand gefahren, wie ich es in zweieinhalb Jahren hier noch nicht erlebt habe.“ Neben den harmlosen Flügelspielern Robert Mak und Alexander Esswein empfahl sich Per Nilsson für einen Platz auf der Ersatzbank.

Coach Hecking spricht zudem von „einer großen Konkurrenz im Kader“. Doch so recht mag man sich dieser Einschätzung momentan nicht anschließen. Mittelfeldspieler Mike Frantz beispielsweise hat einen Einsatz auf Grund seiner leidenschaftlichen Spielweise gewiss immer verdient, Effektivität aber ist dem Nürnberger Stehaufmännchen, das gerade erst wieder von einer Knöchelverletzung sowie einer Grippe genesen ist, noch zu unregelmäßig zu attestieren. Und Timo Gebhart, der ebenfalls als Alternative in Betracht zu ziehen ist, fiel bei seinen Kostproben eher durch eine Prise Übermotivation und einen Hang zu übertriebener Härte auf. Eine Chance hätten Frantz und Gebhart aber alleine schon deshalb verdient, weil sie es kaum schlechter machen könnten als Mak und Esswein.

Wohl überlegen wird sich der Trainer auch, ob er Routinier Nilsson nach seinem Ausrutscher „rasiert“. Die Vergangenheit zeigt aber, dass Hecking selten einen Spieler fallen lässt. Nur bei Neuzugang Marcos Antonio machte er nach dem Pokal-Aus in Havelse eine Ausnahme. Der Brasilianer fand sich nach einem schwachen Spiel auf der Ersatzbank wieder. Eine Entscheidung pro Nilsson wäre deshalb als erneuter Vertrauensentzug gegenüber Marcos Antonio zu deuten.

Im Vergleich zu den gastierenden Schwaben beschäftigt sich Nürnberg mit einem Luxusproblem. „Im Moment überwiegt das Negative. Aber wir haben sieben Punkte, fertig, aus“, betonte Hecking. Nach dem schlechtesten Saisonstart mit nur zwei Punkten und einem Dutzend Gegentreffern in fünf Partien herrscht beim VfB Alarmstimmung – zumindest im Umfeld. Intern bemüht man sich um Ruhe. „Aktionismus und alles infrage stellen, das ist schwierig, dafür ist jetzt nicht der Zeitpunkt“, sagte Trainer Bruno Labbadia, dem Sportdirektor Fredi Bobic medienwirksam den Rücken stärkte. Eine spannende Frage könnte sein, wie lange noch?

 

 

 

Bader verabschiedet Didavi nun ganz offiziell

Für einen Kurzauftritt kehrt Daniel Didavi noch einmal zum Club zurück. Der Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Saison vom VfB ausgeliehen worden war, wird vor dem Spiel von FCN-Sportvorstand Martin Bader offiziell verabschiedet. Didavi hatte großen Anteil an einer erfolgreichen Saison (neun Tore in 23 Bundesligapartien). Allerdings verletzte er sich in seinem letzten Freundschaftsspiel für den Club schwer am Knie.

Nürnberg: Schäfer – Chandler, Nilsson, Klose, Pinola – Balitsch, Simons – Gebhart, Kiyotake, Frantz – Pekhart

Stuttgart: Ulreich – Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka – Kvist, Gentner – Harnik, Cacau, Traoré – Ibisevic

SR: Meyer (Burgdorf). 

Von Stefan Jablonka

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