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Unter Umständen würde er sich aber mit einem Remis begnügen. Immerhin wäre es dazu dienlich, die Abstiegskonkurrenz aus der Fuggerstadt auf Distanz zu halten. Für deren Trainer Jos Luhukay käme eine Punkteteilung deshalb eher einem Schreckensszenario gleich.
„Mit einem Punkt werden die Augsburger nicht leben können“, mutmaßte Hecking. Und prompt ließ sein Trainerkollege eine entsprechende Kampfansage folgen: „Mit einem Unentschieden kommen wir nicht weiter. Wir brauchen drei Punkte“, sagte Luhukay. Doch auch Hecking versicherte glaubhaft, dass man alles versuchen wolle, um den Abstand sogar zu vergrößern. Ein Sieg ist also auch in Nürnberg das proklamierte Ziel.
Augsburg wartet jedoch schon seit fünf Spielen auf ein Erfolgserlebnis. In der Endphase der Partie bei 1899 Hoffenheim (2:2) waren sie dem vierten Saisonsieg schon sehr nahe, wie Hecking vor Ort beobachtete. Der 47-Jährige attestierte dem Aufsteiger einen engagierten Auftritt.
Für den hohen läuferischen und kämpferischen Aufwand fehlte am Ende nur die verdiente Belohnung: „Sie hätten gewinnen müssen.“ Dass Augsburg bis zum Schlusspfiff auf den Siegtreffer aus war, beeindruckte Hecking. Nur das spielerische Element komme beim Tabellenvorletzten zu kurz. „Das ist wie bei uns noch verbesserungswürdig.“
Das Duell mit dem Kellerkind vor ausverkauftem Haus wird ebenfalls kaum das Potenzial dazu haben, die technisch anspruchsvollen Fußballfans von den Sitzen zu reißen. „Es wird sicher kein Leckerbissen, eher ein Kampf um jeden Meter“, prophezeite Hecking. Während er der Öffentlichkeit zugestand, „den Spannungsbogen hochzutreiben“, wolle er aber die nötige Ruhe bewahren.
In Augsburg legte man vor der richtungweisenden Begegnung dagegen deutlich weniger Zurückhaltung an den Tag. „Es geht um sauviel“, erklärte beispielsweise Augsburgs Abwehrchef Jan-Ingwer Callsen-Bracker, während Torhüter Simon Jentzsch mit Hinblick auf die 0:1-Niederlage im Hinspiel ergänzte: „Wir haben noch eine Rechnung offen.“
Hecking vermied es, sich auf einen verbalen Schlagabtausch einzulassen und konterte kühl: „Klappern gehört zum Handwerk dazu.“ Um zu vermeiden, dass Augsburg seinen Ankündigungen auch Taten folgen lassen kann, fordert er ein Anknüpfen an die Leistung gegen Dortmund sowie eine Steigerung in der Offensive. Kritik am glücklosen Angreifer Tomas Pekhart wies er zurück. „Ich bewerte keine einzelnen Aktionen, sondern das ganze Spiel und das Training. Er genießt mein Vertrauen zu recht.“
Rechtsverteidiger Timothy Chandler könnte nach einer Muskelverletzung wieder in die Startelf rücken und Markus Feulner verdrängen. Der Rechtsverteidiger sei eine „echte Option“, versicherte der Trainer. Rekonvaleszent Hanno Balitsch rennt dagegen die Zeit davon. Ob der Ex-Leverkusener sein Debüt für den Club geben wird, hielt sich Hecking offen. Javier Pinolas Hoffnungen auf ein Comeback zerstreute er dagegen.
Augsburg: Jentzsch – Verhaegh, Callsen-Bracker, Langkamp, de Jong – Baier, Hosogai – Ndjeng, Oehrl, Koo – Mölders / Nürnberg: Schäfer – Feulner, Maroh, Wollscheid, Hlousek – Cohen, Simons – Hegeler, Didavi, Eigler – Pekhart / SR: Drees (Münster-Sarmsheim).

Do. 24.05.12
Do. 24.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12