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Der türkischstämmige Österreicher ist nach dem Deutsch-Türken Berkay Dabanli (Kayserispor) und dem Japaner Mu Kanazaki (Nagoya Grampus) Nürnbergs dritter winterlicher Überraschungseinkauf.
Ursprünglich war die Verpflichtung des 21-jährigen Mittelfeldspielers von Rapid Wien zwar erst für den Sommer geplant gewesen, doch habe nun „die Konstellation gepasst, so dass wir den Transfer um ein halbes Jahr vorziehen konnten“, wie Sportvorstand Martin Bader erklärte.
Übersetzt dürfte das heißen, dass Rapid einem sofortigen Abschied seines wechselwilligen Leistungsträgers (15 Vorrunden-Einsätze) zähneknirschend zugestimmt hat, um zumindest noch eine Ablöse zu kassieren. Die soll laut „kicker“ rund 300.000 Euro betragen. Im Sommer wäre lediglich eine Ausbildungsentschädigung fällig geworden.
Am Valznerweiher ist man überzeugt, sein Geld gut investiert zu haben. Ildiz sei „sehr weit für sein Alter“, schwärmte Bader, „und er passt in unser Anforderungsprofil eines entwicklungsfähigen Spielers, der aber schon auf höchstem Niveau in vielen Liga-Spielen sein Leistungsvermögen nachgewiesen hat“.
Allerdings ist der gebürtige Wiener neben Timmy Simons, Hanno Balitsch, Markus Feulner und Almog Cohen bereits der fünfte defensive Mittelfeldspieler im Kader – eine erneut verschärfte Konkurrenzsituation, die vor allem dem ehrgeizigen Cohen zu denken geben dürfte. Dass der israelische Nationalspieler unter seiner Reservistenrolle in Nürnberg leidet, ist kein Geheimnis und sorgt immer wieder für Spekulationen.
Am Donnerstag vermeldete die „Bild“-Zeitung auf ihrem Internet-Portal sogar Cohens Rückkehr in die Heimat. Der 24-Jährige soll angeblich bis Saisonende an Hapoel Tel Aviv ausgeliehen werden.
Bader freilich ist davon „nichts bekannt“. Zwar habe sich Cohen ein paar Tage Urlaub erbeten, um nach Israel fliegen zu können – allerdings „nicht, um dort Vertragsverhandlungen zu führen, sondern um familiäre Dinge zu regeln“. Wegen eines grippalen Infekts habe sich Cohens Trip lediglich etwas verzögert, Anfang nächster Woche wird der kleine Kämpfer wieder zurückerwartet.
Auch Cohen selbst meldete sich gestern via Facebook und Twitter zu Wort und betonte – wenn auch etwas kryptisch – seine Liebe zum Club, alles andere seien „nur Gerüchte“. Dennoch scheint das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gezwitschert. Weil in Israel die Transferfrist erst am 6. Februar endet, wäre ein Wechsel weiterhin möglich. Und vielleicht erweist sich ja auch in der Causa Cohen „die Konstellation“ plötzlich ähnlich passend wie beim Kollegen Ildiz.
Mi. 22.05.13
Mi. 22.05.13
Mi. 22.05.13
Di. 21.05.13
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