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Für den jungen Schweizer, der nach eigener Aussage unbedingt zum 1.FC Nürnberg wechseln wollte. Und natürlich für den Club, der sich im hartnäckigen Werben um das begehrte Talent immerhin gegen den italienischen Erstligisten US Palermo durchgesetzt hatte.
Martin Bader war die Zufriedenheit über diesen winterlichen Transfercoup anzumerken – wohl vor allem auch wegen der bemerkenswerten Eckdaten, die der Sportdirektor mit seinem Wolfsburger Kollegen Dieter Hoeneß, einst Baders Chef bei Hertha BSC Berlin, ausgehandelt hat. Zwar fällt auch Ben Khalifa zunächst nur in die Kategorie „Leihspieler“, doch kann der Club nach eineinhalb Jahren eine Kaufoption ziehen und muss zudem nicht einmal eine Leihgebühr berappen. Klingt nach einem prima Deal – vorausgesetzt, Ben Khalifa kann die Erwartungen erfüllen.
Beim VfL, der für den „U17“-Weltmeister von 2009 im Sommer 1,8 Millionen Euro an den Grasshopper Club Zürich überwiesen hatte, sah sich Ben Khalifa nicht nur übermächtiger Konkurrenz wie Edin Dzeko, Grafite oder Diego gegenüber, sondern auch einem Trainer Steve McClaren, der irgendwie mit dem vor seinem Amtsantritt verpflichteten Youngster wenig anzufangen wusste. So blieben sechs Spiele (zwei Tore) im Regionalliga-Team der einzige Arbeitsnachweis des Eidgenossen mit tunesischen Wurzeln.
In Franken ließ man sich von dieser trostlosen Bilanz aber nicht abschrecken. Schließlich hatte man den Stürmer, der auch hinter den Spitzen spielen kann, schon zu Züricher Zeiten mehrfach beobachtet. „Nassim ist ein großes Talent, aber sicher noch nicht ausgereift. Er soll bei uns den nächsten Schritt machen“, sagte Trainer Dieter Hecking über den dribbelstarken Techniker, der am Donnerstag 19 Jahre alt geworden war. Ben Khalifa selbst zeigte sich erleichtert, dass der ersehnte Wechsel nun endlich perfekt ist. „Ich habe im Sommer entschieden, mich in der Bundesliga weiterentwickeln zu wollen. Diese Chance sehe ich beim Club gegeben“, verkündete der zweifache A-Nationalspieler, dem auch „Nati“-Coach Ottmar Hitzfeld zum Neuanfang in Nürnberg geraten hatte.
Ob Ben Khalifa, der gestern erstmals mit den künftigen Kollegen trainierte und danach ins Teamquartier nach Herzogenaurach fuhr, bereits heute zum Rückrundenstart gegen Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr) im Kader stehen wird, ließ Hecking offen. „Wir werden ihm Zeit geben, sich hier zurechtzufinden“, versprach der Coach, der den Neuzugang vor allem als reizvolle Option für die Zukunft sieht.
Nürnberg: Schäfer – Judt, Wollscheid, Wolf, Pinola – Cohen, Simons – Hegeler, Ekici, Mak – Schieber / Mönchengladbach: Heimeroth – Levels, Stranzl, Nordtveit, Daems – Marx, Bradley – Reus, de Camargo, Idrissou – Hanke / SR: Rafati (Hannover).
Die DFL hat die Spieltage 23 - 28 terminiert. Der Club empfängt am Freitag, 18. Februar (20.30 Uhr), Eintracht Frankfurt und gastiert am Sonntag, 3. April (15.30 Uhr), beim 1.FC Köln. Alle anderen Partien finden samstags statt.
23.Spieltag: Eintracht Frankfurt (H/Fr., 18.2., 20.30 Uhr) / 24.Spieltag: FC Schalke 04 (A/Sa., 26.2., 15.30) / 25.Spieltag: FC St. Pauli (H/Sa., 5.3., 15.30) / 26.Spieltag: VfL Wolfsburg (A/Sa., 12.3., 15.30) / 27.Spieltag: Werder Bremen (H/Sa., 19.3., 15.30) / 28.Spieltag: 1.FC Köln (A/So., 3.4., 15.30).

Do. 24.05.12
Do. 24.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12