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Club konterte das Aufbegehren der Konkurrenz

Eine gelungene Hausaufgabe auf dem Weg zum Klassenziel - 04.02.2013 08:00 Uhr

NÜRNBERG  - Eine Woche lang hatte man beim 1.FC Nürnberg an Stell­schrauben gedreht und Weichen neu gestellt. Das kurzfristig durch zwei Transfers punktuell verstärkte Kollek­tiv war für Michael Wiesinger denn auch der Schlüssel zum Erfolg. Denn das interne Gerangel um die Stamm­plätze hatte zusätzliche Energien frei­gesetzt. Und das Ergebnis konnte sich nach 90 kampfbetonten Minuten ge­gen Mönchengladbach sehen lassen.

Club-Spieler Mike Frantz kämpft sich durch und fällt letztendlich gerne über das nur halb ausgestreckte Bein von Thorben Marx.
Club-Spieler Mike Frantz kämpft sich durch und fällt letztendlich gerne über das nur halb ausgestreckte Bein von Thorben Marx.
Foto: Sportfoto Zink
Club-Spieler Mike Frantz kämpft sich durch und fällt letztendlich gerne über das nur halb ausgestreckte Bein von Thorben Marx.
Club-Spieler Mike Frantz kämpft sich durch und fällt letztendlich gerne über das nur halb ausgestreckte Bein von Thorben Marx.
Foto: Sportfoto Zink

„Es war ein Arbeitssieg, der wichtig für die Psyche ist“, fasste Wiesinger zufrieden, „aber nicht euphorisch“ zusammen. Vier Punkte von neun möglichen machen dem Bundesliga-Novizen das Arbeiten deutlich leichter. Und nebenbei konterte der Club das Aufbegehren der abstiegsbedrohten Konkurrenz mit der einzig richtigen Antwort. „Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, ist es egal, was die Konkurrenz macht“, stellte Kapitän Raphael Schäfer selbstbewusst fest.

Ein Halbzeit lang fand der Club zurück zu seinen Wurzeln und bot dem Gegner mit viel Kampf und Leidenschaft die Stirn. „Es ist die Qualität meiner Mannschaft, unangenehm zu sein“, sagte Wiesinger. In den ersten 45 Minuten war der Club sogar viel mehr als nur unangenehm. Er war zielstrebig und suchte erfolgreich den Torabschluss.


„Das war von der ersten bis zur letzten Minute wieder der Club. Jeder war für den anderen da“, meinte Mittelfeldspieler Mike Frantz. Ganz so lange hielt der mannschaftliche Verbund den spielerischen Qualitäten der Gäste aber nicht stand. Weil es die wendigen und mit der Zeit besser kombinierenden Gladbacher verstanden, sich dem Zugriff der Hausherren zu entziehen, wurde es mit dem Sieg augenscheinlich noch einmal eng. „Wir haben es nicht verstanden, selbst in Ballbesitz zu kommen. Wir mussten viel hinterherlaufen, das kostet natürlich viel Kraft. Aber Gladbach hatte nicht eine zwingende Chance zum Ausgleich“, konstatierte Wiesinger, der mit dem spielerischem Übergewicht des Gegners angenehmer hätte leben können, wenn sein Team die sich bietenden Räume zum Kontern besser genutzt hätte: „Wir hätten den einen oder anderen Angriff zielstrebiger zu Ende spielen müssen.“

Wiesinger war schließlich auch noch bemüht, die wohl spielentscheidende Szene, als Frantz im Strafraum ungefoult zu Boden ging, ins rechte Licht zu rücken. Erschummeln wolle er sich nichts. Entschuldigen wolle er sich aber auch nicht. „In Dortmund sind wir benachteiligt worden. Diesmal hatten wir Glück. Mike Frantz Absicht zu unterstellen, wäre völlig fehl am Platz. Aber ich werde noch einmal mit ihm reden. Wir animieren keinen Spieler dazu, Elfmeter zu schinden“, sagte der Coach.

Der Protagonist selbst wollte sein Fallen nicht als klare Schwalbe bewertet wissen, räumte aber ehrlich ein, „dass es mir lieber gewesen wäre, wir hätten den Elfer nicht bekommen und trotzdem gewonnen“. Torhüter Schäfer, der vom anderen Spielfeldende sicher den schlechtesten Blick hatte, wollte sich gar nicht erst mit der Frage Foul oder nicht Foul befassen. Er betrachtete die Szene aus einem ganz anderen Blickwinkel: „Es gibt im Fußball eine Regel: Im Sechzehner grätscht man nicht!“ 

Stefan Jablonka


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Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

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Der Club-Kader in der Saison 2012/13

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