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Club-Profis erfüllten Heckings Plansoll

Standesgemäßer 12:0-Sieg beim ersten Test in Kasendorf - 30.06.2012 11:00 Uhr

KASENDORF  - Die Vorleistung, die die Sportfreunde des SSV Kasendorf erbracht hatten, konnte sich sehen lassen. Eifrig hatten sie 145.000 Kronkorken gesammelt (und natürlich die dazugehörigen Bierflaschen geleert), um beim Gewinnspiel einer Brauerei die Stippvisite des Club zu ergattern.

Alexander Esswein (Mitte) geht  wieder auf Torejagd. Beim ersten Testspiel traf der lange verletzte Club-Stürmer  zweimal.
Alexander Esswein (Mitte) geht wieder auf Torejagd. Beim ersten Testspiel traf der lange verletzte Club-Stürmer zweimal.
Foto: Sportfoto Zink
Alexander Esswein (Mitte) geht  wieder auf Torejagd. Beim ersten Testspiel traf der lange verletzte Club-Stürmer  zweimal.
Alexander Esswein (Mitte) geht wieder auf Torejagd. Beim ersten Testspiel traf der lange verletzte Club-Stürmer zweimal.
Foto: Sportfoto Zink

Während der Bezirksoberliga-Absteiger aus dem Landkreis Kulmbach gestern Abend sein „Spiel des Jahres“ (so der Aufdruck auf eigens gefertigten T-Shirts) erlebte, dürfte der 12:0 (4:0)-Kantersieg in der Historie des 1.FCN eher eine Randnotiz bleiben. Immerhin aber gelang dem Team von Trainer Dieter Hecking ein ordentlicher Start in die Saisonvorbereitung. Allerdings bedurfte es schon einer furiosen Schlussoffensive, um das Ergebnis für den Bundesligisten in eine standesgemäße Höhe zu treiben.


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Erstes Spiel, erster Sieg: Mit einem klaren 12:0 besiegte der 1. FC Nürnberg seinen Kontrahenten den SSV Kasendorf. Vor 3.500 Zuschauern konnte der Bezirksoberligist knapp zwanzig Minuten mithalten, bis die ersten Tore fielen.

Vor der Pause waren den Gästen bescheidene vier Tore gelungen, wovon die Hälfte gleich auf das Konto von Neuzugang Sebastian Polter ging. Die Leihgabe des VfL Wolfsburg hatte nach 20 Minuten gegen wacker kämpfende Amateure mit einem Kopfball den Bann gebrochen. Auch der vom VfB Stuttgart gekommene Timo Gebhart verbuchte sein Premierentor, zudem traf Alexander Esswein. Mehr ging nicht, weil vor allem offensiv noch Sand im Getriebe war und auch Kasendorfs Keeper mehrfach glänzte.

Nach dem Wechsel erhöhte Julian Wießmeier zwar schnell auf 5:0 (49.), danach aber taten sich die Profis erneut schwer, Lücken in der Abwehr der Amateure zu finden. Erst in der 71. Minute gab Per Nilsson mit einem Kopfball zum 6:0 das Signal zum munteren Scheibenschießen. Wießmeier, Nilsson, Roussel Ngankam (2) und Esswein sowie ein Eigentor der Oberfranken machten das Dutzend voll.


Dass gerade das 10:0 durch den Ex-Herthaner Ngankam von den Spielern besonders auffällig bejubelt wurde, war kein Zufall: Hecking hatte explizit einen zweistelligen Sieg gefordert. „Es ist schön zu sehen, dass sie bemüht sind, auch solch kleine Vorgaben zu erfüllen“, sagte er und verriet schmunzelnd, dass sich seine Mannschaft dadurch „die morgige Laufeinheit etwas erträglicher gestaltet hat“.

Nürnberg: Stephan (46. Rakovsky) – Chandler, Nilsson, Klose (59. Kamavuaka), Pinola – Balitsch (46. Feulner) – Mendler (46. Wießmeier), Gebhart (59. Ngankam), Frantz (59. Klement), Esswein – Polter (74. Korczowski) / Tore: 0:1 Polter (20.), 0:2 Gebhart (23.), 0:3 Polter (24.), 0:4 Esswein (34.), 0:5 Wießmeier (49.), 0:6 Nilsson (71.), 0:7 Wießmeier (73.), 0:8 Stübinger (83., Eigentor), 0:9 Nilsson (85.), 0:10, 0:11 Ngankam (87., 88.), 0:12 Esswein (89.) / Zuschauer: 3500.

Sturm Graz verpflichtet Okotie

Die Akte Rubin Okotie kann am Valznerweiher endgültig geschlossen werden: Der SK Sturm Graz hat den 25-jährigen Österreicher nun fest verpflichtet. Okotie war vor zwei Jahren ablösefrei von Austria Wien nach Nürnberg gekommen, konnte sich beim Club aber nie durchsetzen und brachte es in der Bundesliga nur auf vier Kurzeinsätze. In der vergangenen Saison war der Stürmer zunächst an den belgischen Erstligisten VV St. Truiden und in der Rückrunde an Graz ausgeliehen. Der Club kassiert für Okotie keine Ablöse, wäre aber laut Sportvorstand Martin Bader an künftigen Transfererlösen beteiligt. 

Uli Digmayer

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Kurzbeschreibung:
Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

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Der Club-Kader in der Saison 2012/13

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

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