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Der erst 19-jährige Rakovsky hat gerade Mal drei Bundesliga-Spiele bestritten – eines gegen Borussia Dortmund und zwei gegen den FC Augsburg. „Natürlich wird das Adrenalin ein bisschen mehr sein, aber er genießt mein absolutes Vertrauen. Es wird das bislang schönste Spiel seiner noch jungen Karriere“, wagt Club-Coach Hecking einen euphorischen Ausblick, obwohl die Vorzeichen eher ein Debakel als eine faustdicke Überraschung vermuten lassen. „Wenn wir einfach mal das Tor machen, dann kommt auch das Glück zurück und wir gewinnen die Spiele wieder“, hält aber auch Rakovsky einen Punktgewinn für möglich.
Der 1,87 kleine Torhüter, der im nordrhein-westfälischen Olpe geboren wurde, fünf Jahre später mit der Familie nach Prag zog und das Fußballspielen bei den Klubs Dukla, Slavia und Sparta lernte, ist kein unbeschriebenes Blatt. Neben einigen Junioren-Titeln schmückt seine Biografie auch die Fritz-Walter-Medaille in Bronze, die er als drittbester Nachwuchstorhüter jüngst vom Deutschen Fußball-Bund verliehen bekam.
Hier geht's zum Live-Ticker FC Schalke 04 - 1.FC Nürnberg!
Im Alter von 15 Jahren kehrte er nach Deutschland zurück und gefiel bei den Schalkern durch gute Leistungen. Nun feiert er beim Gastspiel gegen den Tabellendritten ein Wiedersehen, das ohne Felix Magaths Starrköpfigkeit wohl so gar nicht zustande gekommen wäre. Womöglich stünde Rakovsky noch heute beim „S04“ unter Vertrag. Doch Magath soll sich seinerzeit als Trainer der Schalker Profis nicht besonders für den eigenen Nachwuchs interessiert haben. Mit Manuel Neuer im Tor schien es für ihn keinen Grund zu geben, sich nach potenziellen Nachfolgern umzusehen. Enttäuscht wechselte Rakovsky im Sommer 2011 zum Club.
Seine Feuertaufe als Profi erlebte er am 20. August 2011 vor der eindrucksvollen „gelben Wand“ in Dortmund. Von über 80.000 Fans ließ sich der Debütant zwar nicht einschüchtern, von Robert Lewandowski und Kevin Großkreutz jedoch überwinden. Am Samstag darf Rakovsky seiner Vita nun eine weitere Episode hinzufügen. „Ich freue mich auf das Spiel. Dadurch, dass es erst mein viertes ist, ist jedes Spiel etwas Besonderes.“
Obwohl er vier Jahre im Ruhrpott lebte, verbindet ihn heute nur noch eine Freundschaft mit Schalkes Talent Julian Draxler sowie eine nette Anekdote mit dem Revierklub: Als der FC Schalke 04 einst den FC Barcelona in der Champions League empfing, stand Rakovsky staunend neben der Seitenlinie. „Ich war damals Balljunge. Dieses Spiel war mein absolutes Highlight“, erinnert er sich.
Am Samstag wird zweifelsohne ein größerer Druck auf seinen Schultern lasten, wenn ein Ball auf ihn zufliegt. „Die Stimmung im Stadion kenne ich gut, deshalb habe ich keine Angst davor“, sagt Rakovsky. Auch das bevorstehende Duell mit Schalkes Toptorjäger Klaas-Jan Huntelaar bereitet ihm keine schlaflose Nacht. „Ich muss einfach jeden Ball halten“, lautet sein simples Rezept. Sein Trainer träumt von einem ähnlichen Szenario: „Das Beste wäre, er hält drei Unhaltbare und wir gewinnen mit 1:0“, sagte Hecking.
Schalke: Unnerstall – Uchida, Höwedes, Matip, Fuchs – Neustädter, Höger – Farfan, Holtby, Afellay – Huntelaar
Nürnberg: Rakovsky – Feulner, Nilsson, Klose, Pinola – Balitsch, Simons – Gebhart, Kiyotake, Frantz – Polter
SR: Kircher (Rottenburg).
Sa. 18.05.13
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Fr. 17.05.13
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