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An der Berechtigung des fünften Saisonsieges der Gladbacher, die damit zumindest zeitweise die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernahmen, gab es nichts zu deuteln. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre war über 90 Minuten klar überlegen, erspielte sich eine Vielzahl guter Torchancen, die aber zum Teil leichtfertig vergeben wurden. Ein paarmal scheiterten die Borussen zudem an Torwart Alexander Stephan, der seine bis dato beste Leistung im Trikot des 1.FC Nürnberg bot.
Trotz einer Steigerung nach der Pause konnte der Club nicht annähernd an die ordentlichen Leistungen in den vorangegangenen Spielen anknüpfen. Vor allem in der Offensive enttäuschten die Franken. Vermutlich hätten sie an diesem Nachmittag auch dann nicht getroffen, wenn die Partie zwei Stunden länger gedauert hätte.
Die Entscheidung in dieser einseitigen Partie fiel rund eine Viertelstunde vor Schluss. Javier Pinola attackierte Natonalspieler Marco Reus im Strafraum recht ungeschickt, der Gladbacher Angreifer lag sofort auf dem Boden und Schiedsrichter Knut Kircher zeigte auf den Elfmeterpunkt. Filip Daems verwandelte den Strafstoß und manifestierte damit den vierten 1:0-Sieg der Borussia in dieser Saison.
Wer gedacht hatte, die vorangegangenen Ergebnisse würde dem Club noch mehr Sicherheit und Selbstvertrauen verleihen, sah sich getäuscht. Vor der Pause konnte die Elf von Trainer Dieter Hecking in der Offensive keinerlei Akzente setzen. Das Aufbauspiel der Gäste wirkte verkrampft und überhastet, es mangelte an Präzision und der nötigen Abstimmung.
Die wenigen Konter wurden zu statisch vorgetragen, auf Seiten der Franken war zu wenig Bewegung im Spiel. Gladbachs Torwart Mark ter Stegen konnte die wärmenden Herbstsonne genießen, er bekam vor der Pause überhaupt nichts zu tun.
Vor dem Tor des Nürnberger Keepers dagegen brannte es mehrmals lichterloh. Immer wieder war es Nationalspieler Marco Reus, der auf Lücken lauerte, um dann blitzschnell in Aktion zu treten. Nahezu an jeder gelungenen Angriffsaktion der Platzherren war der trickreiche Wirbelwind beteiligt. Zwischen der 17. und der 34.Minute vergab der quirlige Angreifer drei Großchancen; es fehlten bisweilen nur Zentimeter zum Torerfolg. Zudem legte er in der 33.Minute mustergültig auf für Juan Arango, der den Ball allerdings ebenfalls nicht im Nürnberger Gehäuse unterbrachte.
Bei hohen Bällen war der Nürnberger Hintermannschaft nicht beizukommen, doch gegen die Solo-Einlagen von Reus fanden sie lange Zeit kein taugliches Mittel. Hecking reagierte zur Halbzeit und beorderte Almog Cohen für Markus Mendler auf das Feld.
Der Club-Coach hatte seiner Truppe mit Sicherheit auch ein paar deutliche Worte mit auf den Weg gegeben, denn nach dem Wechsel erwachte der 1. FC Nürnberg endlich aus aus seiner Lethargie, steigerte das Tempo und ging energischer in die Zweikämpfe. Und endlich wurde auch Borussen-Keeper ter Stegen gefordert; in der 57. Minute musste er per Faustabwehr gegen Markus Esswein klären.
Der ersten Nürnberger Torchance folgte zwar postwendend die „zweite Welle“ der Gastgeber, doch Stephan hielt den Club lange im Spiel. Der Schlussmann, der sich gleich in der zweiten Minute mit einem gelungenen Aktion gegen De Camargo Selbstvertrauen geholt hatte, entschärfte beste Gladbacher Tormöglichkeiten durch Roman Neustädter (58.) und den eingewechselten Raul Bobadilla (67., 73.). Und auch nach dem Gladbacher Elfmetertor stellte er mit einer Glanzparade gegen Reus unter Beweis, dass er ein zuverlässiger Vertreter von Raphael Schäfer ist. Das war der einzige Lichtblick an diesem aus Nürnberger Sicht tristen Fußball-Nachmittag.
Mönchengladbach: ter Stegen – Jantschke, Stranzl, Dante, Daems – Marx (88. Nordtveit), Neustädter – Reus, Arango – Hanke (63. Bobadilla), De Camargo
Nürnberg: Stephan – Chandler, Wollscheid, Klose, Pinola – Feulner, Simons – Hegeler (78. Eigler), Mendler (46. Cohen), Esswein (80. Bunjaku) – Pekhart
SR: Kircher (Rottenburg) / Tor: 1:0 Daems (74., Foulelfmeter) / Zuschauer: 51.117 / Gelbe Karten: Bobadilla – Klose.

Do. 24.05.12
Do. 24.05.12
Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
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Fr. 18.05.12
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Do. 17.05.12
Do. 17.05.12
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