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Club wieder mit Rakovsky – und auch Plattenhardt?

Schäfer: Training statt Spiel in Mainz - 08.11.2012 18:57 Uhr

NÜRNBERG  - Schrecksekunde beim Abschlusstraining des 1. FCN am Valznerweiher: Alexander Esswein hielt sich schmerzverzerrt das Knie, das er sich bei Schussübungen – sie dominierten das Programm – verdreht hatte. Doch der schnelle Dribbler gab Entwarnung: "Es wird schon gehen."

Noah Korczowski (links) wird in Mainz wieder mit einem Platz auf der Ersatzbank vorliebnehmen müssen. Außenverteidiger Marvin Plattenhardt (rechts) darf sich dagegen berechtigte Hoffnungen auf einen weiteren Einsatz in der Startelf machen.
Noah Korczowski (links) wird in Mainz wieder mit einem Platz auf der Ersatzbank vorliebnehmen müssen. Außenverteidiger Marvin Plattenhardt (rechts) darf sich dagegen berechtigte Hoffnungen auf einen weiteren Einsatz in der Startelf machen.
Foto: Sportfoto Zink
Noah Korczowski (links) wird in Mainz wieder mit einem Platz auf der Ersatzbank vorliebnehmen müssen. Außenverteidiger Marvin Plattenhardt (rechts) darf sich dagegen berechtigte Hoffnungen auf einen weiteren Einsatz in der Startelf machen.
Noah Korczowski (links) wird in Mainz wieder mit einem Platz auf der Ersatzbank vorliebnehmen müssen. Außenverteidiger Marvin Plattenhardt (rechts) darf sich dagegen berechtigte Hoffnungen auf einen weiteren Einsatz in der Startelf machen.
Foto: Sportfoto Zink

Dass er beim Auswärtsspiel am Freitag gegen den FSV Mainz 05 (Anstoß 20.30 Uhr) auflaufen kann, ist für Dieter Hecking beschlossene Sache. Ebenso der dritte Einsatz in Folge für Nachwuchstorhüter Patrick Rakovsky, von dem der Trainer hofft, dass aller guten Dinge drei sind. Die Nummer eins, Raphael Schäfer, ist offensichtlich, so verriet sein Mienenspiel, davon nicht sonderlich begeistert. Er reiste gestern zwar mit der Truppe in die Karnevalshochburg, wird aber nicht als Ersatz auf der Bank sitzen.


Diesen Part übernimmt, wie schon beim 1:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg, Benjamin Uphoff, der Torhüter der „U23“. Schäfer, der beim folgenden Heimspiel gegen den Topfavoriten Bayern München wieder zwischen den Pfosten stehen soll, wird derweil in Mainz ein spezielles Aufbautraining mit Torhüter-Trainer Adam Matysek absolvieren.

Da der Club-Trainer keine großen Änderungen in der Siegerelf – dies hat er angekündigt – vornehmen will, ist im Prinzip nur eine Frage offen: Wer spielt auf der linken Seite in der Viererabwehrkette. P oder P – Marvin Plattenhardt oder Javier Pinola? Die Entscheidung ist schon gefallen, wie Hecking mitteilte: „Ich habe mich inzwischen festgelegt.“ Die beiden Kandidaten aber hatte er gestern vor der Abfahrt wohl noch nicht informiert. Anders lässt sich die Aussage von Plattenhardt („Ich lasse mich überraschen“) nicht deuten.

Eines steht unabhängig von der Entscheidung auf jeden Fall fest: Die Mainzer sind zu Hause – und dies am Freitag und unter Flutlicht – eine Macht. Man müsse sich auf einen rot-weißen Tornado in der Anfangsphase einstellen, warnt Hanno Balitsch eindringlich. Er erinnert sich offensichtlich an die Partie in der vergangenen Saison. Auch der Trainer hat dieses Spiel noch nicht aus seinem Gedächtnis gestrichen: „Bei der 1:2-Niederlage hätten wir schon nach 20 Minuten mit 0:4 zurückliegen können.“ Diesmal soll alles anders kommen und der erwartete Anfangsdruck des FSV mit einer konzentrierten Abwehrleistung verhindert werden.

Als Gegenmittel sind schnelle Konter gedacht, für die vor allem auch der wieder erstarkte Timothy Chandler auf der rechten Außenbahn sorgen soll. Seine überzeugende Leistung vor einer Woche gegen Wolfsburg hat ihm prompt eine Einladung durch US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann für ein Länderspiel gegen Russland eingebracht. „Diese nehme ich sehr gerne an“, sagte der 22-Jährige, der zuletzt mehrfach abgesagt hatte.

Ad acta gelegt werden kann am Valznerweiher jetzt das unerfreuliche Thema Robert Mak. Nach ehrgeizigen und auch gelungenen Trainingsbedingungen verkündete Trainer Hecking gestern: „Robert gehört in Mainz wieder dem Kader an.“

Mainz setzt auf Knipser Szalai

Die Mainzer setzen vor allem wieder auf Knipser Adam Szalai, der gemeinsam mit dem Münchner Mario Mandzukic die Torschützenliste der Liga anführt. Acht der bislang 13 FSV-Treffer gehen auf das Konto des ungarischen Angreifers. Bei keinem anderen Bundesliga-Klub ist der Anteil eines Spielers an den Toren der Mannschaft so hoch. Zum Vergleich: Nürnberg hat bis dato insgesamt so viele Tore erzielt wie Szalai allein. Kein Wunder also, dass FSV-Trainer Thomas Tuchel weiter auf den Killerinstinkt Szalais hofft, der vor dieser Saison 50 Partien für acht Tore benötigte: „Wir versuchen, Adam in seinem Lauf drinzuhalten.“

Mainz: Wetklo – Pospech, Svensson, Noveski, Diaz – Kirchhoff – Baumgartlinger, Soto – N.Müller, Ivanschitz – Szalai

Nürnberg: Rakovsky – Chandler, Nilsson, Klose, Plattenhardt (Pinola) – Balitsch, Simons – Gebhardt, Kiyotake, Esswein – Pekhart

SR: Kinhöfer (Herne). 

Von Dieter Bracke


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