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Der Club ist endgültig im Ziel

Lahmer Kick: Nur ein Punkt für den 1. FC Nürnberg gegen den HSV - 21.04.2012 17:40 Uhr

Nürnberg  - Die gute Nachricht vorweg: Der 1. FC Nürnberg blieb gegen den Hamburger SV zum vierten Mal in Folge ungeschlagen. Daniel Didavis Ausgleichstor zum 1:1 in der 59. Minute besiegelte das sechste Unentschieden der Franken in dieser Bundesliga-Saison.

Daniel Didavi jubelt mit seinen Kollegen über seinen Treffer zum 1:1.
Daniel Didavi jubelt mit seinen Kollegen über seinen Treffer zum 1:1.
Foto: dpa
Daniel Didavi jubelt mit seinen Kollegen über seinen Treffer zum 1:1.
Daniel Didavi jubelt mit seinen Kollegen über seinen Treffer zum 1:1.
Foto: dpa

Für die Hanseaten, die Heung Min Son in der 54. Minute in Führung gebracht hatte, könnte dieser eine Punkt Gold wert sein im Abstiegskampf; gerettet ist der Bundesliga-Dino aber noch immer nicht.

Ansonsten sollte man diese Partie so schnell wie möglich vergessen. Zwar hatte Dieter Hecking im Vorfeld an die Ehre seiner Spieler appelliert und nach dem bereits gesicherten Klassenerhalt „einhundert Prozent Leistung“ eingefordert, doch die Spannung ist ganz offensichtlich raus beim seinen Kickern.

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Nein, das Niveau der Partie zwischen dem FCN und dem Hamburger SV war nicht sonderlich hoch. Dafür gab es jede Menge schöne Bilder aus einem fast ausverkauften Stadion.

Ein Gastgeber, der befreit aufspielen kann, und Gäste, für die es noch ums Überleben geht: Eigentliche eine Konstellation, die zumindest spannenden Fußball in Aussicht stellen sollte. Doch Theorie und Praxis sind nun mal zwei Paar Schuhe, wie sich im mit 45.873 Zuschauern nahezu ausverkauften easyCredit-Stadion schnell herausstellen sollte. Die beiden Traditionsklubs agierten vor allem vor der Pause absolut fahrig, verkrampft und ohne echten Plan im Spielaufbau. Statt kurzweiliger Unterhaltung bekamen die Fans beider Lager ein Fehlpass-Festival aufgetischt, das mit Bundesliga-Niveau nun wirklich nichts zu tun hatte.

Torchancen? Vor der Pause im Prinzip Fehlanzeige. Nach einem Blackout des unkonzentriert wirkenden Club-Verteidigers Philipp Wollscheid – er bestritt sein 50. Erstliga-Spiel – hatte Son völlig unverhofft die Chance zur Gästeführung, vergab aber ebenso wie Tomás Rincon, der sein Glück nach einer halben Stunde aus der zweiten Reihe versuchte; Raphael Schäfer klärte im Nachfassen. Auf der Gegenseite platzierte der in den letzten Wochen so stark auftrumpfende Daniel Didavi ein Verlegenheitsschüsschen rechts vorbei (23.), drei Minuten später scheiterte Tomas Pekhart nach einem Konter an HSV-Torwart Sven Neuhaus.

Der war wenige Minuten zuvor für den verletzten Jaroslav Drobny in die Partie gekommen, der nach einem Zusammenprall mit Pekhart zunächst minutenlang behandelt wurde, dann aber doch passen musste. So feierte der Ex-Fürther Neuhaus, eigentlich die Nummer drei in der Hamburger Torwart-Hierarchie, mit 34 Jahren sein Bundesliga-Debüt.

Zumindest nach der Pause kamen die Zuschauer einigermaßen auf ihre Kosten, auch wenn sich das Niveau der Partie weiterhin in Grenzen hielt. Immerhin fielen nun Tore. Nach einer knappen Stunde nutzte Son die kollektive Konfusion der an diesem Nachmittag alles andere als sattelfesten Club-Hintermannschaft und vollstreckte nach einem Abpraller zur Gäste-Führung.

 

Die hielt allerdings nur fünf Minuten. Und auch hier bereitete ein Abwehrfehler den Weg: Nach einer Flanke von Timmy Simons unterlief HSV-Verteidiger Bruma den Ball, so dass Didavi am linken Fünfereck völlig frei zum Schuss kam. Vom Innenpfosten prallte der Ball ins Tor – der achte Saisontreffer der Stuttgarter Leihgabe.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Club-Mannschaft in den verbleibenden zwei Spielen den Appell ihres Trainers zu Herzen nimmt und sich noch einmal richtig ins Zeug legt. Am kommenden Samstag geht es nach Hoffenheim, am 5. Mai gastiert Bayer Leverkusen zum Saisonfinale in der Noris.

Nürnberg: Schäfer – Chandler, Maroh, Wollscheid, Pinola – Balitsch (65. Feulner), Simons – Frantz (65. Bunjaku), Didavi, Mak (76. Hegeler) – Pekhart / Hamburg: Drobny (25. Neuhaus) – Bruma, Mancienne, Westermann, Aogo – Jarolim (57. Kacar), Rincon – Ilicevic, Jansen – Son (84. Petric), Berg / SR: Gagelmann (Bremen). / Tore: 0:1 Son (59.), 1:1 Didavi (64.) / Zuschauer: 45.873 / Gelbe Karte: - Jarolim. 

Harald Büttner


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Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
über 14.000


Kurzbeschreibung:
Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

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