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Die Ice Tigers haben das erste Ziel erreicht

Nach 5:2-Triumph in Berlin für die Pre-Play-offs qualifiziert - 05.03.2013 22:35 Uhr

Wie schon am Freitag in München durfte sich Eric Chouinard wieder als Doppeltorschütze feiern lassen (Archivbild).

Wie schon am Freitag in München durfte sich Eric Chouinard wieder als Doppeltorschütze feiern lassen (Archivbild). © Sportfoto Zink


Doch welch Wunder, plötzlich erblühen die Nürnberger zu unerwartetem Glanz, gewinnen mit einer Ausnahme (am Sonntag in Hannover) Spiel um Spiel, mit der Krönung am Dienstagabend beim deutschen Meister Eisbären Berlin, den die fränkischen Gäste mit 5:2 (0:0, 1:1, 4:1) abfertigen.

Seit dem 19.Oktober 2007 hatten die Ice Tigers keinen Dreier mehr in Berlin geholt, von den zurückliegenden zehn Partien neun (!) verloren. Und dann dieser triumphale Sieg, der schon zwei Spieltage vor Ende der Vorrunde die Pre-Play-off-Teilnahme perfekt macht. Bei sechs Punkten Vorsprung zum elften Platz und der weitaus besseren Tordifferenz kann praktisch nichts mehr anbrennen, auch wenn die letzten beiden Gegner am Freitag und Sonntag Mannheim (Erster) und Köln (Zweiter) heißen.

Die Saison ist also für die Ice Tigers – was lange zu befürchten war – nicht schon am 10.März beendet. Es gibt noch mindestens zwei Spiele, vielleicht aber als Zugabe noch ein bisschen mehr ...

Ohne Hiobsbotschaft geht es zur Zeit allerdings bei den Ice Tigers nicht. Schreckten zuletzt in München und Hannover die Ausschlüsse von Casey Borer (Matchstrafe) und Yan Stastny (Spieldauerdisziplinarstrafe) auf, so hatten die Nürnberger am Dienstag schon vor dem ersten Bully einen Rückschlag zu verdauen.

Stammtorhüter Tyler Weiman hatte sich beim Vormittagstraining am Knie verletzt und konnte am Abend nicht spielen. Andreas Jenike musste zwischen die Pfosten, als Ersatzmann wurde kurzerhand der 19-jährige Marco Wölfl aus Bad Tölz nach Berlin beordert. Jimmy Hertel, der sonst eigentlich für solche Fälle parat steht, war mit dem Oberligisten schon zum Play-off-Spiel in Freiburg unterwegs und deshalb unabkömmlich.

Aber die Gäste konnten sich von Beginn an auf Weiman-Vertreter Jenike verlassen, wie überhaupt die gesamte Mannschaft defensiv hervorragend arbeitete und den Berlinern nur ganz wenige Einschussmöglichkeiten gestattete. Und die Nürnberger selbst nutzen ihre Chancen im Gegensatz zur Partie in Hannover diesmal konsequent aus, auch wenn es einige Zeit dauerte bis der Knoten platzte.

Die 1:0-Führung durch Eric Chouinard (31.) hatte zwar nur für kurze Zeit Bestand, aber nach dem Berliner Ausgleich (33.) sorgte ein Dreierpack innerhalb von 176 Sekunden zu Beginn des Schlussabschnitts für die vorzeitige Entscheidung. Erneut Chouinard (43.) sowie Jason Jaspers (45.) und der wie erhofft spielberechtigte Yan Stastny (46.) durften sich als Torschützen feiern lassen.

Das zweite Gegentor (57.) war nicht mehr als ein Schönheitsfehler – den Endstand besorgte Dusan Frosch (59.) mit einem Schuss ins leere Gehäuse. Der Rest war aus Nürnberger Sicht Jubel, Trubel, Heiterkeit.

Berlin: Zepp – Baxmann, Sharrow; Supis, Hördler; Katic, Caldwell – Christensen, Locke, Foy; Rankel, Talbot, T.-J.Mulock; Busch, Olver, Tallackson; Ty,Mulock, Arniel, Schlenker / Nürnberg: Jenike – Schüle, Festerling; Pollock, Butenschön; Lindlbauer, Leask – Reimer, Jaspers, Bayda; Reinprecht, Stastny, James; Kaufmann, Chouinard, Frosch; Aab, Weiß, Buzas / SR: Brüggemann/Lenhart (Iserlohn/Kassel) / Zuschauer: 13100 / Strafminuten: Berlin 10 – Nürnberg 4 (Schüle, Bayda je 2) / Tore: 0:1 (30:08) Chouinard (Frosch/Kaufmann, 5-4), 1:1 (32:38) T.-J.Mulock, 1:2 (42:39) Chouinard (Buzas/Kaufmann), 1:3 (44:18) Jaspers (Reimer/Lindlbauer), 1:4 (45:35) Stastny (Reinprecht/James, 5-4), 2:4 (56:12) Arniel, 2:5 (58:41) Frosch (5-6).

DEL: Eisbären Berlin – Thomas Sabo Ice Tigers 1:4 (0:0, 1:1, 0:3), Hamburg Freezers – Krefeld Pinguine 2:3 (1:1, 0:0, 1:1) n.P. / Tabellenspitze: 1. Adler Mannheim 50/160:121/96, 2. Kölner Haie 50/157:127/96, 3. Krefeld Pinguine 51/160:140/86, 4. Eisbären Berlin 50/177:143/85, 5. Hamburg Freezers 51/156:129/82, 6. ERC Ingolstadt 50/156:144/81, 7. Thomas Sabo Ice Tigers 50/155:153/74, 8. Augsburger Panther 50/132:149/74, 9. Hannover Scorpions 50/117:139/71. 

H.D./R.H.

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