10°C
Mittwoch, 22.05. - 06:01 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Ein neues Denkmodell im Fall Didavi

Club peilt erneut Leihgeschäft an - 08.05.2012 07:05 Uhr

NÜRNBERG  - Die Signale aus dem Schwabenland sind eigentlich kaum mehr zu überhören. Nach Trainer Bruno Labbadia fühlte sich jüngst nun auch Manager Fredi Bobic bemüßigt, via "Stuttgarter Zeitung" ein "Machtwort zu sprechen". "Der Dida", sprach Bobic also, "wird definitiv zurückkommen." Beim 1.FC Nürnberg mag man die Hoffnung aber immer noch nicht aufgeben, dass "der Dida" vielleicht doch nicht ganz so definitiv zurückkommen wird.

Abschied für immer? Daniel Didavis Zukunft beim 1.FC Nürnberg ist weiterhin offen.
Abschied für immer? Daniel Didavis Zukunft beim 1.FC Nürnberg ist weiterhin offen.
Foto: Sportfoto Zink
Abschied für immer? Daniel Didavis Zukunft beim 1.FC Nürnberg ist weiterhin offen.
Abschied für immer? Daniel Didavis Zukunft beim 1.FC Nürnberg ist weiterhin offen.
Foto: Sportfoto Zink

Während Kollegen wie Philipp Wollscheid, Christian Eigler oder Albert Bunjaku vor dem finalen Bundesliga-Spiel gegen Bayer Leverkusen (1:4) offiziell verabschiedet wurden, ging Daniel Didavi ohne Blumenstrauß und warme Worte nach Hause. „Das wäre das falsche Zeichen gewesen“, sagte Sportvorstand Martin Bader, der das Ringen um den Mittelfeldspieler nach wie vor nicht aufgeben mag. Vor allem, weil Didavi selbst seinen Sympathiebekundungen für den Club bewundernswert treu bleibt. Die Frage, ob er sich am Samstag innerlich schon vom 1.FCN und seinen Fans verabschiedet habe, verneinte der 22-Jährige vehement. Nach wie vor könne er es sich sehr gut vorstellen, weiter für Nürnberg zu spielen, „daran hat sich nichts geändert“, erklärte Didavi und fügte fast trotzig an, dass eine solche Aussage doch wohl „legitim“ und „nichts Schlimmes“ sei.

Seit Wochen muss Didavi einen rhetorischen Balanceakt vollführen: Zum einen möchte er seine Dankbarkeit für den Verein, „der mir die Chance gegeben hat, ein richtiger Bundesliga-Spieler zu werden“, keineswegs verhehlen. Zum anderen ist sich der Leiharbeiter natürlich bewusst, dass er nun mal noch beim VfB unter Vertrag steht und man besser nicht die Hand beißen sollte, die einen füttert.


Bilderstrecke zum Thema
Den Mini-Traum von Europa konnte der Club gegen Leverkusen nicht lange am Leben halten. 1:4 hieße es am Ende gegen die clevere Werkself. Wer welche Verantwortung für die klare Pleite zum Finale einer ansonsten guten Saison trägt, beantwortet die Sportredaktion mit der Einzelkritik.

Erst kürzlich überkam Didavi deshalb das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen. Ein paar schwärmerische Worte für seinen Nürnberger Trainer Dieter Hecking wurden ihm prompt als Kritik an seinem Stuttgarter Trainer Labbadia ausgelegt, was Didavi so natürlich nicht stehen lassen wollte. Per SMS klärte er Labbadia auf, „dass ich nur meinen Trainer hier gelobt habe und das mit Stuttgart gar nichts zu tun hat“. Immerhin sei der VfB ja „auch ein guter Verein, dem ich viel zu verdanken habe. Ich komme aus Stuttgart und habe dort seit der F-Jugend gespielt.“ Und vorsorglich fügte Didavi an, dass er natürlich auch brav an den Neckar zurückkehren werde, wenn es der VfB denn wünsche: „Ich bin kein Spieler der Stress macht und auf die Barrikaden geht.“


Die berufliche Zukunft des neunfachen Torschützen dürfte sich in den nächsten Tagen entscheiden. Mit dem Club sei alles längst geklärt, nun folgen die Sondierungsgespräche mit Bobic und Labbadia. „Ich bin gespannt, was Stuttgart zu sagen hat“, meinte Didavi und betonte: „Ich muss mir Gedanken machen, welche Optionen für mich die besten sind. Denkbar ist vieles.“ Eventuell auch folgendes Modell, das man beim Club derzeit zu favorisieren scheint: Demnach könnte Didavi seinen 2013 auslaufenden Vertrag in Stuttgart vorzeitig verlängern und dürfte dafür noch ein Jahr auf Leihbasis in Nürnberg kicken. Eine salomonische Lösung, von der vielleicht alle Parteien profitieren könnten. Ganz ohne Machtworte. 

Uli Digmayer

Mail an die Redaktion


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Logo 1. FC Nürnberg
Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
über 14.000


Kurzbeschreibung:
Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12