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Eiseskälte zählt für Hecking nicht als Ausrede

Bundesliga-Profis bibbern bei Minusgraden - 01.02. 19:31 Uhr

NÜRNBERG/DORTMUND  - Borussia Dortmund stellt sich auf einen heißen Tanz bei knackiger Kälte ein. "Wir müssen uns warm anziehen. Ich trage auf jeden Fall eine lange Hose und einiges unter dem Trikot", sagte BVB-Keeper Roman Weidenfeller.

Auch auf dem Trainingsplatz trotzt Nürnbergs Chefcoach Dieter Hecking (links, mit Co-Trainer Armin Reutershahn) klaglos den Minusgraden.
Auch auf dem Trainingsplatz trotzt Nürnbergs Chefcoach Dieter Hecking (links, mit Co-Trainer Armin Reutershahn) klaglos den Minusgraden.
Foto: Sportfoto Zink
Auch auf dem Trainingsplatz trotzt Nürnbergs Chefcoach Dieter Hecking (links, mit Co-Trainer Armin Reutershahn) klaglos den Minusgraden.
Auch auf dem Trainingsplatz trotzt Nürnbergs Chefcoach Dieter Hecking (links, mit Co-Trainer Armin Reutershahn) klaglos den Minusgraden.
Foto: Sportfoto Zink

Während Deutschland friert, hat die Fußball-Bundesliga ihre Winterpause längst beendet. Zum Auftakt des 20. Spieltags tritt der BVB am Freitag (20.30 Uhr) beim 1.FC Nürnberg an. Zum Anpfiff erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) Temperaturen von etwa zwölf Grad unter Null. Im Wind fühle sich die Temperatur zudem noch etwas kälter an.

Weidenfeller weiß, was in Nürnberg auf seine Kollegen und ihn zukommt. Nach den jüngsten Trainingseinheiten habe er bereits „blaue Füße“ gesehen, die durch die Kälte entstanden seien. „Weil wir extrem enge Schuhe tragen, gibt es dort kaum Reibung“, erklärte der Torwart. Neben warmer Kleidung will Weidenfeller den Minusgraden mit viel Bewegung trotzen.

Nürnbergs Trainer Dieter Hecking geht indes cool mit dem Thema um: „Auf die Wetterbedingungen haben wir keinen Einfluss. Es ist mir egal, ob es minus zehn, minus zwölf oder minus 14 Grad sein werden.“ Die Kälte dürfe keinesfalls als Ausrede herhalten, mahnte er seine Spieler. Sportvorstand Martin Bader sieht dem ausverkauften Frostgipfel ebenfalls gelassen entgegen. „Wir hatten schon andere kalte Spiele, und wenn das Stadion voll ist, wärmen sich die Fans gegenseitig“, sagte Bader. Der Boden werde durch die Rasenheizung seit Tagen bearbeitet.


Auch BVB-Coach Jürgen Klopp mag das Wetter nicht dramatisieren: „Minusgrade gehören wie Regen zum normalen Geschäft. Wir sind vorbereitet, die Spieler tragen unter anderem Funktionsunterwäsche.“ Zumindest aus medizinischer Sicht sieht Mannschaftsarzt Markus Braun keine Probleme, wenn die richtigen Vorkehrungen getroffen sind. „Minus 15 Grad machen den Spielern nichts aus. Sie sind alle gesund und trainieren schon seit Tagen bei kalten Temperaturen“, sagt Braun, der glaubt, dass sich die Profis an die Bedingungen angepasst haben. Weil sie ständig in Bewegung seien, bestehe auch nicht die Gefahr, dass sie auskühlen könnten.



Extreme Temperaturen fördern manchmal allerdings besondere Einfälle. Als der Liga-Rivale Bayer Leverkusen am 1. Dezember 2010 in der Europa League in Norwegen gegen Rosenborg Trondheim bei 16 Grad unter Null antreten musste, überraschte der damalige Coach Jupp Heynckes mit beheizten Schuhen. Per Akku aufgeheizte Einlegesohlen brachten wohlige Wärme. Heynckes musste nur noch reinschlüpfen.

BVB-Teamarzt Braun empfiehlt dem „Bankpersonal“ dicke Winterjacken und gefütterte Boots. Zudem sollen die Reservespieler ihre Schuhe unter eine Decke stecken. Für alle Akteure stehe warmer Tee bereit.

Eine Spielabsage wegen der Minusgrade ist in der Bundesliga kein Thema – im Gegensatz zur Serie A. In der italienischen Profiliga wurde bereits am Dienstag die Partie AC Parma – Juventus Turin wegen heftiger Schneefälle abgesagt, am Mittwoch fielen zwei weitere Partien aus. 



dpa/NZ

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