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Erlanger Jugendhandballer schlugen Post SV 28:21

Handball-Revanche hart erarbeitet - 28.01.2013 18:55 Uhr

ERLANGEN  - Unübersehbar frustriert suchte sich Steffen Schmitt einen Platz in der ersten Zuschauerreihe, nachdem er zuvor in der Kabine sein Gemüt kurz abgekühlt hatte. Zehn Minuten vor dem Ende des Bundesliga-Derbys zwischen den A-Junioren des HC Erlangen und des Post SV hatte der Nürnberger Rückraumspieler für ein grobes Foul die Rote Karte gesehen.

Packende Zweikämpfende gab es beim A-Jugend-Derby zwischen dem HC Erlangen und Post SV am laufenden Band - hier zwischen Lukas Schalk (Erlangen , in Rot) und den Nürnbergern Johannes Bayer und Timo Löw.
Packende Zweikämpfende gab es beim A-Jugend-Derby zwischen dem HC Erlangen und Post SV am laufenden Band - hier zwischen Lukas Schalk (Erlangen , in Rot) und den Nürnbergern Johannes Bayer und Timo Löw.
Foto: Sportfoto Zink
Packende Zweikämpfende gab es beim A-Jugend-Derby zwischen dem HC Erlangen und Post SV am laufenden Band - hier zwischen Lukas Schalk (Erlangen , in Rot) und den Nürnbergern Johannes Bayer und Timo Löw.
Packende Zweikämpfende gab es beim A-Jugend-Derby zwischen dem HC Erlangen und Post SV am laufenden Band - hier zwischen Lukas Schalk (Erlangen , in Rot) und den Nürnbergern Johannes Bayer und Timo Löw.
Foto: Sportfoto Zink

Der junge Handballer hatte nicht Unrecht, als er lautstark Ungleichbehandlung durch die beiden Schiedsrichter beklagte: Erlangens Magnus Hayn kassierte für das gleiche Vergehen nur eine Zwei-Minuten-Strafe.

Doch an den Unparteiischen lag es nicht, dass der Nachwuchs des Zweitligisten in heimischer Halle mit 28:21(13:10) deutlich Revanche nahm für die Hinspielpleite, als der Aufsteiger aus Nürnberg die Erlanger mit einem 18:22 nach Hause geschickt hatte. Nach einer zerfahrenen Anfangsphase, als beiden Teams die Nervosität anzumerken war, sahen die 800 Zuschauer bis zur Pause eine sehenswerte wie ausgeglichene Partie. Dabei sicherte Kreisläufer Alexander Hiersemann dem HCE Sekunden vor der Sirene einen Drei-Tore-Vorsprung.

Und auch in der ersten Viertelstunde der härter werdenden zweiten Hälfte ließen die Nürnberger den Favoriten nicht davonziehen, nicht zuletzt ein Verdienst des einmal mehr glänzend aufgelegten Michael Haßferter im Post-Tor. Doch mit einem Ballverlust ermöglichten die nachlassenden Nürnberger den Hausherren mit 21:17 den ersten Vier-Tore-Vorsprung (46.). „Danach haben wir zu früh geworfen und zunehmend Fehler gemacht“, begründete Post-Coach Markus Korn, warum seine Mannschaft mit fortschreitender Spieldauer zunehmend unterlegen wirkte.

Symbolisch: Trotz energischer Nürnberger Gegenwehr (re., Timo Löw) setzten sich die Erlanger in Person von Alexander Tannenberger durch.
Symbolisch: Trotz energischer Nürnberger Gegenwehr (re., Timo Löw) setzten sich die Erlanger in Person von Alexander Tannenberger durch.
Foto: Sportfoto Zink
Symbolisch: Trotz energischer Nürnberger Gegenwehr (re., Timo Löw) setzten sich die Erlanger in Person von Alexander Tannenberger durch.
Symbolisch: Trotz energischer Nürnberger Gegenwehr (re., Timo Löw) setzten sich die Erlanger in Person von Alexander Tannenberger durch.
Foto: Sportfoto Zink

Die Gastgeber profitierten von ihrem in der Tiefe besser besetzten Kader. Sie konnten es wettmachen, dass Lukas Böhm fehlte (lief in der zweiten Mannschaft auf) und Alexander Tannenberger die Kräfte schwanden (hatte dank seines Zweitspielrechts beim Drittligisten SV 08 Auerbach am Vorabend fast durchgespielt). Torhüter Lars Goebel steigerte sich nach einer Auszeit auf der Bank und stand Haßferter nach der Pause in nichts mehr nach.

„Wir waren am Anfang verkrampft, standen unter Stress und mussten uns erst in die Partie hineinarbeiten und haben nach der Pause im Angriff auch nicht mehr so statisch gespielt“, sah HCE-Trainer Mathias Bracher die Gründe, warum seine Mannschaft am Ende deutlich die Nase vorn hatte.

So feierte das HCE-Team seinen ersten Sieg im sechsten Pflichtspiel gegen die Nürnberger Altersgenossen und sicherte die Spitzenposition in der Region. Dazu machten die Erlanger einen weiteren Schritt hin zur direkten Spielberechtigung für die nächste Bundesliga-Saison: Die ersten Sechs sind automatisch dabei und müssen nicht in die Qualifikation. Derweil laufen beim Post SV Gespräche, ob man sich für das Lizenzierungsverfahren überhaupt anmeldet. Die Bewerbungsfrist endet Anfang Februar.

HCE: Goebel, Peschko (bei einem Siebenmeter, 19.–30.) – Schalk (5/4), Tannenberger (4), Walz (5), Hayn (5), Mai (4/1), Schletterer (3), Scheuerer, Bissel, Hiersemann (2), Kölbl, Resimius, Mangen / Post: Haßferter – Faizi (4), Bayer (4), Krömer (1), Wagner (2), Löw (2), Schmitt (1), Meier (6), Lebkuchen (1), Reisinger, Gilg, Steinberger / Strafminuten: 6 (Walz, Hayn, Hiersemann je zwei) – 6 (Bayer 4, Löw 2) / Siebenmeter: 7/5:1/0 (Haßferter hielt gegen Schalk/27. und Mai/37. – Gilg traf den Pfosten/55. / Zuschauer: 800 / Rote Karte: Schmitt (50.) wegen groben Foulspiels. 

Philipp Roser


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HC Erlangen
Gründungsdatum:
11.4.2002



Kurzbeschreibung:
Der HC Erlangen setzt die lange Geschichte des Erlanger Handballs fort. Die traditionsreichen Vereine TV 48 Erlangen und TB 88 Erlangen schlossen sich 1983 zur HG Erlangen zusammen und legten damit den Grundstein für den heutigen Erfolg. Die Konkurrenz von der CSG Erlangen stieg 1989 in die 2. Liga auf, die HG folgte 1996. 2001 fusionierten beide Vereine zum HC Erlangen, der sich bis zum Abstieg 2004 in der 2. Handball-Bundesliga halten konnte. 2008 gelang unter Frank Bergemann, der bis heute im Amt ist, der Wiederaufstieg. 2010/2011 schaffte der HCE die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga, 2011/2012 scheiterten die Erlanger nur denkbar knapp am sensationellen Aufstieg in die 1. Liga. Seine Heimspiele trägt der HCE in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle aus.
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