Doch FCN-Teammanager Boban Pribanovic, der dem Nürnberger Neuzugang als Reiseleiter zur Seite stand, klärte ihn schnell auf. Der zur Schau getragene Nationalstolz der deutschen sei angesichts der gerade stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika völlig normal und durch das erfolgreiche Abschneiden nachvollziehbar.
Dass sich Almog Cohen, Nürnbergs erster israelischer Profi-Fußballer, dann doch schnell von einem anfänglichen Unbehagen befreien konnte und in der Noris eingewöhnte, lag auch an der israelitischen sowie der jüdischen Kultusgemeinde in Nürnberg, die ihn mit offenen Armen empfingen, ja sogar koscheres Fleisch für ihn besorgt.
Ein Besuch im Dokumentationszentrum steht noch aus. Zunächst hatte Cohen mit der Wohnungssuche genug zu tun. Abgesehen davon fokussiert er sich ohnehin darauf, im defensiven Mittelfeld einen Platz zu ergattern. Um dann sein ganz großes Ziel zu erreichen: "Ich will mit dem Club deutscher Meister werden." Bei seinem letzten Verein Maccabi Netanya war Trainer Lothar Matthäus sein großer Mentor, der ihm auch Englisch beigebracht habe. Dafür spricht es Cohen aber viel zu gut.
ALMOG COHEN - geboren: 1. September 1988 in Be´er Scheva / Nationalität: israelisch / Größe: 1,69 m / Gewicht: 71 kg / Position: Mittelfeld / Vertrag bis: 2013 / Rückennummer: 18 / Bisherige Vereine: Beitar Tubruk, Maccabi Netanya.