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Ildiz empfand die Grußadresse an jenen Verein, „in dem ich ja aufgewachsen bin“, als „unheimlich schönes Gefühl“. Dass Rapid und den Club eine jahrelange Fanfreundschaft verbindet, verlieh dem Abschied des 21-jährigen Mittelfeldspielers eine versöhnliche Note. Böse Worte musste „Momo“ nach seinem vorgezogenen Blitzwechsel in die Noris („Das ging ruckzuck, ich war richtig überrascht“) jedenfalls nicht befürchten, zumal der Transfer Rapids Anhang im Sommer auch noch ein Gastspiel des 1.FCN im Gerhard-Hanappi-Stadion beschert.
Ildiz selbst fiel der Abschied aus seiner Geburtsstadt („Ich kann Wien nur jedem empfehlen“) allerdings nicht gerade leicht. „Familie und Freunde werde ich schon vermissen“, gesteht der türkischstämmige Profi, dessen kleiner Bruder Ahmed ebenfalls in der Jugend von Rapid kickt. Letztlich überwog aber der sportliche Anreiz, sich in der deutschen Bundesliga beweisen zu können, „davon träumt doch jeder Fußballer“.
Mit dem Kicken hatte Ildiz einst beim Wiener Bezirksklub Red Star Penzing begonnen, seit 2001 schnürte er für Rapid die Schuhe, unterbrochen lediglich von einem zweijährigen Leih-Intermezzo bei Wacker Innsbruck. Dort musste Ildiz allerdings drei Operationen über sich ergehen lassen und neun Monate pausieren. „Das war eine nicht so schöne Zeit“, erinnert sich Ildiz, „dennoch hat sie mich weitergebracht.“ In Tirol war der Jung-Profi erstmals auf sich alleine gestellt, „dadurch bin ich männlicher geworden.“ Nach der Rückkehr zu Rapid trug der Reifeprozess Früchte. Ildiz etablierte sich bei den Hütteldorfern als Stammkraft, Trainer Peter Schöttel bescheinigte dem scheidenden Junioren-Nationalspieler „großes Potenzial“.
Diesen Ruf will Ildiz in Nürnberg bestätigen. Der robuste Bartträger ist im zentralen Mittelfeld variabel einsetzbar, bevorzugt persönlich aber die „Achter-Position“, also jenes Bindeglied zwischen dem defensiven Abräumer auf der „Sechs“ und dem Spielmacher auf der „Zehn“. Wie seine Vorbilder Andrea Pirlo und Zinedine Zidane möchte Ildiz „nicht nur nach vorne buffen, sondern einfach Fußball spielen. Ein paar Dinge sollte man auf dem Platz schon riskieren.“
Bis zur Bundesliga-Premiere wird es wohl noch ein bisschen dauern. „Für die Startelf fühle ich mich noch nicht bereit“, gesteht Ildiz, der am 30. Januar direkt aus Rapids Trainingslager in Portugal nach Nürnberg gereist war, aber spätestens in „zwei, drei Wochen“ eine vollwertige Alternative sein will. Dann könnte der Austria-Import ja auch mal der Nürnberger Nordkurve seine Aufwartung machen. Und schöne Grüße von den grün-weißen Kumpels aus Wien bestellen.
Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Mi. 22.05.13
Do. 23.05.13
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