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Fürth: Erst Kantersieg, dann eine Woche stressfrei

18:0 beim TSV Höchstadt - 16.07.2012 08:00 Uhr

HÖCHSTADT  - Viele Tore, ein paar nette Winkelzüge und eine Mannschaft in bester Spiellaune: Die SpVgg Greuther Fürth fühlt sich in ihrer Rolle als frischgebackener Erstligist offenbar pudelwohl und ließ auch beim fünften Testspiel nichts anbrennen. Standesgemäß siegte das „Kleeblatt“ beim Kreisklassisten TSV Höchstadt mit 18:0 (10:0).

Wieder fit, aber noch großen Rückstand: Kingsley Onuegbu.
Wieder fit, aber noch großen Rückstand: Kingsley Onuegbu.
Foto: Sportfoto Zink
Wieder fit, aber noch großen Rückstand: Kingsley Onuegbu.
Wieder fit, aber noch großen Rückstand: Kingsley Onuegbu.
Foto: Sportfoto Zink

Derartige Spielchen sind natürlich mehr Volksfest, als dass ihnen irgendeine Aussagekraft zugestanden werden könnte – vor 2100 Zuschauern gaben sich die Fürther, aufgemuntert von einem farbenfrohen Spielmannszug, erfrischend volksnah, erfüllten als Profis zum Anfassen jeden Autogrammwunsch und dürften wieder ein paar Fans dazugewonnen haben. Mit den 18 Treffern vom Samstag schraubten sie ihr Konto in fünf Testspielen auf satte 60 Tore. So weit, so gut.

Vor allem aber ein Fakt aber unterstrich die Meinung von Trainer Mike Büskens, der seinen Mannen in den ersten drei Wochen der Vorbereitung „eine tadellose Einstellung“ attestierte. Zwar absolvierten die Profis noch am Vormittag einen recht ausgedehnten Waldlauf, das aber hinderte sie wenig später nicht daran, auch im legeren Testkick gegen den Kreisklassisten Vollgas zu geben.


„Es geht in der ersten Phase nur darum, dass sich die Jungs ein bisschen bewegen“, setzt Büskens die Anforderungen an derartige Partien bewusst niedrig an, die körperlichen Belastungen sind da ohnehin entsprechend hoch. Als „intensives Beisammensein“ beschrieb Büskens den Auftakt der Vorbereitung auf die erste Saison in der Bundesliga. Man darf spekulieren, dass die Fürther als Branchen-Neuling und krasser Außenseiter noch ein wenig mehr investieren als alle anderen, noch härter arbeiten, sich noch intensiver vorbereiten.

So etwas schlaucht zwangsläufig, körperlich wie mental. „Man merkt schon, dass die Jungs vom Kopf her etwas müde werden“, fand denn auch der Trainer und ordnete wie schon in den zurückliegenden Jahren eine Maßnahme an, die sich seiner Meinung nach immer ausgezahlt hat. Nach dem Kick in Höchstadt trennten sich die Wege, Fürths Profis haben nun eine Woche frei. Wobei dieser Umstand nicht gleichbedeutend ist mit Urlaub, wie Büskens mit dem dezidierten Hinweis auf Trainingspläne und Überwachungsuhren leicht süffisant anmerkte: „Auch in dieser Zeit dürfen sie an Kraft und Ausdauer arbeiten.“

Höchstadt: Hauser (26. Thurn, 60. Köppel) – Krödel, Mönius (77. Gram), Grünbaum, Berthold, Niklas, Wahl, Gerner, Kleebauer, Nägel, Engel (67. Schatz) / Fürth, 1.Halbzeit: Hesl – Geis, Kleine, Mavraj, Raman – Pektürk, Petsos, Prib, Sararer – Nöthe, Asamoah / 2.Halbzeit: Ndoye – Nehrig, Sobiech, Hefele, Schmidtgal – Pledl, Fürstner, Tyrala, Stieber – Onuegbu, Azemi / Tore: Asamoah (3), Nöthe (2), Sararer (2), Onuegbu (2), Stieber (2), Fürstner (2), Pledl, Tyrala, Kleine, Prib, Eigentor Mönius.
 

  

Florian Pöhlmann


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