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Fürth zittert, der Club ist entspannt

DFB-Pokal-Auslosung in Danzig - 24.06.2012 20:36 Uhr

DANZIG  - Glücksfee Viola Odebrecht von Frauenmeister Turbine Potsdam und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff hatten bei der Auslosung der 32 Spiele in der ersten Runde des DFB-Pokals aus fränkischer Sicht nur teilweise ein glückliches Händchen. Während der 1.FC Nürnberg auf einen schlagbaren Gegner trifft, stöhnte Erstliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth über seinen Kontrahenten.

Objekt der Begierde: der DFB-Pokal.
Objekt der Begierde: der DFB-Pokal.
Foto: dpa
Objekt der Begierde: der DFB-Pokal.
Objekt der Begierde: der DFB-Pokal.
Foto: dpa

Als im deutschen EM-Quartier in Danzig dem „Kleeblatt“ Drittligist Kickers Offenbach zugelost wurde, musste Präsident Helmut Hack kurz schlucken: ausgerechnet die Offenbacher, deren Heimstärke in ganz Fußball-Deutschland bekannt ist. „Das ist kein Gegner, den man sich wünscht“, musste Hack eingestehen und sprach von einer „undankbaren Aufgabe“. Dazu schreckt die Fürther der zeitliche Vorsprung, den die vom Ex-Fürther Arie van Lent trainierten Kickers mit dem früheren Start in der 3.Liga gegenüber dem Bundesligisten haben, der erst eine Woche nach der Pokalrunde in den Liga-Alltag einsteigt.

„Aber es hilft ja nichts“, kommentierte Hack die Auslosung. 2008 war Fürth in der ersten Runde in Offenbach ausgeschieden. An die jüngste Vergangenheit, als man erst im Halbfinale dem späteren Pokalsieger Dortmund unglücklich unterlag, erinnert man sich deshalb lieber. „Da haben wir ja erlebt, was Pokal bedeutet. Und in diesem Jahr wollen wir wieder sehr weit kommen“, blickte Hack voraus.

Heckings "Heimspiel" ist historisch belastet


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Dank der Fußball-Europameisterschaft war die Sommerpause nicht ganz so unerträglich wie sonst. Aber nun rollt der Ball endlich wieder. Mit einem lockeren Auftakttraining startete der 1. FC Nürnberg in die Saisonvorbereitung.

Beim Club freute sich vor allem Dieter Hecking über das Los. „Ein Heimspiel für mich“, konstatierte der Trainer, schließlich liege Havelse „nur zwei Autobahnausfahrten“ von seinem Wohnort Bad Nenndorf entfernt. In der vergangenen Regionalliga-Saison habe das von Ex-Profi André Breitenreiter betreute Team „einen guten Job gemacht“ und Rang fünf erreicht, lobte Hecking und verwies auf das „kleine, enge Stadion“ des niedersächsischen Dorfvereins. Gewarnt ist der Club auch durch die Pokalhistorie: Vor 21 Jahren warf der TSV die Franken im heutigen Wilhelm-Langrehr-Stadion mit 4:2 nach Elfmeterschießen aus dem Pokal. Selbst Andreas Köpke im Nürnberger Tor konnte damals die Blamage nicht verhindern.

Zu einem bayerischen Derby kommt es bei Jahn Regensburg, wo der heimische Zweitliga-Aufsteiger den FC Bayern München empfängt. Titelverteidiger Borussia Dortmund gastiert beim Viertligisten FC Oberneuland. 



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Logo 1. FC Nürnberg
Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
über 14.000


Kurzbeschreibung:
Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13

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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13
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