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Fürths Kapitän moniert viele Fehler beim 0:0

"Das wird bis zum Schluss noch eine ganz heiße Kiste" - 20.02. 17:28 Uhr

FÜRTH  - "Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir hier drei Punkte mitnehmen." Gerald Asamoah sprach im Interview das aus, was alle dachten, aber nur wenige sagen wollten. Das 0:0 beim abstiegsbedrohten FC Ingolstadt war zu wenig für die Ambitionen der SpVgg Greuther Fürth im Wettrennen um den Aufstieg in die Bundesliga.


Letztlich aber basiert diese Aussage des ehemaligen Nationalspielers lediglich auf einem Gefühl, sie fußt auf einer Stimmung aus einer durchaus verständlichen Enttäuschung heraus. Die Fürther hatten sich nach dem umjubelten 5:1-Triumph in der Vorwoche gegen Aufstiegskonkurrent Paderborn auch beim Kellerkind viel vorgenommen, aber in der Gesamtsumme eben nur wenig davon auch umgesetzt. „Gegen so eine Mannschaft ist das nie so einfach“, fand Fürths Kapitän Thomas Kleine die Kompaktheit der Ingolstädter durchaus bemerkenswert. Nur, bei allem Respekt vor einem bravourös verteidigenden Kontrahenten: Wirklich entscheidend waren die Mängel in der eigenen Truppe. „Wir haben uns nach vorne den ein oder anderen Fehlpass zu viel geleistet und Ingolstadt so zu Kontern eingeladen.“


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Die SpVgg Greuther Fürth hat durch das torlose 0:0 gegen den abstiegsgefährdeten FC Ingolstadt den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Liga verpasst.

Augenscheinlich stotterte gerade das in dieser Saison bislang so glänzend funktionierende Offensivspiel der Fürther. Die kompromisslose Deckungsarbeit der Ingolstädter Abwehrreihe um den ehemaligen „Kleeblättler“ Marino Biliskov schmeckte Asamoah und lange auch seinem Sturmpartner Olivier Occean überhaupt nicht. Zudem versuchten es die Antreiber Robert Zillner, Stephan Fürstner, Sercan Sararer und Stephan Schröck aus dem Mittelfeld immer mit einem Pass zu viel. Im entscheidenden Moment wählten sie einen Umweg statt den direkten Zugang in den Strafraum. Umständlich, verspielt und wenig überraschend. „Der Ball lief nicht so rund wie in den letzten Wochen“, musste auch Kleine einräumen.

Wobei der Auftritt der Mannschaft in Ingolstadt nur bedingt als eine Fortsetzung der zurückliegenden Wochen anzusehen ist. Auffällig ist die Serie der Fürther in anderen Stadien aber allemal. Seit dem letzten Auswärtserfolg sind nun schon etliche Wochen vergangen, und das liegt beileibe nicht nur an der Winterpause. Am 22.Oktober vergangenen Jahres fuhr die Spielvereinigung beim 2:0 in Cottbus letztmals einen Dreier in der Fremde ein. Seitdem hat das Team von Mike Büskens in fünf Ligaspielen auswärts nicht mehr gewinnen können. 2:2 auf St. Pauli, 1:2 in Düsseldorf verloren, 0:0 in Frankfurt, in Dresden im ersten Spiel nach der Winterpause beim 1:3 unter die Räder gekommen und nun das tor- und trostlose Remis in Ingolstadt.

Fakten, die nicht wegzudiskutieren sind, wobei Manager Rachid Azzouzi natürlich zu Recht darauf verweist, dass die Partien gegen die direkten Konkurrenten St. Pauli, Frankfurt und Düsseldorf nicht mit den Spielen gegen Dresden und Ingolstadt zu vergleichen sind. „Die haben ja nicht die Intention mitzuspielen, diese Teams konzentrieren sich ja nur auf die Defensive.“

Im Vergleich zu dem Auftritt in Dresden hatten sich die Fürther nun in Ingolstadt dem Kampf gestellt. Gewonnen haben sie aber trotzdem nicht und das lässt längst distanziert geglaubte Teams wie 1860 München wieder in Schlagdistanz kommen. „Das wird bis zum letzten Spiel noch eine ganz heiße Kiste“, prophezeite Kleine Spannung für die verbleibenden zwölf Partien. Er hätte auch sagen können: Abgerechnet wird zum Schluss. 



Florian Pöhlmann

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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Im Jahr 1994 gelang die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga, 1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Zurzeit ist die SpVgg Greuther Fürth durch die ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga seit 1997 der "dienstälteste" Zweitligist. Im Volksmund wird der Verein auch als "Kleeblatt" bezeichnet.