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Fürths Probleme mit der Sechs

Pekovic schwächelt, Fürstner noch nicht fit - 25.08. 18:35 Uhr

Fürth  - Die Bezeichnung Staubsauger trifft auf ihn nicht zu. Schließlich ist er alles andere als ein Saubermann, eher schon ein konsequenter Abräumer. Hemdsärmelig, wenig kompromissbereit, geradlinig. Milorad Pekovic verkörpert mit seinen Stärken genau das, was in der Auffassung des modernen Fußballs einen "Sechser" ausmacht.


In dieser Saison hat er bislang oft das Nachsehen: Fürths Abräumer Milorad Pekovic, hier gegen KSC-Wirbler Alexander Iaschwili.
In dieser Saison hat er bislang oft das Nachsehen: Fürths Abräumer Milorad Pekovic, hier gegen KSC-Wirbler Alexander Iaschwili.
Foto: Wolfgang Zink

Und doch ist das defensive Mittelfeld derzeit die Problemzone bei der SpVgg Greuther Fürth. Es ist die Position vor der Abwehr, die als Schnittstelle zwischen den Mannschaftsteilen in vielerlei Hinsicht gefragt ist: Nach der Balleroberung gilt es, schnell umzuschalten, Löcher in der gegnerischen Defensive zu erkennen und mit einem gepflegten Pass in die Spitze zu beantworten. Hat die andere Mannschaft den Ball, muss der "Sechser" immer da aushelfen, wo es in der Rückwärtsbewegung gerade brennt.

Pekovic konnte nach seinem Wechsel von Erstligist Mainz in der Winterpause als Feuerwehrmann rundum überzeugen. Nur in dieser Saison will der mazedonische Nationalspieler beim fränkischen Zweitligaprimus (noch) nicht recht in Schwung kommen. "Er hat keinen Rhythmus", sagt Manager Rachid Azzouzi: "Er wirkte müde."

Gründe gibt es dafür so einige: Reisen mit dem Nationalteam in der Sommerpause, eine verkürzte Vorbereitung nach seiner Hochzeit, ein Grippeanflug im Trainingslager. Kontinuität sieht anders aus. Nur wirkt Pekovic, dessen Spiel ohnehin mehr auf Kraft und Übersicht denn Schnelligkeit basiert, aber auch nicht so, als sei dieser Rückstand schnell aufzuholen.

Cheftrainer Mike Büskens mag dazu eigentlich gar nichts sagen. Beim 4:1-Saisonstart gegen Karlsruhe wie beim 2:1-Last-Minute-Sieg im Pokal in Braunschweig agierte Pekovic ungewohnt unauffällig. Nicht umsonst wechselte ihn der Boss an der Bande zuletzt zweimal aus. Was dann doch einiges aussagt.

Unantastbar ist Pekovic nicht. Nur hat Büskens kaum Alternativen zu dem 33-Jährigen. Stefan Fürstner ist nach einer Muskelverletzung erst am Dienstag wieder ins Training eingestiegen. Das Spiel am Samstag bei Union Berlin kommt wohl zu früh. Edgar Prib wäre ein Kandidat, nur muss der Youngster in der Hauptstadt für den verletzten Regisseur Leo Haas in der Schaltzentrale einspringen.

Mit dem bulgarischen "Kettenhund" Asen Karaslavov, dem ein konstruktives Aufbauspiel ohnehin eher fremd ist, muss ein weiterer Defensivspezialist wegen einer Knieprellung derzeit mit dem Training aussetzen. "Wenn es irgendwie geht, wird Asen auf die Zähne beißen", gibt Büskens wenigstens Teilentwarnung. Mehr aber auch nicht. 





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