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Fürths schöne Erinnerungen an Dortmund

Im Pokal gegen den Meister - 12.02. 20:33 Uhr

FÜRTH  - Fußballnationalspielerin Kim Kulig erfüllte als Glücksgöttin im Aktuellen Sportstudio die Wünsche der SpVgg Greuther Fürth: Sie zog beim ersten Los die "Kleeblättler" und bescherte diesen damit das heiß ersehnte Heimspiel. "Toll, dass es geklappt hat", strahlte Manager Rachid Azzouzi als Studiogast.


Gerechter Lohn für den Zweitligisten, der in den beiden letzten Runden auswärts antreten musste und mit dem 1.FC Nürnberg und 1899 Hoffenheim zwei Erstligisten aus dem Wettbewerb geworfen hatte. Nun kommt der amtierende Meister Borussia Dortmund. „Ein Traum geht in Erfüllung“, freute sich Präsident Helmut Hack. Schelmisch grinsend fügte er hinzu: „Ich bin froh, dass es nicht wieder gegen Bayern München geht.“

Nach dem 5:1-Triumph gegen Paderborn räumte er Spekulationen über den Austragungsort der Halbfinalbegegnung aus: Ein Umzug ins Nürnberger Stadion ist nicht vorgesehen, zumal der finanzielle Aspekt wegen der Einnahmeteilung kein großes Gewicht hat. „Wir denken aber auch an unsere Dauerkarten-Besitzer“, begründet Hack diesen Schritt. Bei aller Freude über das bevorstehende Ereignis hat für das „Kleeblatt“ die Liga Priorität. „Wir wollen schließlich aufsteigen und müssen uns deshalb ganz auf die nächsten Spiele konzentrieren“, behauptet Kapitän Thomas Kleine. Noch drastischer formulierte Torhüter Max Grün: „Der Pokal spielt für mich keine große Rolle. Wir haben andere Ziele.“

Fürth und Dortmund als Pokalgegner? Dieses Duell ist keineswegs ein Novum. Schon im August 1990 trat der BVB im Ronhof an und blamierte sich bis auf die Knochen. Die Gastgeber, als Landesligist damals viertklassig, schickten den turmhohen Favoriten mit 3:1 nach Hause. „Es ist für mich so, als wäre es gestern gewesen“, sagt Wolf Nanke, damals Spielleiter. Zum Helden des Tages avancierte Stürmer Oliver Zettl als zweifacher Torschütze. Treffer Nummer drei steuerte Achim Beierlorzer mit einem herrlichen Freistoß bei.

4000 Zuschauer erlebten damals eine Sensation, zumal das Team des jetzigen Vizepräsidenten Günther Gerling bei subtropischen Temperaturen bereits ab der vierten Minute nur noch zu zehnt spielte, „weil Abwehrspieler David Schneider wegen einer Notbremse die Rote Karte sah“, erinnerte sich Nanke. Am Ende durfte Fürth aber doch triumphieren. Und manchmal wiederholt sich Geschichte ja, in diesem Fall hätten die Fürther sicher nichts dagegen. 



Dieter Bracke

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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Im Jahr 1994 gelang die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga, 1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Zurzeit ist die SpVgg Greuther Fürth durch die ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga seit 1997 der "dienstälteste" Zweitligist. Im Volksmund wird der Verein auch als "Kleeblatt" bezeichnet.