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Sie wurden bei gesellschaftlichen Ereignissen und an Stammtischen debattiert. Dass in der letzten Saison der Aufstieg knapp verpasst wurde, dürfte manchem kommunalen Verantwortungsträger nicht ungelegen gekommen sein, um das Thema Halle trotz bereits bestehender Auflagen der Handball-Bundesliga (HBL) auf die lange Bank zu schieben.
Hatte es zuletzt so ausgesehen, als gehe die Tendenz Richtung Umbau der in die Jahre gekommenen Hiersemannhalle – Kostenpunkt: 2,7 Millionen Euro –, so überschlugen sich in den letzten Tagen hinter den Kulissen die Ereignisse. Ursprünglich sollte die Hallen-Thematik am Dienstagabend im Finanzausschuss behandelt werden, wurde laut Bürgermeisterin Birgitt Aßmus aber direkt in die Stadtratssitzung am nächsten Donnerstag „verschoben“, in der der kommunale Haushalt verabschiedet werden soll.
Der Neubau einer HBL-tauglichen Schul- und Vereinssporthalle scheint bei den meisten Fraktionen favorisiert zu werden – falls die Finanzierung geklärt ist. Auch die Universität soll in Nutzung und Finanzierung einbezogen werden. Sie besitzt ebenso wie die Stadt geeignete Grundstücke an der Hartmannstraße, die offenbar als Standort angepeilt wird, zumal die expandierende Franconian International School in der Nähe beheimatet ist.
Als Vorbild oder „Blaupause“ für die geplante Halle dient die Sparkassen Arena Göttingen, die etwa 7,5 Millionen Euro gekostet hat und im September eingeweiht wurde. Vertreter der hiesigen Stadtverwaltung haben das energetisch vorteilhafte Passivgebäude besichtigt. Da die angepeilte Vierfachhalle für den Schulsport zur Verfügung stehen soll, ist mit Zuschüssen von etwa 1,5 Millionen Euro zu rechnen. Bleibt bis zur Stadtratssitzung zu klären, wie viel Mittel die Universität beisteuern kann und in welcher Größenordnung sich die Grundstückskosten bewegen.
HCE-Aufsichtsratsboss Carsten Bissel mahnte im Vorfeld der Stadtratsentscheidung „klare Perspektiven“ sowohl für den Verein, die Handball KG als Lizenzträger als auch für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter an, ohne deren Engagement Zweitliga-Handball überhaupt nicht möglich wäre.
Auch müsse aus Sicht des HCE eine Zwischenlösung definitiv geklärt sein für den Fall, dass man den Bundesliga-Aufstieg vor dem Umzug in eine neue Halle 2015 schaffe. „Die zweite Liga können wir bis dahin in der Hiersemannhalle spielen“, sagte Bissel. Bei einem vorzeitigen, mittelfristig angestrebten Aufstieg müsse man notfalls befristet nach Nürnberg ausweichen – doch müsse auch diese Eventualität eindeutig geklärt sein.
So. 19.05.13
Sa. 18.05.13
Fr. 17.05.13
Mi. 15.05.13
So. 12.05.13