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„Die Jungs wissen, dass sie noch etwas gutzumachen haben – das war die bitterste Niederlage der Saison, die zwei verschenkten Punkte tun uns heute noch weh“, sagte der frühere Bundesliga-Spieler vor dem Rückspiel am Sonntag in der heimischen Hiersemannhalle (13.30 Uhr).
Und Bracher stimmt dem Post-Teammanager Heiner Böttger zu, dass die Begegnung im vergangenen September weichenstellende Wirkung hatte, allerdings in unerwarteter Richtung: Beim damaligen Sieger ging es anschließend abwärts. „Wir haben nicht an psychischer Stabilität gewonnen, haben uns trotz intensivster Bemühungen des Trainerteams nicht weiterentwickelt“, bilanziert Böttger. Natürlich machte es sich bemerkbar, dass die beiden stärksten Spieler den Post SV in Richtung Profi-Klubs verlassen hatten: Max Scheithauer ging zu den Füchsen Berlin, Nils Böttger zur SG Flensburg-Handewitt.
„Außerdem war die folgende Niederlagenserie eine ganz neue Erfahrung für die Jungs“, ergänzt Böttger. Schließlich hatte das Team jahrelang in den diversen Jahrgängen in Bayern die Gegner dominiert. „Wir haben in den meisten Spielen sehr gute Phasen, halten aber auf Dauer dem Gegenwind nicht stand“, versucht Böttger zu erklären, warum der Post SV als Drittletzter auf Platz zehn rangiert. Dennoch ist Böttger durchaus zuversichtlich, dass sein Team auch das sechste Punktspiel in Serie gegen den HCE gewinnen kann: „Die Jungs haben über Weihnachten intensiv gearbeitet, nachdem manche vorher nicht genug für ihre Physis getan hatten.“
„Wir gehen diesmal anders zur Sache, die Einstellung wird stimmen“, ist Bracher hingegen davon überzeugt, dass der HCE diesmal die Nase vorn haben wird. Schließlich hat sich seine Mannschaft seither zusammengerissen und steht auf Tabellenplatz vier. „Das ist mehr, als wir vor der Saison gedacht haben“, zieht er eine zufriedenstellende Zwischenbilanz. „Wir haben danach unsere körperlichen Schwächen spielerisch kompensiert, so dass es nach dem Derby und dem Sieg bei der SG Köndringen/Teningen im übernächsten Spiel viel besser gelaufen ist.“ So dass es keineswegs unrealistisch ist, das selbst gesteckte Saisonziel zu erreichen: Tabellenplatz sechs, der die automatische Bundesliga-Qualifikation für die nächste Saison bescheren würde.
Ein umkämpftes, verbissenes Derby erwarten die beiden Verantwortlichen also beim Aufeinandertreffen morgen. „Allerdings bei aller Brisanz fair ausgetragen“ – das liegt ihnen unisono am Herzen. Bracher ist dabei wohl nicht allein, wenn er hofft, dass die Halle wieder einmal proppenvoll sein wird. Denn der Zuschauerzuspruch hat in der zweiten Bundesliga-Spielzeit doch etwas nachgelassen. „Es wird hoffentlich mal wieder ein stimmungsvolles Spiel in der Hiersemannhalle.“
So. 19.05.13
Sa. 18.05.13
Fr. 17.05.13
Mi. 15.05.13
So. 12.05.13
Mi. 15.05.13