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HC Erlangen: Süßes, sonst gibt’s Saures

Gastspiel in Bad Schwartau - 24.05.2012 18:49 Uhr

ERLANGEN  - Am Montagabend war für die Zweitliga-Handballer des HC Erlangen noch einmal Durchatmen angesagt, als sie nach einem lockeren Training die Adidas-Zentrale in Herzogenaurach besuchten. Doch seither gilt alle Konzentration dem vorletzten Spieltag mit dem Auftritt am Samstag (19.30 Uhr) beim VfL Bad Schwartau.

Sie wollen in Bad Schwartau Gas geben: Bastian Krämer, Rene Selke, Christoph Nienhaus, Nikolai Link und Claudio Schneck (von links).
Sie wollen in Bad Schwartau Gas geben: Bastian Krämer, Rene Selke, Christoph Nienhaus, Nikolai Link und Claudio Schneck (von links).
Foto: Sportfoto Zink
Sie wollen in Bad Schwartau Gas geben: Bastian Krämer, Rene Selke, Christoph Nienhaus, Nikolai Link und Claudio Schneck (von links).
Sie wollen in Bad Schwartau Gas geben: Bastian Krämer, Rene Selke, Christoph Nienhaus, Nikolai Link und Claudio Schneck (von links).
Foto: Sportfoto Zink

Ein Sieg ist Pflicht bei den wiedererstarkten Norddeutschen, die in der Vorrunde vier Heimpartien verloren und zweimal remis gespielt hatten. Doch in der Rückserie bot der einstige Erstligist in heimischer Halle ein ganz anderes Bild: Lediglich den beiden bereits feststehenden Aufsteiger GWD Minden und TuSEM Essen sowie dem SC DHfK Leipzig, am letzten Spieltag Gast in Erlangen, gelang es, einen Punkt aus Bad Schwartau zu entführen. Alle anderen Gegner schickten der VfL geschlagen auf die Heimreise.

Trainer Frank Bergemann dürfte sich in dieser Trainingswoche auch bemüht haben, das Hinspiel vorübergehend aus dem Gedächtnis seiner Spieler zu verbannen: Hatten die doch am 28. Dezember 2011 mit 32:20 ihren höchsten Saisonsieg gegen das Team aus der inzwischen beinahe mit Lübeck zusammengewachsenen ostholsteinischen „Marmeladen-Stadt“ gelandet.


„Bad Schwartau darf man nicht unterschätzen, diesen Fehler haben andere schon gemacht“, warnte Bergemann, der personell wieder aus dem Vollen schöpfen kann, nachdem Keeper René Selke wieder zum Team gestoßen ist und beim 26:25-Sieg gegen Nordhorn-Lingen ein starkes Comeback gefeiert hatte. Und nicht nur Bergemann dürfte hoffen, dass sich das Team um Kapitän Daniel Stumpf in der Anfangsphase das Leben selbst schwermacht. Nicht in jeder Partie lässt sich mit einem Willens- und Kraftakt ein Sieben-Tore-Rückstand drehen.

Mit einem Auge werden die Erlanger auch nach Saarlouis spitzen, wo zeitgleich der TV Neuhausen gastiert. Damit die Erlanger bis zum letzten Spieltag vom Aufstieg träumen können und die letzte Heimpartie gegen Leipzig zum Event wird, wäre eine Niederlage des mit drei Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz drei liegenden Klubs aus dem Metzinger Stadtteil nötig. 

Philipp Roser


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Zum Thema
HC Erlangen
Gründungsdatum:
11.4.2002



Kurzbeschreibung:
Der HC Erlangen setzt die lange Geschichte des Erlanger Handballs fort. Die traditionsreichen Vereine TV 48 Erlangen und TB 88 Erlangen schlossen sich 1983 zur HG Erlangen zusammen und legten damit den Grundstein für den heutigen Erfolg. Die Konkurrenz von der CSG Erlangen stieg 1989 in die 2. Liga auf, die HG folgte 1996. 2001 fusionierten beide Vereine zum HC Erlangen, der sich bis zum Abstieg 2004 in der 2. Handball-Bundesliga halten konnte. 2008 gelang unter Frank Bergemann, der bis heute im Amt ist, der Wiederaufstieg. 2010/2011 schaffte der HCE die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga, 2011/2012 scheiterten die Erlanger nur denkbar knapp am sensationellen Aufstieg in die 1. Liga. Seine Heimspiele trägt der HCE in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle aus.